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Fischsektion: Bildung mit „Flossen von Voßen“

2. Dezember 2022

Frischer Fisch auf dem Tisch des Bioraumes in der Malchower Fleesenseeschule. Allerdings nicht, um ihn zu genießen. Die Mädchen und Jungen des Projektes „Angeln macht Schule“ hatten die Möglichkeit, praktisch den Aufbau von Fischen wahrzunehmen und kennenzulernen. Im vergangenen Jahr verwendeten die Teilnehmer zuvor selbst geangelte Fische, die eingefroren wurden, um sie dann genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch nach dieser sehr lehrreichen Stunde hatten alle Jung-Angler im wahrsten Sinne des Wortes die Nase voll, da der Geruch von aufgetautem Fisch doch sehr penetrant ist. In diesem Jahr bot sich eine angenehmere Alternative– zwei Fische frisch vom Inselfischladen des Vertrauens der Gebrüder Voß, die seziert werden konnten.

Die Sektion übernahm in diesem Jahr Martin Pianka, der den Fisch akkurat aufbereitete und den Kindern, die gebannt zuschauten, die einzelnen Organe in ihrer Funktion und den Aufbau des Fisches, was auch im Biologie-Unterricht gelehrt wird, erklärte. Auch dieses Mal stellten die Kinder fest, dass Modelle oder Schemata zum Lernen sicher nützlich und gut sind, sich jedoch von der Realität deutlich unterscheiden.

Ein breites Wissen über die Form und den Aufbau von Fischen ist für Angler essentiell, da nur ein sachkundiger Angler ein erfolgreicher Angler sein kann. So ist es beispielsweise wichtig, zu erkennen, ob der Zielfisch ein ober-, mittel- oder unterständiges Maul hat, um Rückschlüsse auf seinen Lebensraum zu ziehen und die Wahl des Köders perfekt anzupassen. Auch der Sitz des Herzens muss korrekt vom Angler gekannt werden, um den Fisch schnell, schmerzarm und waidgerecht zu töten. „Sicherlich wird das Angeln wie auch das Jagen von Einzelnen kritisch betrachtet, da hierbei Tiere getötet werden. Dennoch stellt ein frisch gefangener Fisch aus unseren heimischen Seen doch ein nachhaltigeres und bewussteres Nahrungsmittel dar, als würde man ein in Plastik verpacktes zerhäckseltes Produkt im Supermarkt kaufen, das einmal um die Welt transportiert wurde und dessen Ursprung unter Umständen unbekannt bleibt. An dieser Stelle ist es wichtig, gesellschaftliche Toleranz zu zeigen und zu erkennen, dass die Welt nicht schwarz und weiß ist“, so Martin Pianka.

Die Nachwuchs-Angler haben jedenfalls die Stunde mit großen Augen und viel Interesse verfolgt und im anschließenden Quiz zum Aufbau des Fisches geglänzt uns sie bedanken sich bei Familie Voß für die Unterstützung.


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