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„Waldschänke“ bleibt trotz idyllischer Lage ein Sorgenkind

26. Januar 2018

Was wird aus der „Waldschänke“? Diese Frage stand in den vergangenen Jahren schon häufig im Raum. So idyllisch die kleine Gaststätte auch im Nationalpark und am Ufer der Müritz liegt – bislang hat es kein Pächter geschafft sie so zum Laufen zu bringen, dass sie sich rechnet. Erst vor wenigen Wochen hat wieder ein Pächter die Segel gestrichen.

Die „Waldschänke“ gehört seit einigen Jahren der Kur- und Tourismus GmbH Waren und die hat sich Pächter für die Betreibung gesucht. Die Gastronomen starteten zumeist auch sehr euphorisch, wurden aber schnell von der Realität eingeholt: Kaum Personal, das da draußen gut zwei Kilometer weg von der nächsten befestigten Straße arbeiten möchte und übers Jahr gesehen deutlich zu wenig Gäste.

Daran hat offenbar auch der neue Anleger für die Fahrgastschifffahrt, der für etwa 375 000 Euro gebaut wurde, nichts geändert. Vor zwei Jahren gab es dann noch den Plan, diesen Anleger so zu erweitern, dass auch Boote anlegen können, doch dafür wären weitere 70 000 Euro fällig geworden und die wollten die Stadtvertreter dann doch nicht ausgeben.

Jetzt, nachdem ein weiterer Pächter hingeschmissen hat, ist guter Rat teuer. Doch Eckhart Jäntsch, Chef der Stadtwerke und der Kur- und Tourismus GmbH will die „Waldschänke“ nicht einfach so aufgeben. Er weiß, dass sie gerade bei Einheimischen sehr beliebt ist. „Wir suchen gerade gemeinsam mit dem Campingplatz Ecktannen nach einer Lösung. Und natürlich sind wir für jede Idee und jeden, der dort arbeiten möchte, dankbar“, sagte Eckhart Jäntsch auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“. Jeder Interessent oder Ideengeber könne sich beim Chef des Campingplatzes, Jens Dörge, melden.

„Viele Warener schwärmen von der ‚Waldschänke‘, aber leider besuchen sie nur wenige Warener“, meint der Geschäftsführer, der zudem mit vielen Paragrafen zu kämpfen hat. Denn bauliche Veränderungen seien auf dem Grundstück, das der Stadt Waren gehört, kaum möglich.


7 Antworten zu “„Waldschänke“ bleibt trotz idyllischer Lage ein Sorgenkind”

  1. Christine Bülow sagt:

    die „Schwärmer“ denken wahrscheinlich an die alten Zeiten, als der damalige Besitzer noch dort gewohnt hat.
    Man traf sich dort mit anderen Familien, es wurde in der kleinen Bucht gebadet und es gab selbstgebackenen Kuchen und wenn die Besitzerin gut drauf war, hat sie auch mal sauren AAL aus dem Keller geholt. Es gab Hausmannskost und der Besitzer war immer vor Ort. Diese Zeit ist leider vorbei. Aber eins steht fest: Ein Betreiber muss dort wohnen können und immer vor Ort sein.Leider steht ja wohl in erster Linie fest, was der Betreiber alles nicht darf und das ist schade.

  2. Bootsmann sagt:

    Wir sind im Sommer viel mit dem Boot unterwegs und sind immer gern bei der Waldschänke eingekehrt. Leider ist die kleine Bucht kaum noch zum Ankern geeignet, insbesondere bei größerem Tiefgang, und am Anleger darf nur die Schifffahrt Halt machen.

    Gebt den Freizeitkapitänen die Möglichkeit, dort vernünftig anzulegen, und ich glaube fest daran, dass etliche zum Essen oder Kaffeetrinken kommen.

  3. raini sagt:

    Steht hier die nächste „Bettenburg“ mit eigenem Hafen zur Debatte?

  4. Raoul Bajorat sagt:

    Den Anlegesteg nur für Fahrgastschiffe zu konzipieren, war ein Schildbürgerstreich allererster Kajüte. Besonders wenn man bedenkt, dass auf sämtlichen Schiffen eben auch ein Restaurantbetrieb stattfindet.

  5. Biene sagt:

    Wenn die Leute mit dem Schiff ankommen, wartet das sicher nicht ! Also müsste man auf das Nächste warten.Legen die denn dort regelmäßig an ?
    Oder man könnte auch zu Fuß zurück nach Waren spazieren ? Das wäre ja auch ein schöner Wochenendausflug !

  6. AHA sagt:

    Recht hat Herr Bootsmann!

    Als zusätzlichen Tip:
    Beleben Sie diesen wunderschönen Ausflugsort, Indem Sie dem nächsten Pächter auch einen Fährbetrieb Klink – Waldschänke für Wanderer und Radler
    erlauben.
    Das würde bestimmt das Erlebnis Müritz erweitern und schafft nebenbei zusätzliche Arbeitsplätze.
    Man könnte eine kleine Runde, Innenmütitzumrundung bzw. doch eine größere Aussenmüritzrundfahrt per Rad oder Wanderungen unternehmen.
    Es würde Zeltplatz, Rehaklinik, geplantes Hotel und Bauernmarkt, Schloss Klink usw. mit der Waldschänke verbinden!
    Nur Mut!

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