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Wenn neben Alkohol noch andere Rauschmittel im Spiel sind

9. Februar 2018

Alkohol und Drogen können für sich allein genommen bereits verheerende Auswirkungen auf den Körper haben. Beim sogenannten Mischkonsum werden sogar zwei oder mehr Suchtmittel gleichzeitig oder im kurzen zeitlichen Abstand zueinander konsumiert. Die dabei entstehenden Wechselwirkungen und Risiken lassen sich allerdings kaum abschätzen. Welche Kombinationen von Rauschmitteln am häufigsten sind und wie gefährlich diese werden können, erläutert der folgende Ratgeber.

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol und Tabak ist die wohl gängigste Form des Mischkonsums. Diese Kombination schädigt jedoch nahezu jedes Organ. So steigt beispielsweise das Krebsrisiko um ein Vielfaches an und auch die Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung nimmt zu. Auf den Hormonhaushalt kann solch ein Mischkonsum ebenfalls negative Auswirkungen haben, zum Beispiel in Form von Erektionsstörungen bei Männern und Menstruationsstörungen bei Frauen.

Alkohol wird zudem oft in Verbindung mit Cannabis konsumiert, was eine große Belastung für den Kreislauf darstellt: Übelkeit und Erbrechen sind die Folge. Und auch das Reaktionsvermögen sowie die Orientierungsfähigkeit lassen schneller nach als beim alleinigen Alkoholkonsum. Unter diesen Umständen am Straßenverkehr teilzunehmen, kann lebensgefährlich sein.

Ein ebenfalls verbreiteter Mischkonsum ist der von Alkohol und Ecstasy. Letzteres führt dazu, dass die Wirkung des Alkohols weniger spürbar und daher in größeren Mengen verzehrt wird. Gleichzeitig wird allerdings der Alkoholabbau in der Leber verlangsamt, so dass diese Kombination besonders gefährlich ist, denn es besteht eine erhöhte Gefahr einer Alkoholvergiftung. Des Weiteren belegen Studien, dass das Absterben von Leberzellen bei diesem Mischkonsum deutlich stärker ist als bei der Einnahme einer der Substanzen allein. Auf Dauer kann es sogar zu Gedächtnisstörungen kommen, welche unter Umständen nicht mehr umkehrbar sind.

Nicht zuletzt kann es gefährlich werden, Medikamente, wie Antibiotika, zusammen mit Drogen oder Alkohol einzunehmen. Viele Kombinationen von Rauschmitteln sind zudem bis heute nicht ausreichend erforscht, weshalb grundsätzlich ein Mischkonsum vermieden werden sollte.

Mischkonsum im Straßenverkehr

Auf Dauer kann die gleichzeitige Einnahme von mehreren Substanzen dem Körper deutlichen Schaden zufügen. Die unmittelbaren Reaktionen sind jedoch bei jedem unterschiedlich und daher schwer einzuschätzen. Eine Teilnahme am Straßenverkehr ist aber in jedem Fall zu vermeiden, da diese lebensgefährlich für den Betroffenen, aber auch für die anderen Verkehrsteilnehmer sein kann. Daher werden erhebliche Strafen verhängt, wenn Verkehrssünder im Rauschzustand ein Kraftfahrzeug führen.

Nach der Einnahme einzelner Drogen Auto zu fahren gilt bereits als Straftat, weshalb der Führerschein in jedem Fall entzogen wird. Die Dauer des Fahrverbots hängt aber davon ab, wie oft der Fahrer schon unter Drogeneinfluss hinterm Steuer erwischt wurde.

Handelt es sich beispielsweise um das erste Vergehen, sind 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot die Folge. Zusätzlich muss meist eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung absolviert werden, bevor die Teilnahme am Straßenverkehr wieder gewährt wird.

Die Kombination von berauschenden Substanzen führt jedoch in der Regel zur absoluten Fahruntüchtigkeit, daher ist bei einem Mischkonsum mit einem deutlich höheren Strafmaß zu rechnen. So kann eine Geldstrafe weit über 500 Euro oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr verhängt werden. Personen, die ein Fahrzeug in diesem Zustand führen, können darüber hinaus des Vorsatzes beschuldigt werden, was das Strafmaß zusätzlich erhöht. Dies ist selbstverständlich auch der Fall, sobald bei dem Verkehrsdelikt andere Teilnehmer gefährdet, verletzt oder sogar getötet werden.

Weitere Informationen zum Mischkonsum und den Sanktionen im Straßenverkehr erhalten Sie unter www.bussgeldkataloge.de/mischkonsum/.


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