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Ungewöhnliche Urlaubslektüre für Warens Stadtvertreter

26. Juli 2017

Liebe Warener, Ihr müsst jetzt ganz hart sein: Die Stadt Waren ist ein staatenloser Raum und wurde von „wahlberechtigten lebendigen Staatsangehörigen“ im Notstand aktiviert. Nein, wir sind vollkommen nüchtern und haben auch nicht zu lange in der Sonne gelegen (wie auch?).
Aber Warens Stadtvertreter haben gerade einen Brief erhalten, in dem ihnen eben dies mitgeteilt wird. Absender: „Stadt Waren, Stellv. MagisträtinXYZ“. Den Namen der Dame – ja, es gibt sie wirklich – veröffentlichen mit Rücksicht auf sie lieber nicht. Der Brief an sich scheint von der Frau aus einem Dorf bei Waren allerdings sehr ernst gemeint.

Im Weiteren zitiert die „Stellvertretende Magisträtin“ die Gemeindeordnung von 1869 sowie verschiedene Gesetze aus längst vergangenen Zeiten, alles fein säuberlich mit Fußnoten belegt. Ob sich ein Stadtvertreter tatsächlich die Arbeit gemacht und alles gelesenen hat, wagen wir an dieser Stelle zu bezweifeln.

Die Einwohner Warens, so heißt es in dem Brief, sind jetzt Einwohner von Mecklenburg-Schwerin.

Es folgen ziemlich wirre Ausführungen und dann die Unterschrift: Stellv. Magisträtin und Gebietsverweserin im Notstand der Stadt Waren.

Was leider nicht verraten wird: Wenn die Urheberin des Briefes nur stellvertretende Magisträtin ist, wer ist denn der Chef?

Nette Urlaubslektüre für Warens Volksvertreter.

Und hier der Brief:

 


2 Antworten zu “Ungewöhnliche Urlaubslektüre für Warens Stadtvertreter”

  1. Peter Sohr sagt:

    . . . . „Gebietsverweserin im Notstand“.

    Klar, muss tot aus der Gruft entstiegen sein. Wohl vom Wasser geweckt worden wie? Brauch aber ganz schön lange zum verwesen. Ich empfehle daher mal öfters an die frische Luft zu gehen und die aktuelle reale Lage zu peilen. Was gibt es doch für Zeitgenossen. . . . . . .

  2. Peter Voß sagt:

    Mein Haus ist ca 300 Jahre alt, also wesentlich älter als das Datum auf das sich diese Dame bezieht. Muss ich jetzt auch den Notstand ausrufen, zuzüglich der 12 Seemeilen. Meine Ururgroßeltern die bereits in diesem Hause wohnten haben mir für diesen Fall nichts hinterlassen. Vielleicht kann ja diese Dame helfen. Mit freundlichen Grüßen

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