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Umlage soll sinken: Landrat stellt Gemeinden mehr Geld in Aussicht

21. März 2017

Die Gemeinden in der Müritz-Region und der gesamten Seenplatte können ab 2018 wohl über etwas mehr Geld verfügen. Diese gute Prognose hatte Landrat Heiko Kärger am Montagabend beim Kreistag „im Gepäck.“ Kärger stellte eine Senkung der bisher landesweit höchsten Kreisumlage von 48,3 Prozent um einen Prozentpunkt in Aussicht.

Die Kreisumlage bedeutet, dass eine Kommune von 100 eingenommenen Euro 48,3 Euro an den Kreis weiterreichen muss. Da es auch eine Amtsumlage gibt, bleibt vielen Dörfern nur wenig von Steuern und Zuweisungen für Kultur, Straßenbau oder Feuerwehren übrig.

Anlass für den Optimismus des Landrates ist der inzwischen weitgehend abgeschlossene Haushalt 2016. Dort habe man zunächst mit einem Minus von 6 Millionen Euro gerechnet, nach bisherigen Berechnungen soll aber ein Plus von 6 Millionen Euro herauskommen.
„Ein Prozent Umlage weniger, das hieße 1,3 Millionen Euro weniger für den Kreis“, sagte Kärger. Diese Senkung könne man wagen und dabei trotzdem die Sparziele, die mit dem Land vereinbart wurden, einhalten.

Der Kreis hatte schon ein Konzept für die kommenden Jahre verabschiedet, in dem Sparziele vorgegeben sind, um mehr als 20 Millionen Euro Hilfe vom Land zu bekommen. Darüber entscheidet letztlich der Kreistag bei den Haushaltberatungen für 2018. Die Seenplatte ist der bundesweit mit Abstand größte Landkreis, aber auch einer der am dünnsten besiedelten – wenn man die Touristen nicht mitzählt.


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