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An der Kita werden aus Sicherheitsgründen große Pappeln gefällt

5. Februar 2016

Baum2Mit einem lauten Knall bricht ein großes Stück Pappelstamm zur Seite, stürzt 20 Meter tief und landet neben der Rutsche – gut gezielt könnte man sagen.

Auf dem Spielplatz des Kindergartens „Lütt Matten“ im Westteil von Waren haben gerade Forstarbeiter das Sagen. „Aus Sicherheitsgründen müssen neun große Pappeln gefällt werden“, erläutert die Leiterin der integrativen Kita der Lebenshilfe, Regina Ganzer.

Baum1Was für Ronald Pooch und Rainer Nehls von der Firma Energieholz Sündermann harte Arbeit ist, ist für die kleinen Drei- bis Sechsjährigen wie Kino.

Dicht gedrängt schauen die Kinder durch die großen Fenster, wie draußen ein Hubsteiger hoch und runter fährt, ein großer Traktor vorsichtig zwischen den Spielgeräten herumkurvt und mit einem Seil die Baumstämme sichert. „Pappeln sind unberechenbar“, erläutert Vorarbeiter Nehls die Maßnahmen.

Baum5Die etwa 35 Jahre alten Bäume waren für die Kinder schöne Schattenspender und auch Klettergelegenheiten, aber sie hatten zuletzt immer wieder Äste verloren, erzählt die Kita-Leiterin. Das ist bei einer großen Pappel am Rand eines Parkplatzes auch noch zu sehen, dort hängt ein Ast seit Wochen in einer Höhe, wo er schlecht zu bergen war. Das Risiko, dass jemand durch herabfallende Äste verletzt wird, war zum Schluss einfach zu groß, heißt es.

Eine besondere Herausforderung für die Männer um Vorarbeiter Nehls sind die Pappeln, die dicht am Haus stehen. Sie können nur stückweise abgenommen werden, um die Rutschen, Klettertürme und anderen Spielgeräte nicht zu gefährden.

Eine grüne Insel in der Weststadt soll das Gelände aber trotzdem bleiben. Im Frühjahr werde der weitläufige Spielplatz für die etwa 130 Kinder neu bepflanzt.

Zum Lebenshilfswerk gehören unter anderem auch eine Gärtnerei, Landschaftsgärtner und der Park am Hotel auf der Halbinsel am Tiefwarensee.

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