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Nachruf: Waren trauert um Christiane Bastian

10. März 2018

Dieses Lachen. Diese Fröhlichkeit. Dieser unglaubliche Optimismus. Alle, die Christiane Bastian kannten, werden sich an eine Frau erinnern, die auch in schwierigen Situationen eine Heiterkeit ausstrahlte, die ansteckend war und die man nicht mit Worten beschreiben kann.

Doch dieses ansteckende Lächeln ist erloschen. Die Müritz-Region trauert um „Stine“, wie sie in ihrer Heimat genannt wurde. Sie starb vor wenigen Tagen im Alter von nur 60 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit.

Aber „Stine“ ist nicht weg. Denn die Mit-Gründerin des Kultur- und Kunstvereins Waren und langjährige Vorsitzende hat in ihrer Stadt Spuren hinterlassen, die immer bleiben werden.

Nach ihrem Studium an der Humboldt-Uni Berlin kehrte Christiane 1986 in IHR Waren zurück und baute die Kunst- und Kulturszene mit auf. Kreativ sein – das war ihr Ding. Und das wollte sie auch anderen vermitteln.

Mit Gleichgesinnten gründete sie 1993 den Musikverein Waren e.V. und den Kultur- und Kunstverein Waren e.V. Dort haben alle, die genauso wie sie „tickten“, eine Heimat gefunden. Dort entstanden Projekte, mit denen Waren weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurde. Dazu zählen „Plastik im Museumsgarten“ genauso wie die „Planwagentour“, die Galerie im Rathaus, und die kreative textile Werkstatt.

Der Kultur- und Kunstverein war das zweite Zuhause von Christiane Bastian, mehr als 20 Jahre lang war sie die ehrenamtliche Vorsitzende, mehr als 20 Jahre lang konnte sich niemand in der Stadt einen Kultur- und Kunstverein ohne sie vorstellen.

Dabei hatte „Stine“ auch immer den Nachwuchs im Blick, wollte schon kleinen Kindern vermitteln, was Kunst ist und was Kunst kann. So gründete der Verein vor knapp sieben Jahren in Zusammenarbeit mit Katharina Sell die Kinder- und Jugendkunstschule.
Die konnte kurze Zeit später ins „HAUS ACHT“ ziehen und ist seither Anlaufpunkt für viele kleine Künstler, Kitas und Schulen.

„Auch wenn die Hürden groß schienen, Christiane Bastian hat sich nicht abschrecken lassen und fand immer eine Lösung“, hieß es in der Laudatio zur Vergabe des Richard-Wossidlo-Kulturpeises der Stadt Waren. Den hat „Stine“ – damals längst überfällig – im Jahr 2014 bekommen. Für ihr überragendes Engagement, aber auch für ihren Verstand und ihr großes Herz, mit dem sie bei der Sache war.

Dieses große Herz hat jetzt aufgehört zu schlagen. Unsere Gedanken sind bei den Söhnen von Christiane und ihrer Familie.

Mach’s gut „Stine“, Waren vergisst Dich nicht, und im Himmel wird’s jetzt ganz sicher viel bunter.


7 Antworten zu “Nachruf: Waren trauert um Christiane Bastian”

  1. Antje Thiele sagt:

    Ich bin betroffen, traurig und fassungslos. Ruhe in Frieden.

    Eine GROßE Lücke in der Warener Kunst- und Kulturszene.

  2. MS sagt:

    Es ist wirklich schade, so einen tollen Menschen zu verlieren.
    Wir kannten uns noch aus der Schulzeit, gingen gemeinsam aufs Gymnasium und haben gemeinsam bei Frau Doris Rudolf im Turnverein trainiert. Du warst damals eine hervorragende Turnerin, die ich immer bewundert habe. Du warst immer ehrgeizig und hattest immer Erfolg.
    Ich war total schockiert über die Nachricht von deinem Tod.
    Ich wünsche deiner Familie sehr viel Kraft und werde dich immer in meinem Herzen bewahren.
    In Trauer
    Marion

  3. Sonja Suntrup sagt:

    Was für eine traurige Nachricht. Ich werde sie immer als kooperativen, sehr optimistischen und kreativen Menschen in Erinnerung behalten.

  4. Kerstin Borchardt sagt:

    Stine, wir hatten sehr gehofft, dass Du es schaffen würdest!

  5. Jan Stobbe sagt:

    Wir wohnten nicht lange in Waren aber in der kurzen Zeit haben wir Dich und den Kulturverein kennen- und schätzen gelernt. Wir sind traurig und denken an Dich, deine Familie und alle die Dich mochten.
    Franzi und Jan

  6. Ute Köpke sagt:

    Durch Zufall habe ich eben den traurig schönen Nachruf gelesen. Stine hat unvergessliche Spuren hinterlassen …und im Himmel wird’s jetzt ganz sicher viel bunter.

  7. Doreen Kalsow-Lange sagt:

    Vor vielen Jahren arbeitete ich im Kulturverein und lernte so Stine als meine Chefin kennen. Sie brachte mich in diese bunte Künstlerwelt, die so Wunderbar war. Soviel Freundlichkeit, Geduld und Schaffenskraft habe ich immer beneidet. Sie war einfach nur toll und gab Jeden eine Chance.
    Ich bedanke mich für diese bunte Welt

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