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Stadtvertreterin fordert frühere Einbindung in Vorhaben

28. Februar 2017

Die bündnisgrüne Stadtvertretrin Jutta Gerkan zeigt sich erleichtert darüber, dass die geplante Eventplattform auf dem Herrensee doch nicht gebaut wird und mahnt gleichzeitig die frühzeitige Einbindung der Stadtvertreter bei ähnlichen Projekten an. Denn das sei hier nicht der Fall gewesen, das Thema Baumaßnahmen im Müritzeum stehe nämlich erst in dieser Woche auf der Tagesordnung von zwei Ausschüssen.

“Ich bin ebenso wie viele andere erleichtert, dass das Projekt abgebogen werden konnte. Sicher eine kluge Entscheidung des Landrats. Das Wirtschaftsministerium hatte signalisiert, die umstrittene Eventplattform gemeinsam mit anderen Projekten im Müritzeum in Höhe von 1,2 Millionen Euro zu fördern. Das Aus für das `schwimmende Klassenzimmer` kam durch den öffentlichen Proteststurm und die zusätzlichen Kosten für die Naturschutzauflagen“, so Jutta Gerkan gegenüber „Wir sind Müritzer“.

Es habe sie erstaunt, dass ein artenschutzrechtliches Gutachten aus Neubrandenburg zu dem Ergebnis gekommen sei, die einmalige Natur rein finanziell mit 40.000 Euro ausgleichen zu können. Wenn die Ausgleichsmaßnahmen günstiger und insbesondere der öffentliche Druck schwächer gewesen wären, hätte man die Plattform offensichtlich gebaut.

„Aus diesem Grunde wünsche ich mir zukünftig bei ähnlich sensiblen Projekten eine frühzeitige Einbindung der Fachausschüsse und eine Anhörung der fachkundigen Einwohner in Waren, wie von  Gerhard Heclau, Leiter der Fachgruppe Ornithologie `Karl Bartels`. Vor Ort liegt schließlich bestes Fachwissen vor. Nur so lässt sich eine gute Abwägung der verschiedenen Interessen durchführen. Entscheiden müssen letztendlich die Stadtvertreter im Sinne der Allgemeinheit.“


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