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110 Fahrzeuge bei Autokorso in Waren – Auch Schulausfall

24. November 2022

Die rechtzeitige Ankündigung des vom „Müritzer Unternehmeraufstand“ organisierten Autokorsos hat offenbar dafür gesorgt, dass sich viele Warener auf die möglichen Behinderungen eingestellt haben. Es war heute deutlich weniger Verkehr als normalerweise an einem Donnerstagnachmittag.
Viele Firmen hatten ihre Mitarbeiter bereits früher in den Feierabend geschickt, damit sie vor dem Korso nach Hause kommen, und sogar Schulausfall gab es wegen der rollenden Demo. So fielen die 7. und 8. Stunde für Jugendliche von 13 Klassen des RBB Müritz aus. Die Verantwortlichen hatten die Befürchtung, dass die Schüler sonst nach regulärem Schulschluss nicht mit ihren Bussen nach Hausse kommen.
Auch die Polizei war bestens vorbereitet und hat bei Stau-Erscheinungen schnell eingegriffen.
Nach Polizeiangaben haben am Warener Korso 110 Fahrzeuge teilgenommen, angemeldet waren 200.


16 Antworten zu “110 Fahrzeuge bei Autokorso in Waren – Auch Schulausfall”

  1. Peter sagt:

    witzveranstaltung.

  2. Unternehmer sagt:

    Ich kann Peter nur zustimmen.
    Damit machen sich die, zum Teil selbst ernannten, „Unternehmer“ mehr als lächerlich.

  3. Elimar sagt:

    „Es war heute deutlich weniger Verkehr als normalerweise an einem Donnerstagnachmittag.“ Hm. Wenn die Leute das nicht am Freitag nachholen, sondern ihre Erledigungen mit dem Fahrrad gemacht haben, dann war es gut im Sinne des Kliamschutzes. Wer hätte soviel Engagement dieser Art Unternehmer vorher zugetraut? Beim nächsten mal: Jeder Unternehmer möge seine Reifen mit Sekundenkleber auf der Fahrbahn aufkleben. Ach ja: Die dicke orange Arbeitsjacke mitnehmen und vorschriftsmäßig den Motor abstellen!

  4. Regina Cleemannw sagt:

    Schön , dass es noch vielen so gut geht , dass sie sich hier so selbstzufrieden und überlegen äußern können. Beneidenswert die Ruhe und Gelassenheit , die einige empfinden angesichts der aktuellen Politik und bescheiden der Anspruch an Sicherheit für Sie und Ihre Familie , angesichts explodierender Raketen im Natogebiet.
    Die Gesetze des Landes lassen es zu , dass man sich Gedanken machen kann und diese Gedanken frei auf vielfältige Art und Weise auch äußert. Ich bin sicher , dass die Teilnehmer des Autokorsos mit Verantwortungsbewusstseln alles bedacht haben , was an Folgen eines verfrühten Feierabends am Donnerstag der Freitag bringen wird.
    Und die Folgen für das Klima ? Vielleicht sollte man in Bezug auf das Klima das Augenmerk mehr auf den Waffeneinsatz in der Ukraine legen , der auf beiden Seiten nicht nur tötet , sondern auch nachhaltig vernichtende Folgen für Natur und Klima hat und der in zunehmendem Maße auf das Konto der EU geht.

  5. M.M. sagt:

    Jeder mag und darf von der Aktion halten was er möchte. Manchmal kann ein Perspektivwechsel aber auch sehr anregend sein. Unsere kleine Tochter hat gestern Abend freudig erregt erzählt, dass „in der Stadt Auto-Chor war, die Autos ganz festlich geschmückt waren und es eine tolle Parade war“. Diese kindlich unbefangene und völlig unpolitische Perspektive hat mir persönlich sofort ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und könnte uns alle lehren trotz widriger Umstände, unterschiedlicher Auffassungen und Überzeugungen auch hin und wieder mal die kleinen wunderbaren Dinge in all dem großen Mist zu sehen.

    Ich persönlich schaffe es nicht, mich mit den im Rahmen dieser Aktion gestellten Forderungen zu arrangieren, aber dennoch freue ich mich aus der Perspektive eines unschuldigen Kindes, dass diese Aktion etwas farbenfrohe Abwechslung und seichte Unterhaltung in einen ansonsten alltäglichen und tristen Herbsttag gebracht hat.

    Auch wenn sich anderes vermuten lässt, bedanke ich mich wirklich ehrlich und ernsthaft bei allen Beteiligten dafür, dass ihr mit diesen Aktionen, wenn auch eher ungewollt, auch Freude verbreitet. Mit dieser Perspektive im Herzen stehe ich persönlich dieser Art von Aktion nun sehr viel offener gegenüber.

    Vielleicht täten wir alle sogar gut daran etwas mehr aus dem Lied „Kinder an die Macht“ von Herbert Grönemeyer zu beherzigen.

  6. Martin sagt:

    Was für eine lächerliche Aktion, solche Unternehmer braucht kein Land.

    Richtige Unternehmer „unternehmen“ etwas, sind kreativ und einfallsreich anstatt die Umwelt unnötigerweise mit solchen Aktionen zu strapazieren. Zum Glück gibt es in MV auch gute Beispiele.

  7. Ingolf sagt:

    Danke Regina. Ich bin zwar kein Unternehmer aber habe trotzdem die Meinung, dass viele politische Entscheidungen unserer Tage nicht einfach so geschluckt werden sollten. Wie ich vor längerer Zeit schon mal gesagt habe, sollten wir ungeachtet der jeweiligen Themen aufpassen, dass wir vernünftig miteinander umgehen. Sehr viele Kommentare zeigen mindestens Angespanntheit, wenn nicht gar Aggressivität. Was die Sache mit dem „Sekundenkleber“ betrifft, denke ich: Thema verfehlt.

  8. Emil sagt:

    Ganz allgemein kann man nur sagen:

    Das Recht auf Demonstration hat jeder!
    Wenn ordentlich nach den Gesetzen und den Vorschriften die Demonstration angemeldet und durchgeführt wird, dann muss das eine Gesesllschaft aushalten.

    Aber, ich muss mich mit den Forderungen der Demonstrationen nicht solidarisieren, ich kann sogar ablehnend diesen Forderungen gegenüberstehen.
    Schwierig ist die Frage, ob ich eine ablehnende Haltung gegenüber den Teilnehmern haben darf. Also nicht dem Thema, sondern den Personen, die das Thema vertreten..
    Ein Ja auf diese Frage, kann natürlich eine Gesellschaft in Stücke reißen.
    Ich kann aber auch verstehen, wenn man über die Teilnehmer den Kopf schüttel oder sein Kaufverhalten überdenkt.
    Aber trotzdem muss man den Teilnehmern (auch den Klimaaktivisten und Pegida-Teilnehmern) ihre Demonstrationsrecht lassen, auch wenn das Einschränkungen für mich als Menschen bedeutet.

  9. Warener Oldie9wEN sagt:

    Die Aggressivität der Kommentatoren, die diese Aktion nicht unbedingt positiv begleiten, gibt mir echt zu denken.

  10. Peter sagt:

    tja Aktivisten Kleber und Bauern sind da nicht so rucksichtsvoll

  11. AA sagt:

    Ich kann die Kommentare der „Gegner“ der Demos nicht verstehen. Die Akteure gehen für ALLE auf die Straße, nicht nur für sich/ihre Unternehmen.

    Aber, so wie Frau Cleemann schon sagt, es scheint einigen/vielen noch zu gut zu gehen.

    So wie es damals war, wir sind das Volk und wir müssen zusammenhalten.

    Und @Martin: vllt haben Sie ja bessere (kreativere und einfallsreichere) Ideen?! Sind die Unternehmer und Co mit Sicherheit offen für

  12. Mario sagt:

    @@AA
    Demokratie heißt, dass jeder in unserem Staat seine Meinung frei äußern darf, auch in Form diverser angemeldeter Demos. Bei den meisten Themen kann ich nur verwundert bzw. missbilligend den Kopf schütteln, bei einigen wenigen zumindest habe ich Verständnis. Aber: Null Verständnis habe ich bei Ihrer Annahme, dass die Organisatoren und Teilnehmer angeblich für ALLE handeln. Das zeugt schon ziemlich von Überheblichkeit und Größenwahn. Ich kann nur hoffen, dass nicht alle der oben genannten Personen ähnlich denken. Die Summe Ihrer Forderungen disqualifiziert sie von der Repräsentation der meisten Bewohner dieses Landes.

  13. Adernalinius sagt:

    Ich wollte auch teilnehmen am Autokorso mit Hupkonzert. Ja die Regierung ist ganz schlecht. Erst beschließt sie eine Spritpreisbremse, dann eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten, dann eine Deckelung der Gaspreise, vielleicht auch der Sdtrompreise. Sowas brauchen die Warner Unternehmer nicht, verdammt noch mal. Die Steuergelder sollen viel besser ausgegeben werden, nicht bei solchen Sachen, die dem kleinen Mann nützen. oder man schafft Steuern ab. Gut, das macht die Ampelregierung, z.B. bei Energiekosten oder für Photovoltaik. Aber das ist doch wieder mit der Gießkanne. Eine schwarz-hellblaue Regierung hätte das besser hingekriegt, wie man an der Einflussnahme auf das Bürgergeld der schwarzen und Ablehnung der Hellblauen sieht. Viel besser wäre doch, Herrn Putin zu bitten, seine Pipelines zu reparieren, aufzudrehen und das dafür gewünschte Geld nach Russland strömen zu lassen. Warum werden die Yachten der Oligarchen festgesetzt? Gegenvorschlag: sie ohne Hafengebühren ankern zu lassen, sie von den Pleitewerften auf Steuerzahlerkosten instandzuhalten und wenn alles nicht hilft, dass billige Energie hemmungslos verballert werden kann, Herrn Prigoschin mit modernen Waffen zu versorgen. Der arme Kerl, man kann es kaum ertragen, muss ja auf Vorschlaghämmer zurückgreifen. Aber zumindest die sollten Warener Unternehmer haben. Sie könnten sie ja spenden. Ich bin dabei!

  14. Tom B sagt:

    @ Adernalinius: jedem steht es frei, ins „schöne“ Russland auszuwandern und sich dann u.a. günstig eine Jacht zu „Erwirtschaften“ !
    Was sie da für einen Quatsch von sich geben lässt einem nur mit dem Kopf schütteln ….

  15. Stefan sagt:

    @ Adernalinius
    Sie hätten mit *Ironie Ende* abschließen sollen damit es auch alle verstehen ;)

    Ich verstehe die Hinweise auf eine angebliche Aggressivität nicht. Für mich waren alle Meinungsäußerungen, mal emotionaler, aber stets sachlich und ohne Worte, die man vor denken Kindern besser nicht gebraucht.

    Wie Sie schon alle bemerkt haben, muss man die Meinung anderer in einer Demokratie aushalten können, aber das ist eben auch keine Einbahnstraße.

  16. martin sagt:

    @AA
    To keep a long story short…siehe z.B.: https://www.lfi-mv.de/wirtschaft/
    Hier gibt es gute Beispiele von Unternehmern in MV, die zeigen, dass diese Unternehmen im positiven Sinne „machen“ anstatt angesichts der Entwicklung in Europa einfach nur unreflektierend protestieren.