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Vorerst keine Rampen für den Bahnhofstunnel

3. September 2013

Von Antje Rußbüldt-Gest

Waren. Eigentlich sollten in diesem Monat umfangreiche Arbeiten am Warener Bahnhofstunnel beginnen. Eigentlich. Doch die Stadt musste sich von dem barrierefreien Umbau vorerst verabschieden. Das erklärte Bürgermeister Günter Rhein (SPD) vor den Stadtvertretern und machte dafür eine Ausschreibung mit überraschendem Ergebnis verantwortlich.

Bis zum Spätsommer des kommenden Jahres sollte der wenig ansehnliche Tunnel sowohl zur Teterower Straße als auch zum Bahnhof hin lange Rampen bekommen, damit auch Gehbehinderte und Passanten mit Kinderwagen mühelos von einem Stadtteil in den anderen gelangen können. Rund 1,6 Millionen Euro sollte die Maßnahme kosten, Fördermittel standen in Aussicht.“ Doch dann die Ernüchterung.

„Wir haben die Bauleistungen im Sommer ausgeschrieben. Neun Unternehmen forderten die Unterlagen auch an, aber nur eine Firma hat letztendlich ein Angebot abgegeben. Und die Summe dieses Angebotes liegt mit 2,6 Millionen Euro eine gute Million über den Berechnungen des Planungsbüros“, berichtete Günter Rhein. Über den Grund für diese erhebliche Differenz kann der Bürgermeister nur spekulieren. Zum einen seien die Preise für Baumaterial in den vergangenen Monaten gestiegen, zum anderen hätten die Firmen derzeit alle gut zu tun.

Und so blieb dem Verwaltungschef nichts anderes übrig, als die Notbremse zu ziehen.“Wir haben die Ausschreibung aufgehoben“, so Rhein. Die in Aussicht gestellten Fördermittel werden nur bis Ende des kommenden Jahres zur Verfügung stehen. Ob die Stadt es bis dahin schafft, die Maßnahme doch noch umzusetzen, steht derzeit in den Sternen.

So werden Gehbehinderte weiterhin auf die Gutmütigkeit der Bahnhofsmitarbeiter angewiesen sein, um über die Gleise gelassen zu werden, und Eltern müssen die Kinderwagen auch künftig über die ausgelatschten Tunneltreppen hieven.

TunnelbarrierefreiSo sieht der Plan für einen barrierefreien Tunnel aus. Das Vorhaben liegt erst einmal auf Eis.


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