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Polizeiaufgebot bei Verhandlung am Amtsgericht

27. März 2018

Es war eigentlich eine unspektakuläre Verhandlung, aber dennoch waren rund 20 Polizisten nötig, damit der Richter sie zu Ende führen konnte. Vor dem Warener Amtsgericht musste sich heute eine Frau aus Jabel verantworten, die der Reichsbürger-Szene zuzuordnen ist. Sie soll an eine Mitarbeiterin des Justizministerium Sachsen-Anhalt, die sie für die Ministerin hielt, einen Brief geschrieben haben, in dem sie die Frau aufforderte, eine gegen einen Mann verhängte Freiheitsstrafe aufzuheben. Anderenfalls werde sie mit der dafür vorgesehenen Strafe – Händeabhacken – rechnen müssen.

Aufgrund dieses Briefes erhielt die Frau aus Jabel einen Strafbefehl, gegen den sie Einspruch einlegte. Zur Verhandlung erschien sie aber nicht, legte ein ärztliches Attest vor.

In der heutigen Verhandlung ging es nun darum, ob dieses Attest eine Entschuldigungsgrund war.

Im Gefolge der Dame aus Jabel waren rund 35 Sympathisanten, die offenbar ebenfalls zur Reichsbürger-Szene gehören. Und sie störten die Verhandlung dermaßen, dass der Richter unterbrechen musste und die Polizei zur Unterstützung rief. Als die Beamten eintrafen, konnte die Verhandlung fortgesetzt werden.

Einige Besucher mussten den Saal in Begleitung der Polizei verlassen und sich ausweisen.

Bei der Angeklagten handelt es sich übrigens um jene Frau, die vor kurzem mit einem Video für Aufsehen gesorgt hat. Sie filmte, wie ihr Sohn nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei festgenommen wurde.


Eine Antwort zu “Polizeiaufgebot bei Verhandlung am Amtsgericht”

  1. Anton Nuemus sagt:

    Da hätte die Polizei doch mal etwas aufräumen können. Das ärztliche Attest war hoffentlich von einem Psychiater, das wäre der einzig richtige Ansprechpartner für die Kranke

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