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Warener Gymnasiasten spenden für die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Röbel

19. Januar 2016

Der Direktor des Warener Gymnasiums, Kai Behrns, ist nicht nur gekommen, um den Spendencheck seiner Schüler in Höhe von 550 Euro in Röbel zu übergeben, er hat auch viel Zeit mitgebracht, um sich die  Räumlichkeiten der Kinder- und Jugendpsychiatrie des MediClin Müritz-Klinikum einmal genauer anzuschauen. Die Erlöse des Weihnachtskonzertes der zwölften Klassen des Richard-Wossidlo-Gymnasiums sollten nicht nur für den bevorstehenden Abi-Ball der Schüler verwendet werden, ein Teil wollten die Mädchen und Jungen auch einem sozialen Zweck zur Verfügung stellen.

„Da auch Schüler unseres Gymnasiums Patienten in Röbel sind oder waren, haben wir uns überlegt, der Kinder- und Jugendpsychiatrie das Geld zukommen zu lassen. So bringen wir unseren Schülern zum einen bei, sich sozial zu engagieren, zum anderen unterstützen wir damit ja auch unsere eigenen Schüler, wenn sie in Röbel im Rahmen einer Therapie untergebracht werden sollten“, erklärte Kai Behrns.

RegelnAppDie Freude auf der Station war riesig, und wofür die Spendensumme verwendet werden soll, steht auch schon fest: „Seit kurzem bieten wir bei uns Akkupunktur als Therapieform für die Kinder und Jugendlichen an. Dafür möchten wir gerne einen Entspannungsraum herrichten. Das Geld soll unter anderem dafür eingesetzt werden“, erzählt Schwester Silke Rieck.

„Das Schöne an so einer Spende ist, dass die Abteilung sich zusätzliche Wünsche außerhalb des normalen Investitionsmittelbudgets erfüllen kann. Das macht die Sache schnell und unkompliziert, daher sind wir natürlich sehr dankbar und freuen uns über diese großzügige Unterstützung“, sagt Carsten Krüger, Kaufmännischer Direktor der Klinik in Röbel.

Schulleiter beeindruckt von den Klinik-Räumen

Im Anschluss an die Übergabe ließ sich der Gymnasialschulleiter noch sehr interessiert die gesamte Klinik zeigen. Drei junge Patienten der Station führten ihn durch das Gebäude und erklärten die einzelnen Räume und auch, was es mit welcher Therapieform auf sich hat.

Kai Behrns hatte eigenen Angaben zufolge keine genaue Vorstellung, wie es in einer Psychiatrie aussieht: „Jeder war schon mal in einem Krankenhaus, aber die wenigsten mal in einer Klinik für Psychiatrie. Ich bin sehr positiv überrascht, es wirkt auf mich nicht wie eine typische Klinik, eher wie ein Wohnheim oder eine Jugendherberge, allerdings mit klaren Regeln und Strukturen, die für alle sichtbar aushängen, wie z.B. die Regeln-App.“

„Dass die Schüler des Gymnasiums sich entschieden haben die Erlöse der Röbeler Klinik zu spenden freut uns sehr und trägt auch ein Stück weit dazu bei, die Vorurteile gegenüber einer Psychiatrie abzubauen.
„Jeder kann in die Situation kommen, psychologische Hilfe zu benötigen, auch viele Kinder- und Jungendliche im Schulalter. Es zeugt von Mut, wenn sich die Schüler und ihre Familien dem stellen und sich auf eine Therapie bei uns einlassen, um wieder gesund zu werden.“, sagt Christiane Schönlau, die leitende Ärztin der Klinik.

Text und Fotos: Jenny Thoma / MediClin Müritz-Klinikum

Foto unten: Bei der Spendenübergabe: Schwester Silke Rieck, Oberärztin Christiane Schönlau, der Kaufmännische Direktor Carsten Krüger, Gymnasialschulleiter Kai Behrns und die leitende Psychologin Frauke Bruysten

Foto im Text: Mit dieser toll gestalteten Smartphone-Oberfläche werden die Kindern- und Jugendlichen die Regeln des Hauses sozusagen in ihrer Sprache erklärt.

Spendencheckübergabe Röbel


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