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Wanted: Firma sucht dringend viele Mitarbeiter – Beginn in Ex-Kaserne Fünfeichen ab Juli

8. Mai 2017

Schweißer, Lackierer, Fahrzeugbauer, Kfz-Techniker und auch junge Frauen brauchen die Müritz-Region schon lange nicht mehr zu verlassen, und haben jetzt auch in Neubrandenburg beste Chancen. Grund ist die sicherheitspolitische Lage. Weil Bundeswehr und Nato derzeit ihre Technik grundlegend erneuern und zusätzliche Wehrtechnik anschaffen, hat die Fahrzeugbau, Wehrtechnik, Wehrinstandsetzung (FWW) Fahrzeugwerk GmbH (Oertzenhof) einen Auftragsboom wie noch nie.

„Wir suchen 50 bis 100 Leute, die irgendwie mit Metallbau zu tun hatten“, sagte Betriebsleiter Frank Belter zu „Wir sind Müritzer“. Die Firma hat erkannt, dass der Betriebssitz in Oertzenhof nicht zentral genug liegt und aus der Not eine Tugend gemacht. FWW kaufte einen großen Teil der Kaserne in Neubrandenburg-Fünfeichen. In den modernen Fahrzeughallen, in den früher die Bundeswehr ihre Fahrzeuge selbst gewartet und repariert hat, sollen nun wieder Militärfahrzeuge „gepflegt“ werden.

Das hat Belter zuletzt auch sehr anschaulich gemacht. Bei einem Sonder-Bewerbertag der Arbeitsagentur standen ein Bundeswehr-Lkw, ein Spürpanzer Fuchs und ein Boxer in der Riesenhalle. „Wir wollen radgetriebene Fahrzeuge in Fünfeichen pflegen“, erläuterte der Betriebsleiter. Wer als Berufsfremder einsteige, könne über einen Bildungsträger über vier oder acht Monate geschult werden.

Gesucht würden nicht nur Leute über das Arbeitsamt, sondern auf dem gesamten Arbeitsmarkt. FWW will im dritten Quartal – also etwa ab Juli – mit dem Aufbau des Standortes beginnen, spätestens ab Oktober sollen die ersten 20 bis 30 Leute dort arbeiten – vom Techniker bis zur Bürokraft – danach soll Stück für Stück ausgebaut werden.

„Wir bieten eine 40-Stunden-Woche ohne Schichten“, sagte Belter. Dazu komme eine große Sicherheit für den Arbeitsplatz, denn langfristig stünden noch mehr Instandhaltungsverträge bei der Bundeswehr in Aussicht. Das Unternehmen hat bisher rund 230 Mitarbeiter an mehreren Standorten wie Oertzenhof, Strasburg und Neubrandenburg.

Zuletzt sorgte ein Besuch des Präsidenten des südafrikanischen Botswana für Aufmerksamkeit. Er kaufte dort Lastwagen, die für Ranger umgebaut wurden. Sie sollen die Wilderei bei Nashörnern und Elefanten in Botswana eindämmen.


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