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Müritz-Klinikum auch für eventuelle Tauchunfälle gerüstet

15. September 2017

Wenn Waren mit dem Aqua Regia Park einen 30 Meter tiefen Tauchturm bekommt, sind auch die Mediziner des MediClin Mürtiz-Klinikums gut vorbereitet. Wie Dr. Stefan Bergt, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie Notfallmediziner auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“ erklärte, sind die Mediziner des Hauses zum einen auch für eventuelle Notfälle, die beim Tauchen möglich sind, ausgebildet, und werden zum anderen in den kommenden Wochen ihre Kenntnisse noch einmal auffrischen.

Investor Gregor Schmidt plant bekanntlich auf dem Nesselberg den Aqua Regia Park mit 30 Meter tiefem Tauchturm, der Besucher auch aus weiter entfernten Regionen anlocken soll. Doch sind die Mediziner vor Ort für den Fall des Falles überhaupt gerüstet?

„Ja“, erklärte Stefan Bergt. „Da wir in einer Region mit vielen Seen und vielen Wassersportlern leben, muss der Rettungsdienst mit Tauchunfällen immer und überall rechnen. Die Ausübung des Tauchsports als Hobby findet in der Region ohnehin schon statt und ist nichts Neues. Der Tiefwarensee beispielsweise hat eine maximale Tiefe von 24 Metern, die Müritz hat 31 Meter – auch hier wird getaucht“, so der erfahrene Mediziner.

Das Risiko, dass etwas passiert, müssten die Betreiber der Einrichtung natürlich minimieren. Dennoch können es auch zu Unfällen kommen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und auch trotz gesundheitlicher Fitness des Tauchers.

„Tauchunfälle sind sehr selten, Rettungsdienstmitarbeiter und Notärzte werden also auch nur sehr selten damit konfrontiert. Nichtsdestotrotz sind Ertrinkungs- und Tauchunfälle Gegenstand der Zusatzweiterbildung zum Notfallmediziner. Auch die Ausbildung zum Notfallsanitäter enthält diesen Weiterbildungsinhalt. Für den Fall, dass es in dem Tauchturm zu einem Tauchunfall kommt, sind die Notärzte und Rettungsdienste der Region also bestens ausgebildet und sollten in der Lage sein, zu handeln“, versicherte der Intensvimediziner.

Weiterbildung im Dezember

Einfache Verletzungen zum Beispiel durch ein Barotraumata (z.B. eine Trommelfellperforationen) könnten direkt in Waren im MediClin Müritz-Klinikum in der Klinik für Hals-Nasen-Ohren Heilkunde versorgt und behandelt werden.

Das spezielle Krankheitsbild einer Dekompressionserkrankung (Bildung von Gasblasen im Blut und im Gewebe durch zu schnelles Auftauchen) müsse in einem Spezialzentrum für Tauchmedizin behandelt werden. Das nächste Zentrum dieser Art befinde sich in Berlin. Die Leitstellen koordinieren die Verfügbarkeit der nächsten Dekompressionskammer (Überdruckkammer).

„Unser Klinikum plant bereits eine Weiterbildung für ärztliche und nicht-ärztliche Mitarbeiter für Anfang Dezember zur Auffrischung und Erweiterung des Kenntnisstandes zur Problematik des akuten Tauchunfalls. Der Referent wird ein ausgewiesener Tauchmediziner sein“, so Dr. Stefan Bergt abschließend.

Foto: Chefarzt Dr. Stefan Bergt mit Schwester Sarah auf der Intensivstation des MediClin Müritz-Klinikums


Eine Antwort zu “Müritz-Klinikum auch für eventuelle Tauchunfälle gerüstet”

  1. raini sagt:

    Toll, aber einen Herzschrittmacher kann in Waren nicht gewechselt werden?

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