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Warener Pastorin besorgt über Bankhinweise

20. Januar 2014

Kontoauszüge sorgen derzeit bei vielen Menschen für Verwirrung. Seit Anfang des Jahres informieren die Banken ihre Kunden darüber, dass zukünftig die Kirchensteuer direkt von der Bank abgeführt wird. Damit meinen sie die Steuern, die aus Kapitalerträgen fällig werden. Auf jemanden, der zum Beispiel ganz normal Rente bezieht, keine weiteren Einkommen hat und auch keine enormen Ersparnisse hat, trifft diese Steuer nicht zu.

Die Warener Pastorin Anja Lünert ist besorgt. Denn durch die nicht ganz eindeutigen Hinweise auf den Kontoauszügen von Bankkunden sei es in den vergangenen Tagen bereist zu Kirchenaustritten gekommen.
Die Abgeltungssteuer ist keine neue Steuer. Früher mussten Kapitalerträge auf der Steuererklärung angegeben werden. Denn diese unterliegen als „Einkommen“ der Steuer- und damit auch der Kirchensteuerpflicht. Die neue Regelung über die Banken soll das Verfahren eigentlich nur vereinfachen.

„Statt dessen sorgt die vielen nicht verständliche Post für Aufregung und sogar Kirchenaustritte gerade unter älteren Menschen. Diese sind von der neuen Regelung aber in den allermeisten Fällen gar nicht betroffen, denn nur wer „verdient“, zahlt Einkommens- und damit auch Kirchensteuer“, so Anja Lünert in einer Presseerklärung. Und: „Bitte nicht gleich austreten! Im Zweifelsfall erst mal bei der Bank oder im Pfarramt nachfragen!“
Denn der Kirchenaustritt koste mehr, als eine Steuer, die man gar nicht zahlen müsse.
„Auch uns in den Gemeinden kostet er mehr, denn jeder der die Kirche verlässt, sorgt für den Rückbau von Gemeindestrukturen. Gerade in der Diakonie (Tafeln, Telefonseesorge, Suchthilfe und und und) und in der Arbeit mit alten Menschen leisten die Kirchen nach wie vor eine hervorragende und flächendeckende Arbeit“, erklärte die engagierte Pastorin.

Übrigens dürfe man der Bank auch widersprechen, wenn man nicht will, dass irgendwelche Steuern einfach abgeführt werden.


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