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10. Neustrelitzer Naturfilmfestival in der Alten Kachelofenfabrik

6. Oktober 2019

Zum zehnten und letzten Mal laden der Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation e.V. in der Alten Kachelofenfabrik und das Nationalparkamt Müritz vom 10. -13. Oktober zum Neustrelitzer Naturfilmfestival MENSCH! NATUR!“, ein.
Vier ereignisreiche Tage rücken die Natur in den Fokus, um die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Natur als Erfahrungs- und Lebensraum für die Menschen, Natur als bedrohter Teil regionaler und globaler Entwicklungen, Natur als Daseinsgrundlage für Mensch, Tier- und Pflanzenwelt erfahrbar zu machen. Dabei soll ein für das Publikum überraschender Blick auf Umwelt und Natur gerichtet werden, mit Filmen, die berühren und zum Nachdenken anregen, mit einer Diskussionsrunde, einer Ausstellung, einer Wanderung und einem Ausflug in die regionale Küche.

Das Publikum entscheidet, welcher der sieben Langfilme den mit 1000 Euro dotierten und von der Sparkasse gestifteten Publikumsadler erhält und welcher Kurzfilm mit dem 300 Euro dotierten Adlerei aus Holz, gestiftet vom Nationalparkamt Müritz, ausgezeichnet wird. Interessierte Besucher haben die Möglichkeit, von Donnerstagabend bis Sonntagvormittag, alle Filme zu sehen, für die es jeweils zwei Termine gibt.

Eröffnet wird das Festival am Donnerstag, 10. Oktober, um 19:30 Uhr mit dem Dokumentarfilm „Das Wunder von Mals“. Regisseur Alexander Schiebel begleitet die Einwohner der Südtiroler Gemeinde Mals bei ihrem Kampf gegen eine Übermacht aus Bauernbund, Landesregierung und Pharmaindustrie, denn Mals will die erste pestizidfreie Gemeinde ohne Monokulturen werden.

Gleich zwei Künstler präsentieren ihre Arbeiten in der fabrik.galerie. Der Neustrelitzer Paul Möller unternimmt eine faszinierende Bilderreise in eine künstlerisch-inszenierte Zukunftsvision einer Erde ohne Sauerstoff, verursacht durch den Menschen. Matthias Wolf, der viele Jahre am Neustrelitzer Theater wirkte, findet ganz verschiedene Antworten auf die Frage „Warum Natur fotografieren?

Der Spielfilm „Nanouk“ begleitet den beschwerlichen Alltag eines alternden Paares in der sibirischen Eiswüste und ihren Kampf in der sich verändernden Natur. Der Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“ wagt einen erschütternden Blick auf die größte Müllhalde in Ghana. Elektroschrott aus Europa wird hier unter unmenschlichen Bedingungen auseinandergenommen. Gleich zwei Dokumentationen „Unsere große kleine Farm“ und „Aus Liebe zum Überleben“ zeigen mögliche Alternativen gegenüber einer konventionellen Landwirtschaft auf und begleiten Menschen in ihrem Alltag. Ohne Rücksicht auf Mensch und Natur wird im Norden Kanadas aus Sand Öl gewonnen. Der Film „Dark Eden“ porträtiert Menschen, die die Risiken des Frackings, es werden lebensgefährliche Stoffe freigesetzt, die Natur, Menschen und Tiere vergiften, weitestgehend ausblenden Im Spielfilm „Der weiße Löwe“, nicht nur für die jüngeren Zuschauer, versucht der Junge Gisani mit Kraft und List den weißen Löwen vor einem Trophäenjäger zu retten.

Die Veranstaltung „Im Fokus“ setzt sich mit der Frage auseinander, “Rettet ein Nationalpark die Welt“, eine Diskussion über lokale Fragen und Probleme, verwoben mit großen globalen Fragen und möglichen Perspektiven.

Die Exkursion zum Thema „Energie verändert die Landschaft“ am Sonntag beginnt am Jugendwaldheim Steinmühle. Zeugen historischer Energienutzung treffen auf innovative Lösungen von heute. Anschließend werden in der Alten Kachelofenfabrik ein regionales Buffet und Schweizer Köstlichkeiten angeboten.

Nach der Bekanntgabe der Siegerfilme um 14:30 Uhr werden einige Kurzfilme der vergangenen Jahre gezeigt. Im Anschluss daran stellen sich der Schirmherr des Festivals Prof. Dr. Hans D. Knapp, der Leiter des Nationalparkamtes Ulrich Meßner und die Organisatoren des Festivals in einem Podiumsgespräch den Fragen des Publikums. Sie diskutieren über zehn Jahre Festival und über Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit zum Thema Mensch! Natur!

Foto: Eröffnungs-Kurzfilm „Oro Blanco“ von Gisela Carbajal Rodriguez, BRD 2018

Weitere Informationen zum Festivalprogramm unter www.basiskulturfabrik.de und www.basiskulturfabrik.de.


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