Warener wollen Norbert Möller

22. September 2013

Moeller2Von Antje Rußbüldt-Gest

Müritz-Region. Das Warener Rathaus bleibt in SPD-Hand. Stadtpräsident Norbert Möller hat es mit 56,5 Prozent der Stimmen gleich im ersten Wahlgang auf den Stuhl des Bürgermeisters geschafft und wird Waren ab dem 2. Januar 2014 regieren. Weit abgeschlagen auf Rang zwei der CDU-Kandidat Axel Müller mit 24,1 Prozent, vor dem MUG-Kandidaten Ingo Warnke, der es auf 14,5 Prozent brachte und dem FDP-Mann Toralf Schnur, der lediglich 5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.

Ausgelassene Stimmung im Kanuzentrum des MSC. Dort haben Norbert Möller, seine Familie, Freunde und Wahlhelfer das Ergebnis erwartet. „Ich bin wirklich sehr glücklich und überwältigt“, sagte der Schulleiter gegenüber WsM. Dass er gleich im ersten Wahlgang „durchmarschiert“, hätte er sich offenbar selbst nicht zugetraut. „Bei vier Kandidaten bin ich von einer Stichwahl ausgegangen“, gab Möller zu. Zu den ersten Gratulanten gehörte Günter Rhein, der die Geschicke Warens seit fast 20 Jahren lenkt und der sich freut, dass er den Staffelstab im Januar an Norbert Möller übergeben darf. „Ich sage es Dir aber gleich: Es wird nicht leicht“, warnte der Noch-Verwaltungschef, der mit großen Schritten auf den Ruhestand zugeht.

Mit einer Stichwahl hatte auch der CDU-Kandidat Axel Müller gerechnet. Und er hatte gehofft, dort gegen Norbert Möller antreten zu können. „Die Enttäuschung ist sehr groß“, meinte er am Telefon gegenüber WsM und man hat ihm seine niedergeschlagene Stimmung auch angemerkt. Analysieren wollte er sein Abschneiden bei der Bürgermeisterwahl nicht, sondern erst einmal verdauen. Vielleicht auch deshalb die Äußerung, dass er noch nicht wisse, ob es in der Politik für ihn weitergehe.

Mit 14,5 Prozent hat Ingo Warnke von der Müritzer Unternehmungsgruppe (MUG) ein beachtliches Ergebnis geholt. Zu erreichen war er am Abend leider nicht. Anders Toralf Schnur. Der FDP-Mann war mit sehr großen Erwartungen in die Bürgermeisterwahl gegangen und schaffte gerade mal fünf Prozent. Das ist zwar mehr als die FDP bundesweit erreichte, doch weiß Schnur, dass Parteien bei der Bürgermeisterwahl nicht unbedingt die große Rolle gespielt haben dürften, sondern Personen. Und so gibt sich der Liberale am Abend durchaus selbstkritisch. „Das ist eine Klatsche für mich und ich werde mir Gedanken darüber machen, ob mein Politik-Stil der letzten Jahre der richtige war“, sagte Schnur gegenüber WsM. Den neuen Bürgermeister wolle er unterstützen und er gehörte sogar zu den ersten Gratulanten. Sein Auftauchen bei der SPD-Wahlparty hat ihm bei den Gästen durchaus Respekt eingebracht.

In Sachen Ortsumgehung gibt es zwar noch kein endgültiges Ergebnis, aber bis Mitternacht sah es sehr deutlich nach einem mehrheitlichen NEIN der Warener zur Ortsumgehung aus. Ein offizielles Ergebnis möchte der Energieminister, der das Bürgervotum angeleiert hat, gerne selbst bekannt geben. Eigentlich erst am Mittwoch, doch nach massiven Protesten aus Waren dürfte er wohl schon am Montag damit herausrücken.

Flechner, Rehberg und Ringguth ebenfalls Sieger

Auch Penzlin hat einen neuen Bürgermeister. Oder besser: Penzlin behält den alten Bürgermeister. Sven Flechner siegt souverän mit 70,6 Prozent, Bernd Neuendorf kommt auf 24,9 Prozent und Norbert Soggeberg auf 4,5 Prozent. Und noch ein Bürgermeister wurde gewählt: Wolf-Dieter Ringguth, CDU-Landtagsabgeordneter, mit 76 Prozent der Stimmen zum Rechliner Bürgermeister. Er war der einzige Kandidat und saß schon einmal auf dem Bürgermeister-Stuhl der Müritz-Gemeinde.

Richtig, da war ja noch was: Auch die Müritzer haben den neuen Bundestag mitgewählt. Im Wahlkreis 17 Mecklenburgische Seenplatte II-Landkreis Rostock III, zu dem die Müritz-Region gehört, holte sich der CDU-Politiker Eckhardt Rehberg mit 47 Prozent der Stimmen das Direktmandat. 22,7 Prozent entfielen auf die Linke, 18,7 auf die SPD, 1,5 Prozent auf die FDP, 3,1 auf die Grünen, 3,2 auf die NPD, 2,0 auf die Piraten, 0,4 auf die MLPD sowie 1,5 auf Sonstige.

 

Ergebnisse Bürgermeisterwahl: 17 von 18 Stimmbezirke ausgezählt


3 Antworten zu “Warener wollen Norbert Möller”

  1. Monika Wolter sagt:

    Gratulieren ganz herzlich zur Wahl des neuen „Direktors“ von Waren und
    Wünschen eine(oder mehrere) erfolgreiche Amtszeiten- was sind wir stolz auf dich! Jöch u.Monika Wolter

  2. Schumacher, Gabriele sagt:

    Sehr geehrter Herr Möller,

    meine herzlichsten Glückwünsche zur gewonnenen Wahl!

    Sie haben sich diese neue Position durch Ihre Glaubwürdigkeit und das gute, ideenreiche Programm, dass Sie im Wahlkampf präsentiert haben, würdig erkämpft. Ich wünsche Ihnen, dass Sie möglichst viele der geplanten Innovationen umsetzen können, und dass Ihnen Ihr neues Amt nicht nur hitzige Diskussionen, sondern auch viele Erfolgserlebnisse bescheren wird bzw. den Bürgern der Stadt Waren.

  3. Danke für den schnellen und ausführlichen Bericht! Gratulation an alle Wahlsieger!
    MfG Ditmar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.