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Tote von Alt Rehse soll ausgepeitscht worden sein

26. November 2016

Die Staatsanwaltschaft hat vor dem Schwurgericht des Landgerichts Neubrandenburg Anklage in einem Aufsehen erregenden Fall aus dem Sommer dieses Jahres erhoben. Tatort ist Alt Rehse am südwestlichen Ufer der Tollense. Dort haben Polizisten im Sommer bei einem Routine-Einsatz wegen ruhestörenden Lärms zufällig die schon stark verweste Leiche einer 32 Jahre alten Frau gefunden (WsM berichtete ausführlich).

Bei der Toten handelt es sich um die Lebensgefährtin des 51 Jahre alten Hausbesitzers. Die Frau ist durch ihren Auftritt in einer Fernseh-Kuppel-Show zu trauriger Berühmtheit gelangt.

Ihr ehemaliger Partner sitzt seit dem Sommer im Gefängnis, hat aber bislang nur spärliche Aussagen gemacht.

altrehseDie Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wirft dem Angeschuldigten vor, im Sommer diesen Jahres – das genaue Datum lässt sich nicht bestimmen – in Alt Rehse seine damalige Lebensgefährtin gefesselt und mit einer Peitsche so erheblich misshandelt zu haben, dass das Opfer an den Folgen der Misshandlungen verstorben ist.

Der Täter soll dies allerdings nicht beabsichtigt haben. Die Anklage lautet deshalb auf Körperverletzung mit Todesfolge. Dafür muss der Angeklagte mit drei Jahren bis maximal 15 Jahren Freiheitsstrafe rechnen.

Außerdem, so der Pressesprecher des Landgerichtes Neubrandenburg, Carl Christian Deutsch, wird dem Angeschuldigten vorgeworfen, eine Freiheitsberaubung mit Todesfolge begangen zu haben, weil die Frau gefesselt gewesen sein soll.
Hinzu kommt noch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und  Körperverletzung, weil sich der 51 Jährige Systembetreuer, der sich selbst als „Reichsbürger“ bezeichnet, der Verhaftung widersetzt haben soll.

Im Prozess wird es auch um die Schuldfähigkeit des Angeschuldigten gehen.

Und hier geht’s zu einem früheren WsM-Artikel über diesen Fall:

 

Was für ein Drama hat sich in Alt Rehse abgespielt?


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