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Viel Regen, viel Schlamm und in Gummistiefeln aufs Siegertreppchen

3. Juli 2017

Bei den Norddeutschen Meisterschaften in Hamburg mussten die Warener Kanuten am Wochenende erfahren, dass ein richtiger Kanute bei jedem Wetter paddelt und dass die Konkurrenz auf keinen Fall schläft. Nach der sehr erfolgreichen Regatta in Preetz fuhr Kay Wermann mit einigen Sportlern nach Hamburg. Die Norddeustchen Meisterschaften sind der Gradmesser für die Landesauswahl und gleichzeitig Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.


Während sich die Müritzer Mädchen sehr gut schlugen und sowohl Minette Engels als auch Klara Schnur je zwei Bronzemedaillen im Einer und gemeinsam im Zweier über 500 Meter erkämpften und Minette noch eine Bronzemedaille über 2000 Meter holte, gingen die hoffnungsvoll gestarteten Jungen leer aus.

Ben Kühne und Fridtjof Schmidt mussten Lehrgeld zahlen und erkennen, dass trotz der widrigen Wetterbedingungen die Konkurrenz am Ende etwas schneller fuhr. Das ist aber kein Beinbruch, denn die beiden waren mitgefahren, um zu lernen. Sie sind noch jung und bei entsprechnden Trainingsleistungen steht ihnen möglicherweise eine lange Karriere im Kanurennsport bevor. Auch für Annelie Deike war die Teilnahme an den Meisterschaften ein Schritt auf dem weiten Weg hin zur Spitze.

Annika Spiwock hatte in ihrer Altersklasse viel Konkurrenz, konnte aber im Kanumehrkampf, bei dem die Ergebnisse eines Athletikwettbewerbs mit den Ergebnissen im Einer über 100 und über 1000 Meter zusammengewertet werden, einen beachtlichen 7. Platz erkämpfen und sich damit für die Deutsche Meisterschaft in München im August qualifizieren. Herzlichen Glückwunsch!

Auch Friedrich und Oliver hatten gegen starke Konkurrenz kaum Chancen, das ist aber kein Wunder, trainieren ihre Konkurrenten doch schon lange an den Sportschulen und haben dort zwei oder drei Trainingseinheiten am Tag – soviel wie die beiden in der Woche.

„Obwohl unsere Sportler die Wochenendausflüge zu den Regatten immer wieder gerne mitmachen, gab es in Hamburg auch lange Gesichter: mehr Wasser von oben als gewöhnlich verwandelte den Zeltplatz in ein Schlammbad. Das gefiel zwar den Kindern, aber es war problematisch, immer genügend trockene Wettkampfkleidung zu finden“, so ein Betreuer.
Am Ende mussten Minette und Klara mit Gummistiefeln zur Siegerehrung – und sie waren nicht die Einzigen. Aber die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft ist auch mit Gummistiefeln möglich.
In der Hoffnung auf etwas besseres Wetter geht das Training in der ersten Juliwoche auf dem Tiefwarensee weiter. Denn für die Deutsche Meisterschaft muss man vorab etwas tun…


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