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Stuer jetzt mit eigenem offiziellen Wappen

23. Januar 2018

Innenminister Lorenz Caffier hat heute dem Bürgermeister der Gemeinde Stuer, Matthias Ruoff, die Urkunde für das neue Gemeindewappen mit der Wappengenehmigung und dem Eintragungsnachweis für die amtliche Wappensammlung des Landes überreicht.
„Die Annahme eines eigenen Wappens spiegelt deutlich das Interesse in der Gemeinde wider, ihre kulturhistorischen Traditionen zu bewahren. Es zeigt auch den ausgeprägten Willen der Gemeindevertretung, die Selbstverwaltung der eigenen Angelegenheiten in eigenen Symbolen sichtbar werden zu lassen“, sagte der Minister. „Jetzt wird die Gemeinde seine Besucher auch mit dem neuen Wappen herzlich willkommen heißen können“, sagte der Minister.

Stuer war jahrhundertelang für das Umland der zentrale Gerichtsort, Berühmtheiten waren hier ansässig oder kamen als Gäste zu Besuch und auch die frühere Berühmtheit als Kurort wirkt noch heute auch, besuchen doch Jahr für Jahr zehntausende Gäste diese schöne Region. Folgerichtig spiegelt sich das auch im Wappen der Gemeinde wider.

Die Dreiteilung des Wappenschildes steht symbolhaft für die drei Ortsteile der Gemeinde Stuer: Bad Stuer, Neu Stuer und Stuer Vorwerk.

Die vom Betrachter aus gesehene Mitte zeigt in Gold ein Kirchengebäude. Die Dorfkirche Stuers wurde urkundlich im 14. Jahrhundert erwähnt, im Dreißigjährigen Krieg jedoch zerstört. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde sie in Fachwerkbauweise neu errichtet. Gut erhalten ist heute noch der Pfarrhof, der nunmehr als Cafè genutzt wird.

Die vom Betrachter aus gesehene linke Seite des dreigeteilten Wappenschildes zeigt in Rot ein goldenes Schwert mit der Spitze nach unten. Das Schwert als Richtschwert soll an die Bedeutung Stuers als Sitz einer Adelsfamilie erinnern, die, wie viele andere auch, im 14. Jahrhundert mit der hohen Gerichtsbarkeit belehnt worden war. Dieses Recht hatte die Adelsfamilie („Flotow“) bis Ende des 17. Jahrhundert inne.

Die vom Betrachter aus gesehene rechte Seite des dreigeteilten Wappenschildes zeigt in Blau ein Äskulapstab über drei goldenen Wellen. Dies soll den Ortsteil Bad Stuer symbolisieren, der Ende des 19. Jahrhunderts für seine Wasserheilanstalt bekannt war. Der Badebetrieb wurde systematisch entwickelt und erreichte einen sehr hohen Bekanntheitsgrad in ganz Deutschland. Überlieferungen zufolge soll sich auch der bekannte Dichter und Schriftsteller Fritz Reuter um 1869 in Stuer behandelt haben lassen. Bis zu 120 Kurgästen bot das Bad Stuer Ende des 19. Jh. Platz. Im Zuge des ersten Weltkrieges kam der Badebetrieb zum Erliegen.

 


3 Antworten zu “Stuer jetzt mit eigenem offiziellen Wappen”

  1. Jo Doese sagt:

    Damit die teils krude Symbolik stimmt, hat Stuer plötzlich nur noch drei Ortsteile. Wird der Teil STUER jetzt abgebaggert, somit die Realität der Erfindung angepasst? Ortsunkundige Realsatire?

  2. Michael Nehls sagt:

    Ich weiss nicht, ob Herr Doese schon mitbekommen hat, dass die Kirche im Ortsteil Stuer steht

    • J.Doese sagt:

      Sie irren sich da Herr Nels.
      Die Grenze zwischen Stuer und Neu Stuer wanderte in den Zeiten etwas hin und her. Mal lief sie am Pfarrhaus entlang, heute befindet sie sich an der Beeck. Das lässt sich im Bürgerportal Stuer, Gemarkung Neu Stuer Flur 1 gut ansehen. (Kann hier leider nicht abgebildet werden).
      Nördlich dahinter, also Reuter-Haus, Gutsverwalterhaus usw. einschließlich Stuer Winkel, bilden den Ortszteil Stuer!
      Damit steht auch die Kirche in Neu Stuer. Auch ehemalige Gaststätte (Martin), Schule usw. zählten seit jeh zu Neu Stuer.
      Es gibt jedenfalls VIER Ortsteile: Stuer, Neu Stuer, Stuer Vorwerk, Bad Stuer. Unabhängig davon, wo die Kirche eingeordnet werden würde. Es würde andernfalls ja sonst Neu Stuer fehlen! Das weiß der BM, ich habe es ihm oft gesagt, auch geschrieben (Text in einigen Tagen auf: http://www.stuer-archiv.de). Die Realität soll aber der Erfindung als „alternativer Fakt“ angepasst werden. Sogar als Zeitungsüberschrift.

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