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Schwere Vorwürfe gegen den SPD-Fraktions-Geschäftsführer

20. Januar 2015

Gegen den Geschäftsführer der SPD-Kreistagsfraktion, Ike Hagemann, wird wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Bedrohung sowie Diebstahl ermittelt. Hagemann, der auch stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Waren ist, soll sich an einem Abend im Oktober 2014 nicht unter Kontrolle gehabt haben. Das Ermittlungsverfahren liegt derzeit bei der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg auf dem Tisch.

Der Vorfall soll sich am 4. Oktober 2014 in den frühen Morgenstunden vor einem Warener Pub ereignet haben. Demnach wurde die Polizei gerufen, weil sich angeblich mehrere Personen in den Haaren liegen. Vor Ort angekommen, stellten die Beamten zwei Streithähne fest. Dabei ging es um eine Jacke, die einer dem anderen gestohlen haben soll und nicht zurückgeben wollte. Derjenige, der die fremde Jacke trug, war nach Informationen von „Wir sind Müritzer“ Ike Hagemann. Erst, als die Polizei vermittelte, gab es sie zurück.

Polizeikelle Halt PolizeiDoch damit war die Sache nicht beendet. Nach der Anzeigenaufnahme soll der SPD-Mann, die Polizisten aufgefordert haben, zu gehen, kurz danach schubste er einen Beamten ohne ersichtlichen Grund und schlug ihm ins Gesicht. Der Beamte erlitt eine Schwellung im Unterkieferbereich.

Um weitere Angriffe des Mannes abzuwehren, brachten die Polizisten ihn zu Boden und fesselten ihn. Aber auch dagegen wehrte er sich und soll die Polizisten beleidigt und bedroht haben. Deshalb nahmen ihn die Schutzleute in Gewahrsam.

Der Beschuldigte, so die Polizei, soll während der „Begehung der Straftaten“ unter Alkoholeinfluss gestanden haben, eine Blutentnahme wurde durchgeführt.

Am nächsten Morgen soll sich der SPD-Geschäftsführer dann „kooperativ“ gezeigt haben und meinte, sich sein Verhalten gar nicht erklären zu können. Er vermutete, dass ihm jemand in der Gaststätte eine Bewusstseins einschränkende Substanz in ein Getränk getan habe.

Gegen 6.30 Uhr wurde ihm deshalb zur toxikologischen Untersuchung Blut abgenommen.

„Im Ergebnis wurde ein Amphetaminkonsum nachgewiesen“, heißt es von der Polizei. Allerdings sei unklar, ob der Beschuldigte die Substanz selbst eingenommen hat oder nicht.

Hagemann war für „Wir sind Müritzer“ gestern nicht zu erreichen. Andere SPD-Politiker aus dem Kreis hüllten sich in Schweigen oder meinten, davon keine Kenntnis zu haben.

Das Polizeipräsidium Neubrandenburg hat den Vorfall auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“ so bestätigt, allerdings ohne den Namen des Beschuldigten zu nennen.


Eine Antwort zu “Schwere Vorwürfe gegen den SPD-Fraktions-Geschäftsführer”

  1. axel bielaczwewski sagt:

    Ich kenne ike schon mein leben lang, und glaube nicht, das er absichtlich drogen genommen hat, zumal er so seine Karriere aufs Spiel setzen würde. Da steckt mehr dahinter. Warum gibt die Polizei nicht auch den bekannt, der das an die Zeitung gesendet hat? Es ist leicht , jemanden zu diffamieren, aber schwer das gerade zu rücken.

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