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Ohne Genehmigung: Neuer Eigentümer „killt“ kompletten Baumbestand auf Tiefwarensee-Grundstück

3. März 2018

Das ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten: Auf einem großen Grundstück direkt am Tiefwarensee sind sämtliche Bäume gefällt worden. Und zwar ALLE ohne eine einzige Genehmigung.

Stadt-Pressesprecherin Steffi Schabbel bestätigte entsprechende Recherchen von „Wir sind Müritzer“.

Das Grundstück, das unmittelbar an der Einfahrt zum Areal des Müritzsportclubs liegt, stand nach WsM-Informationen im vergangenen Jahr für einen größeren sechsstelligen Betrag zum Verkauf und hat schließlich auch den Besitzer gewechselt. Der neue Eigentümer, so Steffi Schabbel, habe jetzt den kompletten Baumbestand gefällt.

Ersten Schätzungen zufolge dürften mindestens 20 Bäume „gekillt“ worden sein, darunter auch ziemlich dicke und große Exemplare. Sie standen offenbar nicht nur künftigen Bauvorhaben im Weg, sondern haben wohl auch den Zugang zum Wasser erschwert.

Mit den Verantwortlichen der Stadt Waren soll es dazu in der kommenden Woche einen Vor-Ort-Termin geben, ein Prüfverfahren ist nach Auskunft der Sprecherin eingeleitet worden.

Doch wie meinte eine Passantin gestern Nachmittag: „Dem passiert eh nichts, hier steht bestimmt bald eine hübsche Villa.“

Warten wir’s ab.


23 Antworten zu “Ohne Genehmigung: Neuer Eigentümer „killt“ kompletten Baumbestand auf Tiefwarensee-Grundstück”

  1. Jürgen Pf sagt:

    Der wird paar Tausend € Strafe aufgebrummt bekommen die er dann später von der Steuer absetzt und wird sich über die Ossis 😆.Gewisse Vorzeigebauherren haben es bereits gezeigt wie man Stadtvertreter verarscht,im wahrsten Sinn des Wortes.Geld regiert die Welt🤮🤮🤮,und es wird besonders in Waren zum Sport für ein gewisses Klientel wenn ich viel💰habe schauen die Behörden nicht so genau hin !!!!

  2. Raoul Bajorat sagt:

    Ich hatte mir die Expertise zum Grundstück auch angesehen. Die maximal mögliche Bebauungsfläche war mit 30 Quadratmetern angegeben, wenn ich mich recht erinnere.

    Da bin ich jetzt mal gespannt, ob es dabei bleibt, oder ob irgendwer im richtigen Moment wegschaut, wenn die Bodenplatte betoniert wird.

  3. Frank sagt:

    In Waren doch Momentan normal. Jetzt bin ich ja gespannt was auf dem Gunstück gebaut wird. Hatte es mir auch angeschaut und Abstand genommen, da man nur so groß bauen durfte wie die alten Gebäude groß waren. Würde mich mal interessieren ob es jetz eine neue Bestimmung gibt.

  4. HPF sagt:

    Das lustige Bäumefällen in Waren erfreut sich zunehmend wachsender Beliebtheit. Das liegt wohl vor allem daran, daß die Vertreter der Stadtverwaltung bemerkenswert halbherzig zuschauen, die Mitglieder des Rates völlig rat- und hilflos, die Strafen lächerlich gering sind und sich die Warener Bevölkerung im Großen und Ganzen uninteressiert und hilflos still verhält.
    Die Liste der Baumfällaktionen in Waren ist inzwischen erschreckend umfangreich und es ist nicht zu erkennen, das dieser schändliche Frevel ein Ende nähme. Zumal die Sanktionen für diese Schandtaten lächerlich und von den Verursachern leicht aus der Portokasse zu begleichen sind. Die lustige Bäumefällerei in Waren ist bundesweit beispiellos und wird auch in Zukunft so weitergehen. Die Behörde ist offensichtlich nicht fähig, dem Einhalt zu gebieten. Waren wird leider mehr und mehr entlaubt und immer kahler. Und die sog. Ersatzpflanzungen – wenn überhaupt – erfolgen mit kleinen, niedlichen und unauffälligen Bäumchen. Das ist billig und kein Ersatz für einen niedergesägten und damit vernichteten über viele Jahre und Jahrzehnte gewachsenen Baumbestand.
    In Waren macht schlechtes Beispiel inzwischen erkennbar Schule, und zwar unabhängig von dem ewigen und längst überholten Wessi/Ossi-Gequake. Und das, zum Schaden der Natur und der Atraktivität Warens als Wohn-und als Touristenstadt. Man mag sich nicht ausmalen, wie das -angesichts dieser Stadtverwaltung und dieses ohnmächtigen Stadtrates- wohl noch weitergeht.
    Mit Sicherheit wird der kahlschlagende Bauwillige noch dadurch „belohnt“, daß er den bisher genehmigten kleinen Bebauungsmaßstab nach Belieben sprengen darf. Man darf sich wohl wieder einmal die Frage stellen, welch tiefere Gründe diese anhaltenden Freveltaten ermöglichen.
    Das ganze ist wieder einmal eine nicht wieder gut zu machende Schande für unsere -bald ehemals schöne- kleine Stadt. Und die Bevölkerung schaut dem schändlichen Treiben ohnmächtig, untätig oder auch uninteressiert zu.

  5. Andre Vier sagt:

    Das lustige Bäumefällen gibt es nicht nur in Waren , sondern auch in Malchow, siehe August-Bebel-Str. 55b. Dieser Bäumefäller setzt sich auch über alle Anweisungen vom Umweltamt hinweg. Unlängst wurde eine tolle Blutbuche dermaßen geschändet (ohne Genehmigung) ,dass einem die Harre zu Berge stehen. Bin gespannt wie es dort weitergeht??

  6. Christine Koschau sagt:

    Wird auch Zeit, dass dort endlich aufgeräumt wird. Wenn ich diesen Garten gekauft hätte würde ich es auch so machen. Man bekommt auch wieder einen Blick auf den Tiefwarensee.Das ist auch gut für unseren Tourismus. Siehe Wanderweg um den Tiefwarensee.

    • WRN sagt:

      Hallo Frau Koschau , aufräumen (Buschwerk u.ä.) ist ja in Ordnung , aber Bäume ( und nicht gerade kleine) OHNE Genehmigung fällen , das geht gar nicht , aber wie es auch schon in den anderen Kommentaren steht , ist das ja in Waren schon normal und wegen dem Tourismus/Wanderweg kann ich nur sagen. Der kann ruhig so bleiben wie er ist. Mann muss nicht alles zu betonieren/asphaltieren

  7. ureinwohner sagt:

    Ich schließe mich den vorigen Kommentaren an. Und bin schockiert!

    Seit der ersten Aktion im letzten Jahr, war mir klar, dass mit der harmlosen Reaktion der Aufsichtsbehörden der Stadt Waren Nachahmern Tür und Tor geöffnet wurde.

    Mit diesem Fall gehen wir von einzelnen Bäumen über zur Abholzung eines kleinen Wäldchens. Dimensionen, die ich nie für möglich gehalten hätte.

    Aus meiner Sicht ein Fall für die überregionalen Medien.

  8. Micha sagt:

    So ein Grundstück, für das Geld , kauft normal kein Mensch ohne massive veränderungen vorzunehmen . Groß bauen ist nicht , Sonne in der Ecke auch nicht ,also Luft schaffen sonst kannst auch gleich im Urwald eins kaufen und das wird bestimmt billiger als in Waren . Mal sehen, was sich dort generell so ändert ,an Baumaßnahmen in dieser Ecke . Der MSC will ja auch einige Hunderttausend Euro verpulvern .

  9. Elimar sagt:

    Bäume versperren die Sicht, behindern das Abstellen von richtig großen Autos, werfen Schatten auf die Terrasse, machen im Herbst Laub, im Sommer Zapfen und jede Menge anderen dreck, den man wegfegen muss. Dann sind Löcher drin, in denen sich Gewürm einnistet. An den Zweigen hängen da Spinnweben dran; die man ins Gesicht kriegt; igitt. Und die lärmenden Vögel kacken munter runter;igittigitt.

    Für Bäume können nur Ewiggestrige sein, die noch nicht ganz von selbigen gestiegen sind. Ein bisschen Zivilisation täte denen not. Frau Koschau hat recht!!!

  10. Er sagt:

    Wer regt sich denn so über ein paar Bäume am Tiefwarensee auf? Es ist genug Wald vorhanden und die Qualität der Luft im Kurort und Bad wird nicht darunter leiden.
    Für ein sinnloses Hotel am Kietz, welches das Nachbargrundstück erheblich im Wert mindert, welches vom einst geplanten Grandhotel zum billigen Garni verplant wurde, wurden sooo viele alte Bäume gefällt…. kein Hahn hat danach gekräht….
    Bin gespannt wie die Zufahrt und Parkordnung dort in Zukunft funktioniert…. Waren verloddert immer mehr in einem Sumpf aus Geld, Intrigen und Möchtegernaufregern…..

    • Mario sagt:

      „Wer regt sich denn so über ein paar Bäume am Tiefwarensee auf?“ – ICH!
      Was hier momentan in Waren um sich greift ist die pure Selbstherrlichkeit. Da wird einfach mal die Säge angesetzt, zuletzt eben auch in Ecktannen (wie auch bei WsM berichtet wurde).
      Mal ehrlich – es ist einfach zum ko…, Einige denken wirklich, dass man mit genug Kohle sich alles erlauben darf. Und da mach ich keinen Unterschied zwischen gewerblichen und privaten Tun. Ist der Schaden einmal angerichtet, dann dauert es Jahrzehnte, bis der Baumbestand wieder seinen alten Stand erreicht. Aber da ist der Verursacher eh nicht mehr existent, also wird es ihn kaum jucken…

  11. **** sagt:

    Ganz ehrlich es geht um ein paar Bäume, wenn man ein Grundstück kauft, will man das auch so gestaltet wie man möchte.

    • WRN sagt:

      Mit GEHNEHMIGUNG herzlich gerne. NOCH leben wir in der Bundes Republik Deutschland (wo es Regeln und Vorschriften gibt ) und nicht in einer Bananenrepublik , auch wenn man manchmal einen anderen Eindruck bekommt

  12. Reko sagt:

    Im Bundesdeutschen Gartengesetz ist sogar verankert, dass Waldbaeume im Garten nichts zu suchen haben. Man hätte ruhig die letzten 6 auch noch umlegen sollen

    • Wikipedia sagt:

      Diese Waldbäumeregel gilt aber nur beim Pflanzen (weil diese Bäume zu hoch wachsen) und nur auf Gartenflächen (im Sinne von Kleingartenverein-Gartenflächen und nicht um den „heimische Garten“ hinterm Einfamilienhaus).
      Und ja, hätte man gerne umlegen können: Allerdings erst nach Genehmigung!

  13. Liane sagt:

    Es ist mir unverständlich, dass Pflanzen und Tiere in den Augen vieler Menschen offensichtlich nicht sich selbst gehören, so wie wir Menschen es für uns selbstverständlich in Anspruch nehmen. Hier geht es nur darum, was gut für den Tourismus ist oder ob Menschen den Blick auf den See haben. Die Gesetze zum Schutz von Brutgebieten gibt es nicht umsonst. Heutzutage gibt es ein äußerst besorgniserregendes Vogel- und Insektensterben. Wenn die Insekten sterben, dann werden auch wir sterben. Aber Menschen, die so argumentieren freuen sich wahrscheinlich noch, dass ihre Autoscheibe sauberer ist.

    • Peggy Wendt sagt:

      Wir haben im vorigen Jahr eine Radtour um den Tiefwarensee gemacht und haben 1!! einziges Entenpaar auf dem gesamten See gesehen. Das fand ich schon erschreckend, zumal ich ihn bis Ende der 90er als gut besiedelt in Erinnerung habe, u.a. auch mit Haubentauchern, Blesshühnern u.ä. Aber wo sollen sie auch hin, wenn sich dort jeder sein eigenes Territorium absteckt mit Kahlschlag auf dem Grundstück bis ans Wasser, bestenfalls langweiligen Rasen sät, den eigenen Badesteg baut und die Stadt am liebsten auch noch den Rundweg asphaltieren möchte, naürlich ohne das ganze störende Schilf am Rand und die Bäume, die einem die Sicht nehmen. Fehlt bloß noch so ein richtig großer Protzklotz für die Urlauber direkt am oder im Wasser. Armes Waren!!!

  14. HPF sagt:

    Ja wirklich: Armes kahlschlaggebeuteltes Waren. Mit, und immer öfter ohne, Genehmigung. Natur- und Landschaftsschutz haben in Waren leider schlechte Karten. Und das zum Schaden von Mensch und Tier. Die Stadt verliert an Attacktivität für Einheimische und Touristen ….. nur weiter so !!

  15. Uwe sagt:

    Es geht dieser gierigen Stadtvertretern doch nicht um die Bäume.Es geht ihnen
    um Geld. Beim aussprechen einer Genehmigung zum fällen der Bäume, hätten sie auch
    noch ein kleines (oder großes) sogenanntes Handgeld einstecken können. Das hat sich
    jetzt wohl erledigt. Oh wie schade für meine ehemaligen Stadtvertreter. Ein Glück und ein Grund mit dafür, dass wir dieser sogenannten tollen Stadt den Rücken gekehrt haben.

  16. Uwe sagt:

    Es geht diesen gierigen Stadtvertretern doch nicht um die Bäume. Es geht ihnen doch
    ums Geld. Beim aussprechen einer Genehmigung zum fällen der Bäume, hätten sie auch
    noch ein kleines (oder großes) sogenanntes Handgeld einstecken können. Das hat sich
    jetzt wohl erledigt. Oh wie schade für meine ehemaligen Stadtvertreter. Ein Glück und ein Grund mit dafür, dass wir dieser sogenannten tollen Stadt den Rücken gekehrt haben.

  17. Petzibaer sagt:

    Lieber Uwe,
    geht es auch eine Nummer kleiner?
    Alle Stadtvertreter pauschal Korruption zu unterstellen, finde ich etwas verwegen. Hat vielleicht jemand dieses Grundstück vorher überhaupt mal gesehen? Unschön, zugewuchert, vermodert.
    Natürlich ersetzt das kein Genehmigungsverfahren.
    Aber deswegen gleich unserer schönen Stadt den Rücken gekehrt?
    Na hoffentlich sind Sie dann nicht in Recklinghausen oder Essen -Nord gelandet.

    • Uwe, Prang sagt:

      Hallo Petzibaer

      Ich bin nicht in Essen-Nord gelandet, sondern in Müggelheim. Links Wald, rechts Wald, links Wasser und rechts Wasser, genau wie in Waren. Es ist nur etwas ruhiger. Ich glaube schon das ich mir in meinem Alter diese Meinung erlauben kann. Diesen so genannten Herrschaften ist nicht nur die Stadt, sondern es sind ihnen auch die Einwohner vollkommen egal. Was für sie wichtig ist, wieviel Geld sie zusammen bekommen können. Auf welcher Weise ist ihnen vollkommen egal.
      Ich finde es auch immer sehr schön, wenn man nicht einmal den Mut hat, seinen richtigen Namen anzugeben.

      Schöne Grüße aus Müggelheim
      uwe

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