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Vom Laubengang ins Treppenhaus

28. August 2013

Von Antje Rußbüldt-Gest

Waren. So langsam, aber sicher kann man sich vorstellen, wie der Wohnblock Hans-Beimler-Straße 39-41 einmal aussehen soll. Denn auch wenn Architekt Christian Klein und die WOGEWA als Hauseigentümer den Sinn des Laubenganges vor Beginn der umfangreichen Sanierung immer wieder vorgestellt haben – nur wenige hatten auch wirklich ein Bild vor Augen. Inzwischen steht der zukünftige Laubengang, der Fahrstuhl wird gerade installiert und auf der anderen Seite nehmen die Balkons Gestalt an. Der wohl letzte Schandfleck in Waren-West ist Geschichte.

Rund 1,4 Millionen Euro steckt die Wohnungsbaugesellschaft Waren (WOGEWA) in die Sanierung des Hauses, in dem 30 Wohnungen zu finden sind. Eine Maßnahme, die nicht von Anfang an überall auf Gegenliebe gestoßen ist. Vor allem der Laubengang ließ einige Mieter zweifeln. Und: Ein Fahrstuhl für das gesamte Haus schien manch einem zu wenig. Doch gerade der Laubengang macht es möglich, dass ein Aufzug für den gesamten Block ausreicht. Das hat nach Aussage von WOGEWA-Geschäftsführer Martin Wiechers gleich  mehrere Vorteile. Zum einen konnten die Wohnungen in ihren Größen erhalten bleiben, weil der Fahrstuhl keinen Platz im Haus brauchte. Zum anderen sind die Betriebskosten niedriger als bei mehreren Aufzügen, was letztlich den Mietern zugute kommt.

Das besondere Problem bei dieser Sanierung: Sieben Mieter haben das Angebot der WOGEWA zum Umzug  nicht angenommen und sind trotz des Lärms und Staubs in ihren Wohnungen geblieben. Zu Schwierigkeiten hat das aber wider Erwarten nach Auskunft von WOGEWA-Bauleiterin Birgit Jeske bislang nicht geführt. „Wir sind selbst erstaunt, wie gut das klappt“, sagte sie gegenüber WsM. Die Balkone sollen ihren Aussagen zufolge in dieser Woche komplett montiert werden. „Ich hoffe, dass wir auch die Fassade schaffen, ehe das Wetter umschlägt“, so Birgit Jeske. In Kürze folgen Geländer und Farbe für den Laubengang, der dann auch nicht mehr ganz so mächtig aussehe. Komplett fertig sollen die Handwerker im Oktober werden.


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