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Schlechte Apfelernte, aber Versorgung ist gesichert

31. August 2017

Die Apfelernte 2017 in Mecklenburg-Vorpommern ist alles andere als gut. Wie Landwirtschaftsminister Till Backhaus erklärt, gibt es deutlichenErtragseinbußen aufgrund der Frühfröste im November 2016 und der kühlen Witterung zur Blüte. In Deutschland werden Erträge in Höhe von rund 550.000 Tonnen erwartet. Das sind lediglich 55 Prozent des Vorjahres mit ca.einer Million Tonnen. Hierzulande werden die Erträge in ähnlicher Größenordnung eingeschätzt.

Das heißt, der erwartete Ertrag wird bei rund 20.000 Tonnen liegen – 2016 war es rund mit rund 37.000 Tonnen fast doppelt so viel. „Ein unglaublicher Rückschlag“, so Minister Backhaus.

Trotz der erwarteten Ertragsausfälle sei die Versorgung mit Äpfeln aber gesichert. Auch führe das verminderte Angebot dazu, dass weniger betroffene Regionen Ertragsausfälle durch bessere Preise etwas ausgleichen können.

In Mecklenburg-Vorpommern bauen ca. 35 Betriebe auf einer Fläche von ca. 1.500 Hektar Äpfel an. Das sind ca. 3,5 Prozent der deutschen Baumobstfläche. Bei der durchschnittlichen Betriebsgröße liegt MV mit ca. 46 Hektar pro Betrieb im Spitzenfeld, nur Sachsen hat mit über 60 Hektar pro Betrieb größere Einheiten. Bundesweit sind es nur 6 ha pro Betrieb. „Das unterstreicht die Bedeutung des Obstbaus in unserem Bundesland“, betont Backhaus.

Der Apfel ist die in Deutschland mit Abstand meist verzehrte Obstart. Bei einem Gesamt-Pro-Kopf-Verbrauch von ca. 63 Kilogramm Früchten im Erntejahr 2015/16, nahmen Äpfel mit rund 19 Kilogramm pro Kopf den Spitzenplatz ein. Weltweit gibt es 20.000 verschiedene Sorten. Etwa 1.000 davon werden in Deutschland angebaut. Die absolute Lieblingssorte der Deutschen ist dabei der aromatisch-saftige Elstar, gefolgt vom süß-säuerlichen Braeburn und dem feinsäuerlichen Jonagold.

Unschlagbar, so Backhaus, ist der Gesundheitswert des Apfels: „Die Fruchtsäuren wirken wie eine biologische Zahnbürste und wirken außerdem gegen Rheuma und Gicht. Die Fruktose fördert die Konzentration und hält den Blutzuckerspiegel konstant. Polyphenole und Karotinoide schützen vor Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs. Das in den Zellwänden des Apfels steckende Pektin hat eine cholesterinsenkende Wirkung und die Ballaststoffe regulieren die Verdauung. Darüber hinaus sind Äpfel echte Vitaminspender.“

Frische Äpfel für die Schulen des Landes

Diese Eigenschaften machen Äpfel insbesondere für die Ernährung von Kindern wertvoll: „Mit unserem Schulobstprogramm in MV haben wir die Voraussetzungen geschaffen, bereits im Kindesalter das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung zu schärfen“, sagt der Minister. Im Rahmen der „Apfelkiste“, als Teilprojekt des Landesschulobstprogrammes, werden teilnehmende Schulen einmal pro Woche mit frischen Äpfeln der Saison aus Mecklenburg-Vorpommern beliefert.

2016/17 wurden von den hiesigen 388 Grund- und Förderschulen 249 Schulen mit rund 34.000 Schülern wöchentlich mit 97.320 Kilogramm Äpfeln aus regionalem Anbau versorgt. Hierfür stand ein Budget von 145.100 Euro zur Verfügung.

Ab dem neuen Schuljahr 2017/18 bis 2023 wird ein neues EU-Schulernährungsprogramm aufgelegt, an dem sich Mecklenburg-Vorpommern beteiligen wird. Darin ist die kostenfreie Abgabe von Schulmilch sowie Schulobst- und -gemüse an sechs- bis zehnjährige Kinder in teilnehmenden Schulen möglich. Pro Jahr stehen dafür rund 600.000 Euro zur Verfügung.

Auch die Obstbaubetriebe erhalten Unterstützung: „In der aktuellen Förderperiode fördern wir die umweltschonende Produktion von Obst und Gemüse über ein Förderprogramm zur Erhaltung der Biodiversität. Daran beteiligen sich 45 Betriebe mit insgesamt 3.900 Hektar Anbaufläche“, so der Minister.


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