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Schuljahr 2016/2017: Unterrichtsausfall auf konstantem Niveau

3. Februar 2018

An den öffentlichen allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind im Schuljahr 2016/2017 nahezu vergleichbar viele Stunden ausgefallen, die durch Vertretung nicht abgesichert werden konnten, wie in den Schuljahren zuvor. Seit elf Jahren bleibt der originäre Unterrichtsausfall damit auf konstantem Niveau. Das geht aus dem jüngsten Bericht zur Situation des Vertretungsunterrichts hervor. Im vergangenen Schuljahr lag der originäre Unterrichtsausfall bei 2,1 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Schuljahr 2015/2016.

„An unseren Schulen sollen so wenige Stunden wie möglich ausfallen“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ich habe großes Verständnis dafür, dass Eltern unzufrieden sind, wenn Unterricht nicht erteilt werden kann. Die Situation ist von Schule zu Schule jedoch verschieden. Die Gründe für den Unterrichtsausfall sind unterschiedlich. Grundsätzlich bin ich aber froh, dass sich die Zahl der Ausfallstunden nicht erhöht hat. Dies ist bei einem Durchschnittsalter unserer Lehrkräfte von 50 Jahren nicht selbstverständlich. Ich danke unseren Lehrern, die Woche für Woche für guten Unterricht sorgen“, so Hesse.

Forderungen nach einem Vertretungsbudget für jede Schule erteilte die Bildungsministerin eine Absage. „Vertretungsbudgets für jede Schule oder jede Lehrkraft bringen nichts. Ein solches Instrument wurde zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 eingeführt und musste noch im ersten Halbjahr desselben Schuljahres wieder abgeschafft werden“, führte Hesse aus. „Das Problem bei solchen Regelungen ist, dass man zwar Vertretungsbudgets gleichmäßig über alle Schulen ausreichen kann, sich aber die Krankschreibungen der Lehrkräfte nicht gleichmäßig auf alle Schulen verteilen. Feste Budgets führen also dazu, dass manche Schulen völlig über- und andere völlig unterversorgt sind“, erläuterte Hesse.

Auch an den öffentlichen beruflichen Schulen ist der originäre Unterrichtsausfall im Schuljahr 2016/2017 auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes geblieben. Im vergangenen Schuljahr lag er bei insgesamt 5,9 Prozent. An den beruflichen Schulen ist damit jede zweite zur Vertretung angefallene Unterrichtsstunde tatsächlich ausgefallen.

„Kurzfristige Krankmeldungen von Lehrern in Phasen des Blockunterrichts bleiben eine große Herausforderung für die Schulleiter. Es ist schwer, umgehend Ersatz zu finden“, sagte Ministerin Hesse. „Eine Lehrkraft für Metalltechnik kann nicht einfach den Fachunterricht in einer Klasse übernehmen, in der Restaurantfachleute lernen. Ich bin daher froh, dass auch hier der Unterrichtsausfall nicht gestiegen ist. Die gute Nachricht: Das Land hat acht Stellen für Vertretungslehrkräfte an den beruflichen Schulen eingerichtet. Alle acht Stellen sind besetzt“, erläuterte Hesse.


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