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Weniger Leute gleich weniger Straftäter – und auch ein Gefängnis weniger: Neubrandenburgs Knast schließt 2018

14. November 2017

Eigentlich ist es ja eine gute Nachricht: Es gibt immer weniger Straftäter, also kann ein Gefängnis geschlossen werden. Das hat die Schweriner Justizministerin Katy Hoffmeister heute in Neubrandenburg verkündet. Damit kann Mecklenburg-Vorpommern ab Ende 2018 mit vier statt bisher fünf Justizvollzugsanstalten auskommen. Geschlossen wird das ehemalige Stasi-Gefängnis in Neubrandenburg bis zum 31. 12. 2018. Die 91 Beschäftigten der Justiz, die dort für Ordnung unter den bis zu 128 Gefangenen sorgen, werden aber nicht arbeitslos.

„Sie können drei Wünsche für eine Versetzung äußern“, sagte Hoffmeister. Danach soll jedem individuell eine Versetzung angeboten werden. Denn das Land brauche jeden Mitarbeiter in dieser Branche.

Grund der Ganzen ist der demografische Wandel, zu dem das Älterwerden der Gesellschaft und der Rückgang der Einwohnerzahlen in manchen Regionen gehört. Manche werden älter und vernünftiger und junge Leute werden weniger straffällig, als vor Jahren bei der Gemeration der 90er Jahre-Geborenen noch vermutet wurde.

So gab es 2003 noch 1600 Straftäter hinter Gittern, derzeit sind es rund 1100 solcher „Insassen“. Da sollte die Zahl der Haftplätze angeglichen werden. Um die Jugendanstalt in Neustrelitz besser als bisher auszulasten – sie hatte schon mehrere Jahre nur die Hälfte der Belegung bei 14- bis 24-Jährigen – sollen ab 2018 in einem der Hafthäuser auch Männer bis 30 Jahren inhaftiert werden. Dies aber nur für Straftäter, die zum ersten Mal zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werden, diese auch verbüßen und dabei möglichst resozialisiert werden sollen, also dort eventuell eine Berufsabschluss nachholen könnten.

Damit sollten sich potentielle Straftäter aus der Seenplatte künftig noch genauer überlegen, ob sie wieder straffällig werden: Dann würde ein Aufenthalt hinter „schwedischen Gardinen“ bei Älteren nur noch in Waldeck bei Rostock, Stralsund oder bei den richtigen Schwerkriminellen in Bützow möglich sein.


2 Antworten zu “Weniger Leute gleich weniger Straftäter – und auch ein Gefängnis weniger: Neubrandenburgs Knast schließt 2018”

  1. WRN sagt:

    Kein Wunder, daß weniger „Knastplätze“ gebraucht werden , wegen so mancher Gerichtsurteilen…….

  2. MarcOh sagt:

    Dem Kommentar stimme ich voll und ganz zu! Bei diesen ganzen weichgespülten Urteilen ist es kein Wunder, dass die JVA’s nicht ausgelastet sind! Aber mit der offiziellen Begründung kann man natürlich locker einen Knast einsparen. Unglaublich!

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