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Welche Stadtvertreter haben Warens Wertstoffhof „beerdigt“?

15. Dezember 2016

Auf Wunsch zahlreicher Leser veröffentlichen wir hier jetzt das Abstimmungsergebnis zur beabsichtigten Schließung des zweiten Warener Wertstoffhofes in Waren-Ost:

Gegen den Erhalt des Wertstoffhofes stimmten:

René Drühl (CDU)
Jutta Gerkan (Grüne)
Andreas Handy (CDU)
Christian Holz (CDU)
Nadine Julitz (SPD)
Petra Klebba (SPD)
Matthias Kumpf (CDU)
Dominique Lindner (SPD)
Ralf Schütze (SPD)
Volker Seemann (SPD)
Jürgen Seidel (CDU)
Ingo Warnke (MUG)

Für den Erhalt des Wertstoffhofes:

Heidemarie Engelking (Linke)
Rainer Espig (Linke)
Olaf Gaulke (MUG)
Helga Kuhn (Linke)
Daniel Niebuhr (FDP)
Rüdiger Prehn (Linke)
Toralf Schnur (FDP)
Christine Stridde (Linke)
Doris Zutt (NPD)

Enthalten haben sich:

Günther Hoffmann (CDU)
Norbert Jarchow (CDU)
Wolfgang Kerber (CDU)
Roland Krimmling (SPD)

Nicht anwesend bei der gestrigen Sitzung:

Ralf Spohr (CDU)
Dagmar Wilisch (Linke)

Der zweite, erst im Mai wieder eröffnete Wertstoffhof in Waren-Ost wurde somit „beerdigt“. Hätte die Stadt den Wertstoffhof erhalten, wären Kosten in Höhe von etwa 31 000 Euro im Jahr auf sie zugekommen.

 


21 Antworten zu “Welche Stadtvertreter haben Warens Wertstoffhof „beerdigt“?”

  1. Klaus Buchholz sagt:

    Ich kann die Entscheidung gegen den Wertstoffhof nicht nachvollziehen. Es wird Geld für viele unsinnige Projekte (z.B. Konferenzraum auf dem Wasser) geplant und ausgegeben. Bei Sachen, die zu einer sauberen Umgebung beitragen wird gespart.
    Was sind das für Lokalpolitiker.

  2. Maik Waren sagt:

    Erst mal möchte ich mich bedanken für diese Informationen. Von denen die dagegen gestimmt haben, hatte ich auch nichts anderes erwartet. Schon gar nicht von Drühl, Holz und Seidel. Was mich wundert sind die Enthaltungen. Hatte da wohl wer Angst vor der Partei? Ist schon auffällig, daß es vor allem CDU-Menschen sind. Hätte wohl sonst Ärger mit den oben gegeben.

  3. Schröder sagt:

    Spätestens jetzt müsste doch jedem ein Licht aufgehen wen man bei der nächsten Wahl seine Stimme geben kann. SPD CDU und Grünen auf keinen Fall.

  4. H. Schrott sagt:

    Warum so verärgert. Da haben sich doch 12 Personen um Waren’s Müll beworben.

  5. Herrmann sagt:

    Verehrter Hr. Schröder, bis zur nächsten Wahl (2019) ist noch lange hin. Bis dahin hat der Wähler vergessen was die Stadtvertreter alles falsch, oder garnicht erst gemacht haben. Aber wenn ich mir die Reaktion von den Bürgern das letzte Jahr ansehe ( denn über die Schließung wurde ja nicht erst gestern geredet) hat es die Menschen nicht gerade viel interessiert, sonst hätte es doch zumindest eine Bürgerbewegung gegeben. Oder sind wir schon so kampflos geworden. ??

  6. Norbert Jarchow sagt:

    Es war eine freie Abstimmung, auch oder gerade bei der CDU. Angst habe ich in meinem Alter schon lange nicht mehr. Daher brauche ich auch nicht, wie die meisten Kommentatoren hier unter einem Decknamen schreiben. Vor einem halben Jahr war ich auch einer von zwei CDU-Vertretern die für den Erhalt gestimmt haben. Aber zum einen musste ich einsehen, dass das Betreiben beider Höfe mit drei Tagen in der Woche sehr unpraktikabel war. Kaum jemand merkt sich die Öffnungstage. So bin auch ich erst zum WSH Waren-West gefahren und da dieser geschlossen war nach Waren Ost. In dieser Zeit folgten mir weitere drei Anliefere. Des weiteren kann ich die steigenden Kostenrechnungen vom Entsorger nicht nachvollziehen. Auch sind die Standorte zu überprüfen, da der Ost-Hof auf jeden Fall recht klein ist und es ín Waren West bei mehreren Anlieferen auch schnell recht eng wird. Daher habe ich um Überprüfung der tatsächlichen Kosten durch die Verwaltung gebeten und um eine Überprüfung ob es eventuell einen zentralen Ort/Grundstück in Waren gibt, der allen Einwohnern gerecht wird. Auch die Öffnungszeiten sollten im Interesse der arbeitenden Bevölkerung überprüft werden. So bin ich schon für eine bürgernahe Müllentsorgung aber zum tatsächlich angefallenen Kostensatz und mit einer möglichst alle Punkte befriedigenden Lösung. Die bedarf natürlich eine Überprüfung und einiger Verhandlungen der Verwaltung mit dem Landkreis und Entsorger. Daher die Enthaltung. Ich bin nicht für „Schnellschüsse“, welche in kurzer Zeit wieder revidiert werden müssen. Daher auch die Stimme zum Erhalt vor einem halben Jahr, in der Hoffnung, dass nach befriedigenden Lösungen ohne Kostensteigerungen gesucht wird. Auch der Vergleich mit einem Projekt „Konferenzraum auf dem Wasser“ ist sehr unschön. Dieses angedachte Projekt hat überhaupt nichts mit der Stadtvertretung oder der Verwaltung der Stadt Waren zu tun. So sollten sich manch Kommentatoren erst richtig informieren, bevor sie losschimpfen.

    • vielen Dank für Ihre Ausführungen Herr Jarchow. Sie machen aber im Prinzip deutlich, dass es noch viele Ungewissheiten gibt. Und die hätte die Verwaltung im vergangenen halben Jahr sehr wohl klären können, ja müssen.Beispielsweise auch die Frage nach einem neuen Standort für einen Wertstoffhof. Dann wäre es an den Stadtvertreter, der Verwaltung ihre Versäumnisse zu nennen und aufzufordern, schnell zu handeln. Wir wissen, wie schnell hier auch etwas im Sande verlaufen kann.

    • Mario sagt:

      Vielen Dank Herr Jarchow für die Ausführungen!
      Ihre Ausführungen sind für mich nachvollziehbar, damit auch die Enthaltung. Vielleicht können sich auch andere Vertreter dazu äußern, dann könnten eventuell man auch die anderen Voten verstehen.
      Im Übrigen habe ich manchmal das Gefühl, dass einige Leser zu schnell die Keule herausholen anstatt erstmal nachzufragen.

  7. Norbert Jarchow sagt:

    …das habe ich auf der Sitzung zumindest versucht. Auch noch zu anderen Themen, wie Bauzustandserhaltung KITA „Bummi“ durch den Träger, welcher die Immobilie mit Verpflichtungen im Erbbaupachtvertragt genutzt hat. Mehr Möglichkeiten hat man auch als Stadtvertreter, wie sie ja selber wissen auch nicht.

  8. Simo sagt:

    Schröder hat Recht! Und vergessen wird von mir und meinem Umfeld hier gar Nichts! Wir leben seit Generationen hier und haben die Schnauze voll davon, dass systematisch am Bürger vorbei regiert wird. Da ich gerade dabei bin: Wir wollen hier eine Schwimmhalle ,verdammt noch mal (!!), für unsere Kinder und die WARENER Bürger. Nicht so eine verkorkste Planung, wo an der Schwimmhalle noch ein Riesenpferdefuß in Form eines weiteren Hotels dranhängt und wir „Eingeborenen“ nur mehr oder weniger geduldet sind.

  9. H._W.B. sagt:

    Vielen Dank allen,die dafür gestimmt haben.Stadtvertreter die sich der Stimme enthalten oder nicht anwesend kann ich nicht gebrauchen.Aber wahrscheinlich steht schon Jemand wegen des Grundstückes in den Startlöchern.Wir müssen uns nur noch daran gewöhnen,das es so das BESTE für uns ist.Verstehen müssen wir es nicht.

  10. Der Marx`s sagt:

    Häää,
    Müllhof unwirtschaftlich, wem wollt Ihr eigentlich verarschen?
    In Großstädten wird sich gestrtitten wer den Müll haben/abfahren darf…alle Entsorger machen aus Sch…e Gold,
    und hier wird Bürgergeld nachgeschoben???
    Ich pers. zahle da im Monat 20€ für meinen Müll der nicht in die Tonne passt. (Werkstattreste)
    Öfters habe ich auch schon beobachtet das ohne Beleg da nur die hälfte bezahlt wird…usw.
    Ich könnte mich noch weiter ärgern aber die Quittung bekommt Ihr (Entscheider) noch…
    „Wir sind das Volk“…und Ihr nur wenige.
    ´nabend

  11. Elimar sagt:

    Als ich den Tagesordnungspunkt
    https://ris.waren-mueritz.de/bi/to0040.php?__ksinr=839
    vor der Stadtvertretersitzung las, musste ich aufpassen, zu erkennen, dass damit nicht unbedingt der Weiterbetrieb gesichert werden soll, sondern das Gegenteil. Ich glaube nicht, dass die freundliche Wortwahl Zufall war. Hat dann auch geklappt.

    Rote & Grüne bilden sowieso eine Fraktion und stimmen das Abstimmungsverhalten, so ich halbwegs informiert bin, regelmäßig in Hinterzimmern mit den Christdemokraten ab. Alle zusammen. Ich sehe kaum einen Stadtvertreter, der sich von Paktiererei unbeeinflusst zeigt und den Mund aufmacht. Das muss am rotgrünschwarzen Filz liegen, der meinen Blick behindert. Ausnahmen sind zuweilen Norbert Jarchow und Toralf Schnur, aber der ist ja von der FDP.

    Ich hoffe, dass ich damit unverdächtig bin, hinsichtlich des Wertstoffhofs unsere Herrschaften nach dem Mund zu reden. Ich meine, dass ein Wertstoffhof genügt. Ich habe nie gesehen, dass dort jemand was zu Fuß hinbringt. Wohin alle mit dem Auto fahren, ist es doch egal, wenn das mal 5 Minuten länger dauert, oder? Man muss da ja nicht jede Woche hin. Einerseits meckern alle und zu recht, wenn die Stadt unser Geld rausschmeißt. Müssen sie sich aber nur einen Millimeter mehr bewegen, heulen unsere Wutbürger aber auch gleich auf. Ist es tatsächlich sinnvoll, mit 30.000€ einen Containerhof zu bewachen, statt was für Kinder, Sport oder echte Kultur zu tun? Dass einer der beiden Wertstoffhöfe dicht gemacht wird, ist, meine ich, eine Frage der Haushaltsdisziplin.

    Um mir nicht Wut-w einzuhandeln, ein Tipp: Wie wäre es, wenn altbrauchbare Materialien für einen kleinen Obolus mitgenommen werden dürften, was die Bilanz des Hofs aufbessert? Zur Zeit werden Leute, die ein paar Latten, ein Stück Kabel, ein kaputtes Röhrenradio … begehren, des Platzes verwiesen. Der Krempel wird dann kostenaufwändig verbracht, wie von anderen Wertstoffhöfen.

  12. East west sagt:

    An Elimar, ab sofort schmeißen wir alles im Wald und auf den Waldwegen hin. Mal sehen ob sie dann immer noch so ein Müll reden.

    • Mario sagt:

      An East West: Elimar hat nur seine Meinung hier kund getan, und das ohne Beleidigung. Im Gegensatz zu Ihnen…

      • Elimar sagt:

        Ostwest meinte bestimmt, dass ich über Müll schrieb. Mich macht nur nachdenklich, wenn er hier offenbart, dass er zu denen gehört, die keine Skrupel hätten, ihren Müll in den Wald zu kippen. Solchem Zeitgenossen wird eher egal sein, ob der kostenpflichtige Wettstoffhof in East nah oder in West weit ist.

  13. Reinhard zur Kammer sagt:

    Dann können wir auf dem flachen Land davon ausgehen, dass die Damen und Herren Abgeornete, die sich gegen einen Werkstoffhof ausgesprochen haben, jede Woche in die umliegenden Wälder fahren und den Müll einsammeln. Viel Spass.

  14. N.Tup. sagt:

    Wie viele fahren jede Woche von Markt zu Markt wegen paar schräge Sonderangebote und verbrauchen dazu etliche Liter Benzin,aber ein oder zweimal im Jahr zu einen Wertstoff Hof zu fahren geht nicht ,das ist doch absolut schräg.

  15. jens 66 sagt:

    Die Leute, die bisher ihren Müll in den Annahmehof gebracht haben, werden es auch weiterhin tun…aus Überzeugung….und so ist es auch richtig, auch wenn es mal eben 5 km mehr zu fahren sind.
    Jetzt damit zu drohen, den Müll in Wald und Feld zu verteilen empfinde ich als ganz schön dumm und primitiv.
    Wir bringen den Müll in den Annahmehof, weil er dahin gehört um umweltgerecht entsorgt zu werden und weil wir die Natur lieben und wertschätzen.
    Unsere Natur, kann nichts dafür, dass unsere CDU und SPD „Stadtvertreter“, die wir aber noch eine Weile ertragen müssen, derart kurzsichtige Entscheidungen treffen.

  16. Peter Sohr sagt:

    Ganz so einfach ist das nicht.

    Es geht hier nicht „nur“ um Müll. Es geht bekanntlich um einen „Wertstoffhof“, der nicht umsonst so heißt.
    Erinnern wir uns einmal daran, das ein derartiger Hof in der Regel Gewinnbringend für den Betreiber ist. Jeder Bürger der dort was abgibt zahlt einen gewissen Obolus wenn es sich nicht gerade um Metall, Altpapier/Pappe oder Glas handelt. Diese wiederverwertbaren „Abfallprodukte“ macht der Betreiber zu Geld. Dinge die er nicht verwerten kann oder selbst teuer entsorgen muss, lässt er sich trefflich vom „abgebenden Bürger“ bezahlen. Zudem steht in jedem Haushalt eine blaue Tonne, die ebenso vorzüglicher Altpapierlieferant ist für das der Entsorger gar nicht einmal so wenig Kohle bekommt und wir als zumeist umweltbewusste Bürger auch noch kostenlos den Sammler miemen der auch noch für kostenlose Lageristika zu sorgen hat. Außer der blauen Tonne und dem ruhigeren Gewissen etwas für die Umwelt zu tun erhält der Bürger kein Geld. Lediglich der Abtransport verursacht für den Entsorger einmalig Kosten.

    Ein Blick weiter zurück offenbart die weltweit positiv gepriesene Wertstoffpolitik in der Ex-DDR. Dort wurde jeder Bürger geradezu selbstverständlich animiert, gegen gutes Geld wiederverwertbare Rohstoffe zu sammeln. Das tat er natürlich gern. Ich erinnere dabei an diverse Altpapier und Glasannahmestaionen in denen nicht nur Schüler gutes Geld verdienten. Waren hatte da so einige Höfe.

    Jetzt verdient ein Unternehmen sein Geld damit und lebt so schlecht damit nicht. Lediglich die Personalkosten sind dabei ein Dorn im Auge, wobei ehrenhalber eingestanden werden muss das die Leute an der Basis auf den jeweiligen Wertstoffhöfen dabei die geringsten Lohnkosten haben denn die Masse der Kosten wird in der Verwaltung erzeugt.

    Wenn jetzt in einer unerklärlichen Art und Weise einige Bürger Angst haben es würde entweder von ihnen selbst oder von anderen eine Tendenz zum wildverkippen geben, mag das seine Berechtigung haben. Jedoch ist jeder selber für seine Einstellung verantwortlich.

    Wenn aber im Einzugsbereich Waren (Müritz) nur noch ein einziger Wertstoffhof existent sein wid, liefert das dem potentiellen Nutzer kaum Zuversicht das seine Wertstoffe Begehrlichkeiten beim Entsorger wecken könnten. Das Umweltbewusstsein wird drastischen Schaden nehmen und schrumpfen. Über diesen Aspekt wird sich kaum einer der namentlich bekannten Entscheider auch nur Anrißweise Gedanken gemacht haben.

    Wartet mal ab, es wird nicht mehr lange dauern und wir werden eine stinkige, mit grünen Fliegen und Maden so strotzende braune Tonne irgendwo unterbringen müssen. Ich werde meine dann ungenutzt als Wassertonne missbrauchen denn eine keimproduzierende Quelle kommt mir nicht in den Haushalt oder vor die Tür.

    Ich werde weiterhin meine Wertstoffe zum Wertstoffhof bringen und hoffe auf die Einsicht anderer dieses gleichzutun.

  17. Mario sagt:

    Wenn ich hier einige Kommentare so lese, dann kann ich nur den Kopf schütteln.
    Ist es nicht zu einfach zu sagen „Wenn ich drei Kilometer mehr fahren muss, dann bin ich halt bockig und kippe den Müll in die Natur“? Leute – ihr schimpft über die Stadtvertreter und deren angeblich nicht bürgernahe Entscheidungen. Aber gerade in diesem Fall müsst Ihr Euch auch mal an die eigene Nase fassen und selbst Verantwortung für Eure Stadt übernehmen. Außerdem ist durch die 30 TEUR kein einziger Arbeitsplatz geschaffen worden. Das Geld ist an anderer Stelle besser aufgehoben.

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