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Wenn sich Politiker um das Thema Schwimmunterricht drücken

14. September 2019

Analyse: Der Aufschrei war zunächst riesig, verhallte aber auch genauso schnell wieder: Als Anfang Juni bei Rostock ein zehnjähriges Mädchen ertrunken ist, haben sich in MV Politiker aller Parteien zu Wort gemeldet, von unhaltbaren Zuständen gesprochen, posaunt, dass fast 60 Prozent der Kinder in Mecklenburg-Vorpommern im Grundschulalter keine sicheren Schwimmer seien. Da wurde erklärt, dass in vielen Schulen kein Schwimmunterricht erteilt wird, weil es an Möglichkeiten fehle, und da forderte man ganz schnelle Lösungen. Nun ja, was das Wort “schnell” im Politiker-Deutsch heißt, ist allgemeinhin bekannt.
Wir haben uns die Situation in Waren und Umgebung angeschaut. Und festgestellt: Hier gibt es erhebliche Unterschiede. Und das sowohl, was die Qualität des Schwimmunterrichtes angeht, als auch, was die Kosten dafür betrifft. Posaunt wird aber auch hier.

Laut Rahmenlehrplan des Landes Mecklenburg-Vorpommern muss der Schwimmunterricht in den 3. Klassen erteilt werden. Wie dieser aussehen soll und muss, kann sich aber offenbar jede Schule selbst so auslegen, wie sie es möchte, konkrete Vorschriften scheint es nicht zu geben. Das mag auch daran liegen, dass viele Schulen gar keine Möglichkeit haben, diesen Unterricht zu geben – weder personell noch was die Nähe einer Schwimmhalle angeht.

Mit dem Wegfall der Schwimmhalle in Klink hingen auch die Warener Schulen zunächst in der Luft. Es wurden verschiedene Möglichkeiten geprüft, vor allem die Fahrt in die Röbeler Therme.

In den beiden staatlichen Grundschulen – Käthe-Kollwitz und Grundschule am Papenberg – hat man sich dagegen entschieden. Stattdessen fahren die Kinder einmal pro Woche ins SPA Amsee. Wohl eher zum “Planschen” als zum Schwimmen, wie uns zahlreiche Eltern berichtet haben und wie der Name der Einrichtung ja auch vermuten lässt. Ein richtiges Schwimmbecken mit nötiger Tiefe und entsprechend langen Bahnen gibt es nicht. Schwimmstufen können die Drittklässler – insgesamt 193 aus den beiden Schulen – hier nicht ablegen. Dafür ist das Wellness-Becken einfach nicht ausgelegt.

Sehen lassen können sich aber die Kosten dafür: 24 000 Euro hat die Stadt Waren in diesem Jahr für den Schwimmunterricht der 193 Mädchen und Jungen in den Haushalt eingestellt – 200 Euro pro Stunde in Amsee zuzüglich der Kosten für den Bus. Macht pro Kind rund 124 Euro für den Schwimmunterricht pro Schuljahr. Also 24 000 Euro für einen Schwimmunterricht, der genau genommen kein richtiger ist.

Anders die Arche Schule. Seit vielen Jahren fahren die Drittklässler der Evangelischen Schule am Beginn des Schuljahres eine Woche lang jeden Tag in die Röbeler Müritz Therme. Dort können sie unter fachlicher Anleitung entweder das Schwimmen lernen oder eben festigen. Sehr intensiv, da sie die Halle fünf Tage lang von morgens bis in den frühen Nachmittag hinein nutzen. Kosten für die Arche-Schule laut Schulleiterin Manuela Bielke: 750 Euro Miete in Röbel plus rund 380 Euro für den Bus. Macht pro Kind 56,50 Euro für den Schwimmunterricht. Für einen qualifizierten und intensiven Schwimmunterricht zahlt die Arche-Schule also nicht einmal die Hälfte von dem, was die Stadt für den Unterricht im Wellness-Becken ausgeben muss.

Und nur mal nebenbei: Die Stadt Waren bezuschusst den Schwimmunterricht der Arche-Schule nicht, obwohl es sich größtenteils um Warener Kinder handelt. Sowohl die Halle als auch die Fahrt mit dem “dat-Bus” muss die Schule selbst aufbringen.

Auch die Peene-Schule, die in Trägerschaft der AWO in Groß Gievitz nicht nur Kinder aus dem Ort, sondern auch aus der Umgebung und Waren unterrichtet, setzt lieber auf die intensive Variante. “Wir fahren mit den dritten und vierten Klassen im ersten und zweiten Halbsjahr  jeweils vier Tage am Stück nach Röbel”, berichtet Schulleiterin Birgit Rathmann auf Nachfrage von “Wir sind Müritzer”. Pro Klasse seien das 19 Schüler. Diese Variante bedeute wie bei der Arche-Schule zwar einen größeren organisatorischen Mehraufwand, da auch Stundenpläne geändert werden müssten, sie sei aber für die Kinder und die Qualität des Unterrichtes deutlich besser. Auch die AWO bekomme keine staatlichen Zuschüsse und müsse für die Kosten selbst aufkommen. Gefahren werden die Mädchen und Jungen mit den AWO-eigenen Fahrzeugen.

KOMMENTAR

Dieser Zustand ist ein Jammer, nein, er ist eigentlich eine Katastrophe! Kinder aus der Müritz-Region, die am größten Binnensee Deutschlands aufwachsen, müssen in einem niedlichen Wellness-Becken schwimmen lernen. Was eigentlich nur eine kurze Übergangslösung sein sollte, muss jetzt von den Kids, Eltern und Lehrern schon seit Jahren hingenommen werden. Weil, ja weil man in Waren seit langer, langer Zeit auf einen Aqua-Regia-Park auf dem Nesselberg hofft, von dem man doch auch schon seit Jahren weiß, dass er nie kommen wird.

Dennoch haben Stadtvertreter und Bürgermeister dem Möchtegern-Investor Gregor Schmidt immer wieder neue Fristen gewährt. Zuletzt aus Angst vor angeblichen Schadenersatzforderungen. Die vielen Jahre davor aber wahrscheinlich auch, weil sie ganz einfach zu bequem waren, endlich selbst nach Lösungen für einen vernünftigen Schwimmunterricht in Waren zu suchen. Es ist ja einfacher, zu warten, bis da irgendwer von irgendwoher kommt und irgendwo irgendwas hinbaut.  Und es ist ja sooo leicht, zu sagen: “Rechnet sich nicht”. Unabhängig davon, dass man Menschenleben nie in Geld aufrechen sollte und darf, machen andere Städte in der Umgebung vor, dass es geht. Auch hier gilt: Wo ein Wille, da ein Weg… Allein der Wille fehlt in Waren.

Hat sich eigentlich mal ein Stadtvertreter den teuren Schwimmunterricht in Amsee persönlich angeschaut?
Wäre es zu einem Aqua-Regia-Park gekommen, hätten bei der Grundsteinlegung sicherlich fast alle Politiker fröhlich in die Kameras der Medien gelächelt und sich selbst sowie gegenseitig genüsslich auf die Schultern geklopft. Aber der Realität ins Auge zu schauen, sprich, sich den Plansch-Unterricht in Amsee anzuschauen, bringt ja weder Sympathiepunkte, noch kann man davon tolle Fotos im Internet posten.

Fakt ist: Sowohl die Mehrheit der Warener Stadtvertreter der vergangenen Jahre als auch die komplette Führung der Warener Stadtverwaltung haben bei diesem wichtigen Thema bislang kläglich versagt.

Klar könnte man argumentieren, dass Kinder auch in der Müritz schwimmen lernen können, und Gott sei Dank gibt es beim SKV und dem DRK ehrenamtliche Schwimmlehrer, die sich darum unter anderem in den Sommerferien kümmern.
Und natürlich sollten auch die Eltern nicht aus der Verantwortung genommen werden. Alles richtig. Nur, die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Viele Grundschüler schwimmen gar nicht oder nur sehr unsicher. Da nützt das Schul-Planschen in einer SPA-Oase wohl wenig. Und es gibt einen Rahmenlehrplan, der aber offenbar auch nur so sinnlos da auf dem Papier steht.

Waren braucht kein Spaßbad wie Röbel, aber die größte Stadt an der Müritz braucht ein Schwimmbad, in dem unsere Kinder schwimmen lernen können – unabhängig von Wind und Wetter,  Busfahrzeiten und Kosten.

Die verantwortlichen Politiker sollten endlich aufwachen und nicht erst dann ach so mitleidige Statements von sich geben, wenn etwas Schlimmes passiert, weil ein Kind nicht schwimmen kann.       Antje Rußbüldt-Gest


15 Antworten zu “Wenn sich Politiker um das Thema Schwimmunterricht drücken”

  1. Liz sagt:

    Danke für den sehr guten Artikel!
    Ich stimme dem voll zu.
    Eine Ergänzung noch – auch als Erwachsene möchte ich gerne ganzjährig in Waren Schwimmen gehen ohne lange Wege, gleich nach der Arbeit.
    Klink habe ich dazu wöchentlich genutzt. Röbel ist mir zu weit weg.
    Es wurden doch von der FDP schon vor längerem Unterschriften für eine Schwimmhalle gesammelt. Warum ignorieren die Stadtvertreter die einheimische Bevölkerung? Warum sind Touristen gefühlt viel wichtiger?

  2. Hermann W. sagt:

    Bericht und Kommentar sehr gut, bitte öfter den Finger auf offensichtliche Wunden legen.

  3. East West sagt:

    Dann bleibt den Eltern eben nichts anderes übrig, den Kindern das schwimmen selbst bei zubringen. Wir haben 3 Kinder im Alter von 4,7,12J. und alle können schwimmen,weil Sie es selbst gelernt haben. Sind dazu immer nach Stralsund gefahren,in den Hanse Dom. Ideale Bedingungen. Es bleibt einen , ja auch nichts anderes übrig. Traurig genug.

  4. Ludwig sagt:

    Völlig daneben Frau Gest.
    “Unabhängig davon, dass man Menschenleben nie in Geld aufrechen sollte und darf …”
    Immer wieder die Moralkeule schwingen.

    Selbstverständlich wird ein Menschenleben in Geld aufgerechnet.
    Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Anders kann es gar nicht gehen.
    Das geht los im Mittelalter, als die Feudalherren den Bauern das Getreide wegnahmen. Auch bei schlechter Ernte musste man seinen Teil abgeben. Und im schlimmsten Fall verhungerten Familienmitglieder (auch Kinder).

    Auch heute lässt man als Krankenkasse nicht jedes Medikament dem Patienten zukommen. Manche Spezialbehandlungen sind einfach unbezahlbar (z. B. Krebsbehandlungen) und auch Vorsorgemaßnahmen werden berechnet und manchmal nicht bezahlt.
    Mit der besseren Ernährung lebt man länger, gesünder und besser – die kostet aber mehr (frisches Obst, Bio etc.).
    Die Krankenkasse müsste eigentlich jedem Beitragszahler einen Zuschuss geben, damit man gesünder lebt.
    Tut sie das nicht (wie momentan), kostet das ja Menschenleben (man stirbt früher).
    Gleiches beim Wohnen – jahrelanges Wohnen an einer Hauptstraße im Vergleich zum Häuschen im Wald (Lunge – Lärm).
    Oder den Fahrradfahrer einen Fahrradhelm kostenlos geben (schenken), weil damit im schlimmsten Fall (Unfall) Menschenleben gerettet werden.

    Nun also der Schwimmunterricht.
    Ich bin ja vollkommen bei ihnen, dass man als Stadt etwas bezuschussen sollte und auch dafür Geld in die Hand nehmen kann. Dieses Geld sollte auch sinnvoll eingesetzt werden. Siehe die Archeschule im Vergleich zum Spa Amsee.
    Danke für die Aufklärung, dass man hier das Geld sinnvoller einsetzen könnte.

    Aber immer so zu tun, als wenn eine Schwimmhalle in Waren die einzige richtige Möglichkeit wäre, ist falsch.
    Und dann damit zu argumentieren, dass es hier um Menschenleben geht (Kinder – Nichtschwimmer), ist reiner Populismus.

    Wo gibt es denn den kostenlosen Fahrradunterricht, den kostenlosen Gehunterricht, den kostenlosen “bei Rot an der Ampel musst du stehenbleiben”-Unterricht.
    Wir haben genügend Seen in der Umgebung und der Sommer ist auch immer lange genug.
    Zu DDR-Zeiten (und auch nach der Wende) hat man es auch geschafft im See schwimmen zu lernen.
    Wieso benötigt man jetzt auf einmal eine Schwimmhalle dafür.
    Ich würde es ja verstehen, wenn wir in Sibirien oder Afrika leben würden und die Seen wären das ganze Jahr zugefroren oder nicht vorhanden.
    Es gibt genügend Angebote (Schwimmferienlager, Sportvereine), vielleicht sind sie ja zu teuer.
    Aber, dass jetzt unbedingt die Schwimmhalle her muss nur für die nichtschwimmenden Kinder halte ich für Populismus.

    Fakt ist, die Schwimmhalle wollen die Menschen, die gerne schwimmen wollen! Egal ob alt oder jung.
    Das ist okay – Autofahrer wollen bessere Straßen, Fahrradfahrer wollen Radwege, Fußballer wollen Fußballplätze.
    Aber es werden immer die nichtschwimmenden Kinder vorgeschoben und das finde ich falsch.
    Dann bitte mal durchrechnen was es kostet, wenn pro Jahr nur 600 Kinder (inklusive Dörfer) die Schwimmhalle benutzen um Schwimmen zu lernen.
    Dafür steht dann aber ein Millionenbau inklusive teurem Unterhalt in Waren, der im Sommer nicht genutzt wird.

  5. änkypelenky sagt:

    Danke Ludwig!! Klare Worte, die ich bestätigen möchte. Ich finde, die Schulen könnten die sogenannten „Projektwochen“ nach Zensurenschluss und vor den Sommerferien nutzen, um eine Woche Schwimmunterricht/Schwimmlager am Volksbad zu machen. Besser gehts doch eigentlich nicht! Und ja, dann muss man eben einen Rettungsschwimmer dazubuchen, wenn nicht genug Sportlehrer die Rettungsschwimmerqualifikation haben. Alles besser und preiswerter als die Amsee-Option! Und ich befürworte ausdrücklich NICHT den Bau einer Schwimmhalle in Waren.

  6. Simon Simson sagt:

    Man kann für oder gegen eine Schwimmhalle sein. Man sollte aber auch erkennen, dass die Stadtvertreter gegen eine sind, denn sie sind es, die so eine Investition, den Bebauungsplan und vieles mehr stellvertretend für uns Bürger entscheiden. Ganz sicher entscheiden sie genau so, wie es die Bürger wollen, also KEINE blöde afrikanisch-sibirische Schwimmhalle. Sonst würden sie seit den Wahlen nicht wieder in den Gremien sitzen. Dazugekommen sind aber welche, die noch alternativer denken, als alternativ, und zwar für Deutschland. Hm. Sibirische und afrikanische Verhältnisse sind diesen Hellblaubraunen natürlich ein Greuel. Wie zu DDR-Zeiten können wir das ganze Jahr, Eisbader eingerechnet, in der Müritz baden kann. An zuweilen niedrige Temperaturen, im Sommer Algenblüte, überall Glasscherben, Zerkarien und Blutegel gewöhne man sich. An fehlendem Geld liegt es nicht, es werden nur entsprechend den Bürgerinteressen (nicht wahr), andere Prioritäten gesetzt:
    https://www.wir-sind-mueritzer.de/allgemein/kostenexplosion-beim-hafenausbau-schuldfrage-in-der-diskussion/
    https://www.wir-sind-mueritzer.de/allgemein/stadt-waren-investiert-rund-400-000-euro-in-spielplaetze/
    https://www.wir-sind-mueritzer.de/allgemein/geplanter-ausbau-der-steinmole-verschlingt-mehr-geld/
    https://www.wir-sind-mueritzer.de/allgemein/ein-haus-nur-fuer-autos-waren-plant-grosszuegiges-parkdeck/

  7. East West sagt:

    Fakt ist.Die Stadt braucht eine Schwimmhalle und Fertig. Und die Mehrheit der Bevölkerung, wird die gleiche Meinung haben. Platz ist genug zum Bauen. Für jeden anderen Scheiß, hat die Stadt Geld. Aber für eine stink normale Schwimmhalle nicht, das ist das allerletzte. Aber was will man auch erwarten,bei diesen Stadtvertretern.

    • Harald sagt:

      Fakt ist, Herr Schnur hat wochenlang eine Unterschriftenaktion durchgeführt und sage und schreibe 3000 Unterschriften gesammelt.
      Bei einer Einwohnerzahl von 21.000 in der Stadt Waren (Müritz) sind das nur 14,3 Prozent.
      So viele Unterstützer für eine Schwimmhalle gibt es in der Stadt wohl doch nicht.
      Und wer weiß, ob nur Warener unterschrieben haben oder auch die aus den Dörfern oder sogar Touristen.

      Fakt ist, nicht nur der Bau kostet richtig viel, sondern auch der Unterhalt.
      Während der Hafen zwar viel zu teuer im Bau war, ist doch der Unterhalt relativ günstig.
      Eine Schwimmhalle wird zudem im Hochsommer NICHT betrieben. Neben Wartungsarbeiten im leeren Becken und an der Technik, lohnt es sich einfach nicht im Juli und August die Schwimmhalle zu betreiben (Kosten für Strom, Gas etc.)
      Deshalb muss man die ganzen Kosten auch auf 10 Monate (oder weniger) umrechnen und dann darf er Eintrittspreis für die Schwimmhalle auch nicht zu hoch sein, denn es sollen ja alle Bevölkerungsschichten die Schwimmhalle nutzen. Der “reiche” Arzt, der arme Friseur, wohlhabende Touristen und Kinder aus einkommensschwachen Familien.
      Die Stadt Waren (Müritz) ist nicht die erste Stadt in Deutschland, die eine Schwimmhalle haben will. Deshalb kann man sich bei anderen Städten informieren, wie hoch der Zuschuss der Stadt jedes (!) Jahr sein wird.
      Zusätzlich zu den Eintrittsgeldern und den Baukosten.

      Alles in allem ist die Schwimmhalle leider zu teuer.
      Das Problem der Nichtschwimmer kann auch anders gelöst werden, wie schon andere Kommentare (auch bei Facebook) bemerkt haben.

      • Hermann W. sagt:

        Versuchen Sie einmal mit Ihrer Meinung 3000 Unterschriften zusammen zu bekommen. Warum sollen Menschen aus dem Umland und Touristen nicht unterschreiben können, Durch ihre Einkäufe und Übernachtungen tragen sie auch zum Großteil zur Füllung des Stadtsäckels bei.

        • Harald sagt:

          Weil es bei der Unterschriftenliste um einen Bürgerentscheid ging.
          Sonst kann ich ja auch nach Berlin fahren, einen Stand aufbauen, Gummibären verteilen und dort dann Unterschriften sammeln.
          Natürlich sind 3000 eine tolle Leistung von Toralf Schnur. Aber es steht nicht zur Debatte, ob Herr Schnur eine gute Arbeit geleistet hat oder nicht.
          Es geht um die Zustimmung der breiten Mehrheit in der Bevölkerung für eine Schwimmhalle.
          Es ist wie bei der Ortsumgehung. Natürlich wollen “viele” (wie viele sind “viele”?) eine Ortsumgehung und es wollen auch “viele” eine Schwimmhalle.
          Aber nur 3000 haben unterschrieben. Finde ich nicht “viel”.
          Breite Zustimmung sieht meiner Meinung nach anders aus.

          • Hermann W. sagt:

            Sie sollen nicht in Berlin Gummibärchen verteilen,sondern hier mit Ihrem Thema, mindestens soviel Unterschriften wie Hr. Schnur zusammenbekommen. Ihnen geht es ja um die Zustimmung der breiten Mehrheit der Bevölkerung. Die Beweise können Sie jetzt liefern. Da wir aus dem Umland Ihrer Meinung nach nur Bürger zweiter Klasse sind, die bei einem Bürgerentscheid nichts zu sagen haben (und trotzdem auch gerne einmal ins Schwimmbad gehen), versuchen Sie es nur mit Warener Bürgern. Apropos, In Berlin würden Sie an einem Tag keine 100 Gummibärchen für eine Unterschrift loswerden.

          • Thomas S sagt:

            Hermann W., informier dich mal zum Thema Unterschriftensammlung bei Bürgerentscheiden!
            https://www.buergergesellschaft.de/praxishilfen/buergerbegehren-und-buergerentscheid/formale-und-praktische-voraussetzungen/unterschriftensammlung/

            Jede Unterschrift von Auswärtigen (nicht zur Stadt gehörende Wahlberechtigte – z.B. Klinker, Neubrandenburger oder Touristen aus Berlin) ist ungültig!!!
            Nix mit 2. Klasse!

            Warum sollte Harald eine Unterschriftensammlung dagegen organisieren, wenn jemand dafür keine breite Mehrheit erreicht hat? Das ergibt überhaupt keinen Sinn.

      • Rainer sagt:

        Zumindest hat Herr Schnur Initiative gezeigt. Und natürlich kann man sich in anderen Städten informieren, wie hoch die jährlichen Kosten in etwa sein werden, die die Stadt dann zuzahlen müsste. Ach ja, Bezuschussung: Wie hoch war doch gleich die Miete für ein Gebäude am Amtsbrink, die monatlich gezahlt werden muss?

  8. Karin sagt:

    Werter Harald ,Herr Schnur hätte bestimmt mehr Unterschschriften wenn alle die möchten auch die Möglichkeit dazu hätten zu unterschreiben. Ich kann aus gesundheitlichen Gründen leider nicht immer das Haus verlassen . Allerdings stimme ich Ihnen zu das Herr Schnur eine vorbildliche Arbeit geleistet hat und von solchen Politikern wünschte ich mir mehr ,in der Kommunalpolitik und besonders in der Landes und Bundespolitik.

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