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Umweltminister spricht ein Machtwort

1. Oktober 2014

Da scheint der Herr Minister wohl ein Machtwort gesprochen zu haben: Während die Verwaltung des Müritz-Nationalparkes umgestürzte Bäume auf einem viel befahrenen Radweg liegen lassen wollte, verfügte Umweltminister Till Backhaus jetzt, den Rad- und Wanderweg zu beräumen.

Wie von uns berichtet, wurde im Müritz-Nationalpark Anfang Juni ein etwa sieben Hektar großes Waldstück durch einen Sturm beschädigt. Zahlreiche Bäume stürzten um, unter anderem auch auf den beliebten Müritzrundweg bei Zwenzow. Doch statt den Weg schnell zu frei zu räumen, wollte die Nationalparkverwaltung die Bäume liegen lassen – im Sinne des Nationalparkziel, denn Windwurf gehöre zur Natur, hieß es als Begründung. Sogar ein Umleitungsweg wurde geschaffen.

Die Pläne des Nationalparkamtes – auch eine Aussichtsplattform sollte entstehen – schafften es schließlich in die Satiresendung  „Extra3“. Das war Minister Backhaus dann wohl doch zu viel, so dass er die Beräumung anordnete.

„Wir wollen, dass die Nutzer des Radwanderweges die ganze Natur auch weiterhin von all ihren Seiten erleben können. Dazu zählt auch Windwurf im Wald. Denn dies entspricht der natürlichen Entwicklung in der Natur, die wir im Nationalpark besonders gut nachvollziehen können“, unterstrich der Minister. Nach der vollzogenen Beräumung des Weges wird der sogenannte Bypass, also die Umverlagerung des Radwanderweges, zurückgenommen und die alte Beschilderung wieder aufgestellt. Auch auf die angedachte Aussichtsplattform wird verzichtet.

Baeume


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