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Streit um Pappeln an der Steinmole geht weiter

28. September 2017

Sie stören, die fünf Pappeln am Uferwanderweg an der Steinmole. Nicht die Bäume direkt, sondern die Wurzeln. Deshalb wollte die Stadt diese Pappeln und vermutlich noch einige mehr, fällen. Doch der Landkreis spielte nicht mit und versagte die Genehmigung. Warens Bürgermeister Norbert Möller starteten einen neuen Versuch und ging in den Widerspruch. Jetzt soll er ein Konzept vorlegen.

Im zuständigen Ausschuss begründete die Stadt Waren die geplante Fällung von mindestens fünf Pappeln entlang des Weges an der Steinmole mit den störenden Wurzeln, die sogar schon die Gehwegplatten angeben würden. Zwar gibt die Stadt im Widerspruch zu, dass die Bäume zurzeit vital seien, alleine die Wurzeln seien das Problem.

Der Weg sei stark frequentiert und es bestehe Unfallgefahr. „Die Verkehrssicherheit ist definitiv beeinträchtigt durch die hoch stehenden Platten“, meint Bürgermeister Norbert Möller im Widerspruch. Sogar der Stadtbauhof habe schon eingreifen müssen. Weitere Schäden an der Promenade, die zu den Herzstücken der Stadt gehöre, seien zu erwarten.

Andere Möglichkeiten, die Schäden zu beseitigen und zu verhindern, gebe es nicht. Handlungsbedarf bestehe, weil die Passanten gefährdet seien. Zudem führt Bürgermeister Möller an, dass die Passage für Gehbehinderte mit Rollstuhl oder Rollator ein Problem sei.

Was er aber wohl versäumt hat: Die Betroffenen zu befragen, denn die Mitglieder des Behindertenverbandes sind nach eigenen Angaben nicht beteiligt worden und wehren sich auch dagegen, als Argument für die Fällung herhalten zu müssen.

Das Umweltamt des Landkreises hält es nicht für erforderlich, die fünf Pappeln zu fällen. Nach dem Widerspruch hat der Landkreis  der Stadt allerdings empfohlen, sich mit dem kompletten Altbestand der Bäume zu befassen und bis Ende Oktober ein Baumkonzept vorzulegen. So lange ruht das Widerspruchsverfahren nach Auskunft von Kreissprecherin Haidrun Pergande.

Umweltschützer wie die Mitglieder des BUND wollen sich darauf nicht verlassen und rufen zu einer Protestaktion auf.
Diese findet am kommenden Sonnabend, 30. September, ab 10 Uhr am Weg zur Steinmole vor den Pappeln statt. Mitstreiter, die sich für die Bäume einsetzen möchten, sind nach Auskunft der Organisatoren herzlich willkommen.


4 Antworten zu “Streit um Pappeln an der Steinmole geht weiter”

  1. WRN sagt:

    Lasst die Pappeln stehen!!!!!!!

  2. Peggy Wendt sagt:

    Wer sich von geldgierigen Investoren blenden lässt, kann nicht mehr sehenden Auges des Weges gehen!
    Würde der Herr Bürgermeister sich mal die Mühe machen, (mit seiner Gefolgschaft) den Weg zu inspizieren, würde er möglicherweise feststellen, dass die Gehwegplatten in Hafennähe viel mehr angehoben sind, obwohl dort keine Bäume in unmittelbarer Nähe stehen!!!
    Wenn er seiner Amtsbezeichnung BürgerMEISTER etwas Inhalt verleihen möchte, kann er sich davon am Samstag gern persönlich überzeugen.
    Mit freundlichen Grüßen

  3. HaPe sagt:

    Na endlich greift der Landkreis einmal zu Gunsten des Baumbestandes durch und setzt dem ungezügelten Treiben der Stadt Waren die dringend erforderlichen Grenzen. Die Meinung des Behindertenverbandes und die Initiative des BUND setzen dazu wichtige Zeichen. Bleibt zu hoffen, daß die Verantwortlichen der Stadt endlich begreifen, daß ein ungezügeltes „weiter so“ völlig unakzeptabel ist.

  4. w sagt:

    Es gibt nach meinen Erfahrungen in dieser Stadt keine Entscheidung, bei der nicht irgendetwas dahinter steckt. Dazu kommt noch die sprichwörtliche Flexibilität der Mecklenburger (siehe im Link, Beitrag „Festhalten“ vom 10.9.17).
    Man kann sich über das Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl wundern. Nicht wundern tut es mich, wenn es Wähler waren, die an der regional mancherorts ausgeprägten Günstlingswirtschaft verzweifelt sind. Das macht aber nichts. Bis zur Kommunalwahl ist ja noch Zeit. So gilt: Weitermachen, als dass die Schäfchen dann im Trockenen sind.
    Und dann Krokodilstränen.

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