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Nach dem Morgenlauf auf den Rathaus-Sessel

10. April 2014

Moellergross

Die Warmlauf-Phase hat Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) hinter sich. Heute ist er 54-Jährige 100 Tage im Amt und scheint sich auf dem Stuhl des Verwaltungschefs ganz wohl zu fühlen. Zumindest macht der passionierte Läufer bei öffentlichen Auftritten den Eindruck, als ob er in seinem neuen Job bereits angekommen ist. Antje Rußbüldt-Gest wollte von Warens Stadtoberhaupt wissen, ob dieser Eindruck richtig ist.

Herr Möller, ist ihr neuer Job so, wie Sie ihn sich vorgestellt haben?
Im Großen und Ganzen ja. Ich wusste ja durch meine Tätigkeit als Stadtpräsident und meine enge persönliche Zusammenarbeit mit Herrn Rhein, worauf ich mich einlasse.

Sie sagen im Großen und Ganzen, also gab’s doch Überraschungen?
Ja, ich hätte nicht gedacht, dass man sich als Bürgermeister jeden Tag so viel Zeit nehmen muss, um Papiere zu unterschreiben. Ich bekommen täglich drei Unterschriften-Mappen auf den Schreibtisch gelegt und muss zwischen 50 und 70 Mal abzeichnen. Das heißt zum einen, viel Zeit fürs Lesen aufbringen, zum anderen aber auch, in vielen Dingen den Mitarbeitern zu vertrauen.

Wie lang ist Ihr Arbeitstag gegenwärtig? Bestimmt länger als zuvor als Schulleiter, oder?
Nicht unbedingt. Vieles, was ich früher im Ehrenamt gemacht habe, gehört ja jetzt zu meiner Arbeit. Ich bin also nicht unbedingt länger aus dem Haus als zuvor. Der Arbeitstag hat so acht bis zehn Stunden.

Und dennoch wollen Sie künftig auch noch ehrenamtlich im Kreistag mitarbeiten?
Ja, weil ich glaube, dass meine Mitarbeit im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte für die Stadt Waren sehr wichtig ist.

Kennen Sie inzwischen alle Mitarbeiter der Stadt namentlich?
Alle noch nicht, aber sehr viele. Ich versuche schon, bei vielen Erledigungen nicht nur anzurufen, sondern gehe persönlich zu den Mitarbeitern, um sie kennenzulernen.

Und wie häufig werden Sie dabei mit Aussagen wie: „Das haben wir aber immer so gemacht“ konfrontiert?
Das kommt schon vor. Ist aber auch normal, weil ich ja angefangen habe, einige Abläufe zu verändern.

Fragen Sie Ihren langjährigen Vorgänger Günter Rhein um Rat?
Wir tauschen uns schon mal aus, aber nicht regelmäßig. Das wollen wir beide nicht.

Was möchten Sie in den nächsten Wochen und Monaten schnell umsetzen?
Das Bürgerbüro. Dafür sind aber auch bauliche Veränderungen nötig. Und ich möchte unseren Internetauftritt deutlich verbessern.

Sind Sie gespannt auf die Kommunalwahlen im Mai?
Na klar. Denn der Ausgang ist ja nicht unwichtig für meine Arbeit. Mein allergrößter Wunsch ist, dass die NPD nicht wieder in die Stadtvertretung Waren einzieht.

Zum Schluss: Bleibt noch Zeit für Ihren Sport?
Ja, ich laufe drei Mal in der Woche früh morgens gegen dreiviertel sechs. Das brauche ich und das tut mir gut. So bin ich gewappnet für den Tag. Im Mai möchte ich auch beim Rennsteiglauf mitmachen und im Sommer dann in der Staffel beim Müritzlauf.

Vielen Dank für das Gespräch!

Moellerprost2


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