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Historischer Blick auf zwei Warener Bäder

6. Juli 2021

Schönes Wetter heute!
Also auf zum Volksbad (oben), oder doch lieber zur Feisneck (unten)?
Vielen Dank Natalie Götz für diese schönen historischen Aufnahmen der beiden Bäder.


Eine Antwort zu “Historischer Blick auf zwei Warener Bäder”

  1. Simon Simson sagt:

    Unschwer erkennbar ist, wie breit der Schilfgürtel mal war und wie groß die Lücke für das Bad. Jetzt ist von dem Schilf nur noch ein erbärmlicher Rest übrig, da jedes Ufer per Salamitaktik immer weiter zu Bootsanlegeplätzen denaturiert wurde. Es gibt daneben aber auch noch ungeklärte Ursachen für das Verschwinden des Schilfgürtels.

    Das Volksbad-Foto stammt aus der Zeit, als es noch keinen Zaun gab und man sich nicht sorgen brauchte, wenn 3 Trabbis und ein ganz sicher volkseigener Barkas B 1000 direkt auf der Wiese parkten. Auf dem Foto ist auch einer der beiden Sputnik-Klettergerüste erkennbar. Die waren überaus beliebt, aber auch kreuzgefährlich, weil man von oben auf Gerüstteile darunter krachen konnte. Nicht zu sehen: Es gab weiter westlich Standkörbe, am Eingang Stadtseite einen riesigen Kiosk, auch mit endlos vielen Badeutensilien, alle für ein paar DDR-Mark und einen weiteren Imbiss, beide mit Stühlen und Tischen, außerdem die Gaststätte wie jetzt, ein 1m und ein 3m Sprungbrett und eine Schwimmstrecke zwischen den Stegenden.
    Dahinter steckt, bitte nicht falsch verstehen, keine Lobpreisung der damaligen Verhältnisse. Vieles war punktuell so stark frequentiert, weil die Leute zum großen Teil keine Autos hatten. Aber manches wäre auch jetzt wünschenswert und eigentlich nicht zu viel verlangt.