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Neues CT-Gerät ermöglicht schnellere und komfortablere Untersuchungen im Müritz-Klinikum

6. Mai 2017

Das MediClin Müritz Klinikum verfügt seit kurzem über ein neues Computertomographie-Gerät (CT) mit 128 Zeilen.

Neben dem neuen MRT, das seit einigen Wochen täglich in Betrieb ist (WsM berichtete), werden nun die umfangreichen diagnostischen Möglichkeiten in der Radiologie der Warener Akut-Einrichtung der Grund- und Regelversorgung abgerundet.

Das hochmoderne medizinische Gerät kann in kürzester Zeit große Bereiche des Körpers bzw. den gesamten Körper bei geringster Strahlenbelastung abdecken.

Durch neuartige „iterative“ Rekonstruktionsalgorithmen ist die Strahlenbelastung bei diesen Geräten erheblich geringer als bei CT-Geräten herkömmlicher Bauart. Auch die Untersuchungszeit ist deutlich kürzer.

Musste bei Untersuchungen der Lunge oder des Bauchraums bisher ca. 25 Sekunden die Luft angehalten werden, sind es nun nur noch weniger als 5 Sekunden. Das Vorgängergerät verfügte lediglich über 6 Zeilen. Möglich sind jetzt auch Ganzkörperuntersuchungen „in einem Rutsch“ mit einer Untersuchungslänge von bis zu zwei Metern. Dies findet bei der Untersuchung von Schwerstverletzten mit dem sogenannten „Polytrauma-CT“ Anwendung.

Zudem ist der neue CT deutlich leiser, da er über eine eingebaute Wasserkühlung verfügt. Eine weitere Neuerung bietet die „Dual-Energy“ Technik, bei der gleichzeitig Bilder mit unterschiedlicher Röhrenspannung erzeugt werden, wodurch die Unterscheidung der unterschiedlichen Nierensteinarten oder die Erkennung von Ablagerungen bei Gicht möglich ist.

„Wir freuen uns, mit dieser Investition eine neue Dimension der CT-Bildgebung mit höchster Detailgenauigkeit bei geringster Strahlenbelastung und bestmöglichem Patientenkomfort bieten zu können. Präzise Aussagen bei höchster Bildqualität werden hierdurch bei allen Fragestellungen im Bereich der CT-Bildgebung für Patienten und Zuweiser garantiert.“, sagt Christian Stöckigt, Chefarzt der Radiologie.

Doch nicht nur die Zahl der modernen Geräte wächst in der  Radiologie: Inzwischen arbeiten vier Ärzte im Team, erst vor kurzem hat Chefarzt Stöckigt mit Assistenzarzt Martin Krtschil nun auch männliche Verstärkung bekommen. Die vier haben auch durch das neue MRT alle Hände voll zu tun.

Foto unten: Das Ärzteteam der Radiologie am neuen CT-Gerät: Assistenzarzt Martin Krtschil, Oberärztin Dr. Silke Dinsel, Assistenzärztin Katja Müller-Jordan und Chefarzt Christian Stöckigt (von links).

Text und Fotos: Jenny Thoma, MediClin Müritz-Klinikum

 

Was ist eine Computertomografie?

Die Computertomografie (CT) ist ein sogenanntes bildgebendes Verfahren, welches auf Röntgenstrahlung basiert. Eine Röntgenröhre, welche rotiert, dreht sich dabei um den liegenden Patienten. Die Röntgenstrahlen durchdringen den Körper und werden von den verschiedenen Organen je nach Dichte des Gewebes unterschiedlich stark abgeschwächt. In der Bildgebung erscheint Gewebe mit hoher Dichte (wie z.B. Knochengewebe) auf den Aufnahmen hell, Gewebe mit niedriger Dichte (wie z.B. Lungengewebe) erscheint dagegen dunkel.

Die Röntgenstrahlung wird mithilfe von gegenüberliegenden Detektoren aufgefangen. Im Anschluss berechnet der Computer aus den einzelnen Schnittbildern dann dreidimensionale Bilder, die der Diagnostik dienen. Die Computertomografie erlaubt auch eine selektive Darstellung unterschiedlicher Gewebe, damit man beispielsweise die Lunge, Knochen oder andere Organe deutlich besser beurteilen kann.


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