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Propeller-Neugierige bescheren MS-Gruppe 1300 Euro

19. Dezember 2014

Der Tag der offenen Tür im Mecklenburger Metallgusswerk ist zwar schon ein viertel Jahr her, doch er wirkt nach. Diese „Nachwirkungen“ nehmen die Mitglieder der Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppe Waren sehr gerne in Kauf. Denn der Tag der offenen Tür, an dem rund 3000 Interessierte durch die Hallen des Betriebes schlenderten, brachte der Selbsthilfegruppe jetzt 1300 Euro.

Die neun Mitglieder der MS-Gruppe sind nicht diejenigen, die stets und ständig in der Öffentlichkeit stehen und laut „hier“ rufen, wenn es Geld zu verteilen gibt. Um so glücklicher waren sie gestern, als der Geschäftsführer des Mecklenburger Metallgusswerkes, Manfred Urban, und Riccardo Musolf als Chef von Müritz-Catering, ihnen die Spende überreichten.

Zusammengekommen ist das Geld durch den Verkauf von Essen und Trinken. „Herr Musolf rechnet nur den Wareneinsatz ab, alles andere wird gespendet. Das hat bei uns schon Tradition“, erklärte Manfred Urban. Alle zwei Jahre öffnet der Weltmarktführer seine Hallen, um Einheimischen die Chance zu geben, einmal zu sehen, was in ihrer Region produziert wird. „Wir bekommen im Laufe des Jahres sehr viele Anfragen nach Betriebsbesichtigungen, die wir nicht alle erfüllen können. Deshalb ist der Tag der offenen Tür eine gute Gelegenheit, hier bei uns Propeller-Luft zu schnuppern“, so Manfred Urban.

Die MS-Selbshilfegruppe trifft sich unter Leitung von Petra Kleemann einmal im Monat, tauscht Erfahrungen aus, unternimmt aber auch viel zusammen. Vor allem die Veranstaltungen des Landesverbandes interessieren die Betroffenen, denn dort wird über die neuesten Behandlungsmethoden und Medikamente der bislang unheilbaren Krankheit gesprochen.

„Die Teilnahme an den Veranstaltungen, Seminaren und therapeutischen Angeboten wird nicht komplett von den Kassen getragen. Da unsere Mitglieder aufgrund der Krankheit häufig nur eine kleine Rente bekommen, ist das Geld knapp. Deshalb können wir die Spende gut gebrauchen“, sagte Sozialarbeiterin Margit Ottilie aus Rostock, die auf für die Warener Gruppe zuständig ist.

Multiple Sklerose ist eine Nervenkrankheit, die man auch „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“ nennt. Sie ist eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die ganz unterschiedlich verlaufen kann und meist im frühen Erwachsenenalter beginnt. Viele Betroffene haben Sehstörungen oder Schwierigkeiten beim Laufen.

Bild: Freude bei den Mitglieder der MS-Selbsthilfegruppe: Manfred Urban (rechts) und Riccardo Musolf (2.v. rechts) übergaben 1300 Euro an die Gruppe.

MS


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