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Warener Traditions-Kita steht vor dem Aus

8. Dezember 2016

Das ist eine Nachricht, die viele Warener traurig stimmen wird: Die älteste Kindertagesstätte der Müritzstadt, die Kita „Bummi“, muss in wenigen Wochen die Türen schließen. Für immer. Wie sowohl der Landkreis als auch die Stadt Waren auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“ bestätigten, hat eine Begehung durch die technische Bauaufsicht des Landkreises ergeben, dass das Gebäude die Sicherheitsanforderungen an eine Kindertagesstätte nicht erfüllt, heißt: Die Sicherheit der Kinder ist nicht mehr gewährleistet.

bummiVor allem aus brandschutztechnischen Gründen – auch Warens Feuerwehr war bei der Begehung dabei – dürfe das Gebäude an der Strelitzer Straße, das aus den 60er Jahren stammt, nicht mehr als Kita genutzt werden.
„Das Objekt erfüllt die Sicherheitsanforderungen an eine Kindertageseinrichtung nicht“, heißt es vom Landkreis. Aus diesem Grund ist der Kita die Betriebserlaubnis entzogen worden, das Jugendamt kündigte die Schließung zum 1. März des kommenden Jahres an.

Träger der Einrichtung ist das Jugend- und Sozialwerk (JuS), das auch die Kitas „Tiefwarensee“, Weltentdecker“ sowie „Fröbel“ in Waren betreibt. Stadt und Träger seien derzeit in intensiven Gesprächen, um über die Zukunft zu beraten. „Bei allen Überlegungen steht die Sicherheit der Kinder im Vordergrund“, heißt es aus der Verwaltung.

Nach Informationen von „Wir sind Müritzer“ hat das Jugend- und Sozialwert ein Gutachten erstellen lassen, und daraus geht hervor, dass die nötigen Sanierungsarbeiten mehr als eine Million Euro kosten würden. Zu viel für knapp 50 Kinder, die in der Kita „Bummi“ betreut werden. Zumal die JuS in der frisch sanierten Kita „Weltentdecker“ auf dem Papenberg genügend freie Plätze hat.

Ersten Gesprächen zufolge, sollen die Gruppen der Kita „Bummi“ so wie sie jetzt sind samt Erzieher einfach  nur die Immobile wechseln, so dass es für die Kleinen so wenig Veränderungen wie möglich gibt. Auf einer Elternversammlung wollen Träger und Stadt die Mütter und Väter am 12. Januar 2017 umfassend informieren.

„Wenn alle zusammenbleiben können und auch die Erzieher weiterhin da sind, ist das alles machbar. Zwar tut es mir um die Kita leid, aber wenn es Sicherheitsbedenken gibt, muss man das einsehen“, so einen Mutti gegenüber „Wir sind Müritzer“.


11 Antworten zu “Warener Traditions-Kita steht vor dem Aus”

  1. Tina sagt:

    Für mich ist es sehr traurig zu hören das die Geschichte der Bummi Kita nun enden soll. Meine Oma hat dort jahrelang gearbeitet, meine Mutter und mein Onkel sind dort gewesen und auch ich habe meine Kitatage dort verlebt. Selbst meine damalige Erzieherin habe ich bis zu ihrer Rente dort immer noch besucht. Meine Tochter sollte dort eigentlich ihre Kitatage auch verleben. Es hatte irgendwie Tradition bei uns.
    Die Sicherheit der Kinder geht definitiv vor aber vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung wenn „Alle“ sich zusammen setzen und sich die Kosten Teilen.
    Geht die Bummi Kita geht auch ein Stück Geschichte 😞

  2. Thomas Splitt sagt:

    Für eine Million sanieren andere zehn solcher Häuser. Ein ganz schlechter Witz. Gut nur das dieses Traditionskindergartenhaus nicht an der Müritz steht. Sonst wären wohl schon vor zehn Jahren die Lichter bei dieser Einrichtung ausgegangen. Denn die Herrschaften brauchen ja mal wieder Platz. Mich jedenfalls wundert hier garnichts mehr. Lieber Bummikindergarten danke für die schönen Jahre und Dank an allen Kindergärtnerrinnen für meine tolle Zeit.

  3. Julia sagt:

    Was mich etwas stutzig macht: nie hat jemand etwas gesagt. Nun hat der Träger seine neue Kita fertig, genug Platz für alle BummiKinder und auf einmal erfüllt die Kita die Sicherheitsanforderungen nicht mehr. Kann es nicht sein, dass das von Anfang an so geplant war? Welcher Träger will den Unterhalt für zwei Häuser tragen, wenn alle Kinder zusammen in einem Haus Platz haben?!

  4. Kevin sagt:

    „Mehr als eine Million“
    Für die Summe kann man zwei Kindergärten sanieren..
    Ich bin mal gespannt, was denn aus dem Gebäude auf dem gut gelegenem Gelände passiert!

  5. Schmitt sagt:

    Ich bin ja mal gespannt was die Stadt Waren auf dem Gelände der Kita Bummi so geplant hat.
    Lassen wir uns Überraschen

  6. Deli sagt:

    Mir kommt es fast so vor als wenn es schon Pläne für die Kita gibt.Es wäre ja nicht nur hier so um Platz für zum Beispiel eine Asylunterkunft zu schaffen,die Lage wäre perfekt ,für die Kinder wären Spiel Möglichkeiten vor Ort und so weiter,bin wirklich gespannt was da rein kommt.Wenn die Sicherheit wirklich so gefährdet ist hätten man die Kita doch sofort zu gemacht und nicht erst im März,das hört sich wirklich sehr merkwürdig an,vor allem kann ich mir nicht vorstellen das so viele Gruppenräume frei sind bei Weltentdecker … Oder lassen sie endlich den Hort fallen? Wäre ja schön wenn der Hort wieder allein in Stadt Hände fällt …

  7. x sagt:

    Ob dort wohl bald Ferienwohnungen zu vermieten sind?? Siehe Hafen, Rundbau, altes Sägewerk, Bummi (?), Fleischwirtschaft(?) 😉

  8. w sagt:

    Beliebt sind auch „hochwertige Wohnlagen“ wie sie jetzt am Volksbad entstehen sollen, was immer neben Preis und Gebäudehöhe hoch oder wertig oder nichts davon ist.

  9. Petzibär sagt:

    Komisch, wo es um die Ansiedlung unserer vielen Neubürger ging, setzte man kurzerhand Bau -und Sicherheitsstandards herunter, um schnell und günstig bauen zu können. Auch die hohen Brandschutzvorschriften waren kein Thema. Bei unserem Traditionskindergarten Bummi ist man gnadenlos. Ein Trauerspiel per excellence.

    • Mario sagt:

      Ich kann Ihren Ärger ja verstehen. Allerdings gibt es diese Vorschriften nicht umsonst. Es geht doch aber eher um die Frage, warum ist es erst jetzt aufgefallen und nicht früher. Wurden die Kontrollen vernachlässigt? Hätte der Träger nicht schon viel früher handeln müssen? Nochmal – es gibt die Brandschutzvorschriften nicht umsonst. Schließlich geht’s hier um Menschenleben. Eine Aufweichung darf es meines Erachtens nicht geben. Egal wo und für wen.

  10. Loitz Gundula sagt:

    Ich sehe es genauso irgendwie kommt mir die ganze Angelegenheit etwas spanisch vor. Seit einiger Zeit laufen in Sachen Grundstücke in Waren schon recht merkwürdige Dinge ab. Braucht wieder irgend jemand dieses Grundstück persönlich. Warum bekommen große Institutionen Gelder und warum hilft man nicht hier. Sind die anderen Einrichtungen nicht ausgelastet will man sie mit Macht füllen ?
    Was stimmt hier nicht?

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