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Auf dem Vorplatz hui, daneben pfui

29. September 2014

Bahn3 Wohl an keinem anderen Ort in Waren wird der Kontrast zwischen Alt und Neu so deutlich wie am Bahnhof. Dort weihte Bürgermeister Norbert Möller heute Nachmittag gemeinsam mit Landes-Wirtschaftsminister Harry Glawe den neu gestalteten Vorplatz ein und beendet zugleich die Gesamt-Maßnahme „Aufwertung Bahnhofsumfeld“. Zu tun gibt’s an den Gleisen aber noch jede Menge.

Während Norbert Möller den Vorplatz frei gibt, flattert nebenan am maroden Geländer des Tunnels ein Warnband. Und während der Verwaltungschef die neu gebauten LED-Lampen erwähnt, fällt der Blick auf Uralt-Leuchten im Hintergrund, die wohl auch schon vor 70 Jahren da standen.
Auch das Bahnhofsgebäude selbst hat schon bessere Zeiten erlebt, soll aber nach dem Willen der Stadt schon bald mit Leben gefüllt werden. Denn auch wenn ein russisches Unternehmen das denkmalgeschützte Haus unlängst ersteigert hat, hofft die Verwaltung, das Objekt erwerben zu können – über das Vorkaufsrecht.

In den Bahnhofsvorplatz sind in den vergangenen Wochen und Monaten rund 1,4 Millionen Euro geflossen, mehr als eine Million kam als Fördermittel. Entstanden sind neue Straßen und Wege, rund 35 Parkplätze, 10 Taxi-Stellflächen, drei Behinderten-Parkplätze, ein Unterstand für Fahrräder sowie neue LED-Beleuchtung.
Gerne hätte die Stadt an beiden Seiten des Tunnels Rampen für einen behindertengerechten Zugang gebaut. Doch nach einer Ausschreibung wurde klar, dass dieser Wunsch noch unerfüllt bleiben muss, weil er einfach zu teuer ist.

Den alten, unansehnlichen Tunnel selbst müsste die Bahn AG als Eigentümer sanieren. Ob und wann sie das in Angriff nimmt, steht in den Sternen.

„Mit der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes wird das Ankommen für Bahn- und Busreisende noch angenehmer. Gäste werden eingeladen, die Stadt näher kennenzulernen. Eins ist auch klar, nur wer sich wohl fühlt, kommt gern wieder“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe heute vor Ort.


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