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„Vom Eise befreit“: Stadtbauhof sägt die Stege frei

2. März 2018

Vorsichtig schiebt Anja Fels die dicken Eisplatten weg. „Man ist an der frischen Luft und das macht Spaß“, sagt die Straßenwärterin, als sie heute zusammen mit Jörg Felgner am Volksbad die Enterhaken einsetzt – ein bisschen wie Piraten beim Entern. Innerhalb von gut zwei Stunden sind die sechs Kollegen diesmal mit ihrer Arbeit fertig.

„Wir haben am Mittwoch schon mal geschnitten, da waren es 15 Zentimeter Eis“, sagt Felgner. Heute war wieder viel Kraft gefragt. An den von Schnee freigeräumten Stellen hatte sich schon wieder zehn Zentimeter dickes Eis gebildet.

Till Steffenhagen hatte mit der Spezialsäge gut zu tun. 13 Meter lang ist der Steg, an beiden Seiten wurde eine Rinne aufgesägt und mit Schilf in Löchern gesichert, die mit einer Eisaxt geschlagen wurden. Viel Sonnenschein und Temperaturen um minus elf Grad waren die angenehme aber kalte Kulisse.

„Auf das Eis würde ich auch nicht mehr raufgehen“, sagt einer der Männer im orangenen Anzug in Stegnähe. Enorme Risse ziehen sich durch das Eis, die manchmal vom Schnee etwas verdeckt sind. Dazu kommen grollende Geräusche, die Eisspaziergänger erschauern lassen.

Die Eisbader haben sich am Steg sogar einen Eisschollenzaun gebaut. Auch an der Waldschenke, in Ecktannen, am Kietz und an der Feisneck-Badestelle haben Felgners Männer und Frauen ihre Eissäge-Spuren hinterlassen.

„Ich hoffe, das war es jetzt mit diesem Winter“, erklärt Felgner. In den nächsten Tagen soll es aber weiter Frost geben, nur verhindert die idyllisch aussehende dicke Schneedecke ein weiter starkes Eiswachstum.


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