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Nach Schuss auf Einbrecher: Ermittlungen gegen Polizisten sollen wegen Notwehr eingestellt werden

9. April 2018

Der Polizist, der in Neubrandenburg vor wenigen Wochen einen Einbrecher tödlich verletzt hat, wird nach Informationen von „Wir sind Müritzer“ voraussichtlich nicht strafrechtlich belangt. Wie „WsM“ aus Ermittlerkreisen erfuhr, wird das Ermittlungsverfahren gegen den Beamten vermutlich wegen Notwehr in Kürze eingestellt. Das hätten die Ermittlungen und Befragungen der anderen zwei Einbrecher und der anderen Polizisten zu den Ereignissen in der Nacht zum 1. März ergeben.

Demnach waren die drei Einbrecher an einem Döner-Imbiss in der Oststadt gestellt worden. Dabei hatte der später getötete 27 Jahre alte Mann, der aus Berlin angereist war, den Polizisten zuvor mit Reizgas attackiert.

Der Polizist hatte die Männer zuvor aufgefordert, sich am Tatort zu  ergeben. Der Beamte war durch den Reizgasangriff selbst verletzt worden. Er hatte geschossen, den 27-Jährigen in den Oberkörper getroffen. Dieser starb kurze Zeit später im benachbarten Klinikum an den Schussverletzungen. Die beiden Komplizen hatten sich danach festnehmen lassen. Der Fall hatte weit über Neubrandenburg und die Seenplatte hinaus für Schlagzeilen gesorgt und gibt noch immer einige Rätsel auf.

Die beiden 27 und 40 Jahre alten anderen Tatverdächtigen aus Berlin und Neubrandenburg sollen sich vor Gericht verantworten. Bei ihnen waren etwa 30 000 Euro an Bargeld gefunden worden. Sie bleiben noch in Haft.

Wenn die Ermittlungen gegen den Polizisten, der inzwischen selbst von einem Clan bedroht wird, eingestellt werden, ist das aber noch – rechtlich gesehen – nicht das „letzte Wort.“ Dagegen sind weitere Rechtsmittel – wie Dienstaufsichtsbeschwerden – möglich. So könnten noch mehrere Instanzen dies überprüfen.


2 Antworten zu “Nach Schuss auf Einbrecher: Ermittlungen gegen Polizisten sollen wegen Notwehr eingestellt werden”

  1. Petzibaer sagt:

    Man kann nur hoffen, daß der Beamte diesen Nervenkrieg gut durchsteht und bald wieder im Dienst steht. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an unsere Polizei, die, oft von der eigenen Politik im Stich gelassen ( Bayern nehme ich mal aus im Rahmen der Landespolizei), für unsere Sicherheit ihr Leben und mittlerweile sogar ihr privates Umfeld aufs Spiel setzt.
    In unserem Land, in den wir gut und gerne leben.

  2. Kerstin sagt:

    Dem möchte ich mich im vollem Umfang anschließen !

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