Auch heute und morgen viel Action im Agroneum Alt Schwerin

19. Mai 2024

Besucher des Agroneums Alt Schwerin konnten gestern Pferdestärken in Aktion erleben. Zum Arbeitstag der Kaltblutpferde demonstrierten die Vierbeiner, im Rahmen eines vielfältigen Programms, wie Göpel angetrieben und Stämme gerückt werden. Vorführungen mit historischen Arbeitsgeräten und -maschinen gaben Einblicke in den Alltag der Pferde, wie er einmal war und in eine Tradition, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts durch den Einsatz von motorisierten Landmaschinen abgelöst wurde. „Der Arbeitstag der Kaltblutpferde ist ein ganz besonderer Veranstaltungstag bei uns im Agroneum“, sagt Museumsleiterin Anke Gutsch „In enger Zusammenarbeit mit dem Alt Schweriner Kaltblut-Züchter und Landwirt Christian Platzeck richten wir diese Veranstaltung aus – in diesem Jahr nun bereits zum 10. Mal. Das Programm wurde zudem fachkundig durch Dr. Siegfried Hoffmann moderiert. So erlebten alle Besucher nicht nur Pferdestärken, die beeindrucken, sondern es gab auch viel Wissenswertes und Interessantes zu erfahren.“
Auch heute und morgen ist wieder einiges los in Alt Schwerin.

„Wissenswert und interessant wird es auch am heutigen Internationalen Museumstag bei uns. Alle Besucher, die uns am Pfingstsonntag besuchen, dürfen sich über ermäßigten Eintritt freuen und können um 11 Uhr oder um 13 Uhr an einer kostenfreien Führung über das Freigelände teilnehmen. Am Pfingstmontag steht dann anlässlich des Deutschen Mühlentages unsere prächtige Holländerwindmühle im Mittelpunkt.“

Die Holländerwindmühle im Agroneum stammt ursprünglich aus dem vorpommerschen Jarmen, wo sie 1843 gebaut und 1885 mit Windrose und Jalousieklappen modernisiert wurde. Mit Unterbrechungen war sie bis 1955 in Betrieb. Täglich konnte eine Tonne Getreide vermahlen werden. Nach der Einstellung des Betriebs wurde ein kleines privates Mühlenmuseum eingerichtet.

1964 erwarb das Agroneum die Mühle mit der erhaltenen Ausstattung. Im Mai/Juni 1974 wurde die Mühle abgebaut. 1975 begann der Wiederaufbau in Alt Schwerin mit dem Ziel, sie wieder funktionstüchtig herzustellen. Erst 1995 konnte in der Mühle nach 40-jähriger Pause wieder gemahlen werden. Ein Schrot- und ein Mehlgang waren restauriert worden.

Der Mühlenkörper ist 13 Meter hoch, mit senkrecht stehenden Flügeln erreicht das Bauwerk eine Höhe von 24 Metern. Die Flügel haben eine Spannweite von 22 Metern. Der Durchmesser des Kammrads beträgt 3,60 Meter. Bei einem Übersetzungsverhältnis der Windrose von 1:500 dreht sich die Haube bei 500 Umdrehungen der Windrose einmal um 360°. 65 000 Hartholzschindeln bedecken die Außenhaut.

Weitere Informationen rund um das Museum und alle Veranstaltungen im Überblick sind stets aktuell auf der Webseite www.agroneum-altschwerin.de verfügbar.

 


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