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Umgehung alleine bringt nur wenig Lärm-Entlastung

28. August 2013

Waren (PM). Bei der gestrigen Informationsveranstaltung zur Ortsumgehung im Bürgersaal hörten mehr als 200 Interessierte Vorträge, diskutieren engagiert mit und nutzten dann intensiv die Gelegenheit, die anwesenden Experten zu befragen.

Wie viele Menschen werden entlastet – und wie viele Menschen durch eine mögliche Ortsumgehung belastet? Die neue Studie des Büros Möhler + Partner aus München zeigte, dass die – im Fall einer Ortsumgehung wahrscheinliche – Brücke über den Tiefwarensee knapp 12 000 Menschen weniger, und etwa 5500 Menschen mehr Lärm als ohne Ortsumgehung an ihren Wohnorten haben werden. Zwar werden große Flächen in den derzeit noch ruhigen Gebieten im Norden und Südwesten der Stadt verlärmt, aber auch nach Bau einer Ortsumgehung wird der Lärmpegel dort deutlich geringer sein, als etwa in der Mozartstraße. Die Entlastung entlang der heutigen Bundesstraße betrifft zwar viele Menschen, sie ist aber in ihrer Wirkung begrenzt. Auch nach Bau einer Ortsumgehung müssen dort zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen erfolgen.

Genau darum geht es in der Lärmaktionsplanung, die die Stadt Waren im Herbst fortsetzen wird, wie Herr Wilhelm (Stadtverwaltung) und Herr Espig (Umweltausschuss in der Stadtvertretung) erläuter- ten. Sie warben darum, dass möglichst viele Bürger die Gelegenheit nutzen, dort teilzunehmen.

Anschließend erläuterte Dr. Wulfhorst vom Schweriner Ministerium den Ablauf des Bürgervotums. Wichtig ist: Es wird keine Benachrichtigungsschreiben geben. Aber da ohnehin alle Personen (auch 16- und 17- jährige), die auch zur Bürgermeisterwahl zugelassen sind, ein entsprechendes Schreiben erhalten, wissen sie, in welche Wahlkabinen sie gehen sollen.

Am Ende hatten die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, mit Experten ihre Fragen zur Ortsumgehung und zum Bürgervotums direkt zu stellen.

Während der Infoveranstaltung diskutierten auch zahlreiche Gegner der Umgehung mit. Sie werfen den Zuständigen vor, dass die Abstimmung rechtswidrig ist und eine Brücke über den Tiefwarensee kaum eine Entlastung bringe, dafür aber viel Natur zerstöre.

Die Warener sollen am 22.. September entscheiden, ob sie eine Umgehung möchten oder nicht. Fest steht inzwischen, dass die einzig machbare Umgehungsvariante eine Brücke über den Tiefwarensee ist.


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