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„Ausschuss-Steine“ machen Pyramidenbauern das Leben schwer

8. Februar 2015

Ein wenig niedergeschlagen klingt er schon, der Kevin Pöhls. Dabei haben er und sein Kumpel Tobias bis gestern Abend bereits 13 482 Dominosteine zu einer Pyramide verbaut und können sich noch bis zum kommenden Sonnabend Zeit lassen. Trotzdem: Erst der Einsturz am Mittwoch und dann der Ärger mit teuren Dominosteinen, die alles andere als perfekt hergestellt wurden.

„Die Steine sind leider von enorm schlechter Qualität. Deshalb kam es am Mittwoch auch zum Einsturz. Wir müssen jetzt jeden einzelnen vor dem Einbau aufwändig prüfen“, erzählt der 17-Jährige, der in wenigen Tagen mit der Pyramide wieder ins Guinness-Buch-der-Rekorde einziehen will. Mehr als 1000 Euro hat er für die Dominosteine ausgegeben und ist jetzt verständlicher Weise extrem sauer. „Wir haben uns acht Monate auf diesen Rekordversuch vorbereitet und dann das.“

Dennoch wollen Kevin und Tobias einen Rekord holen, allerdings nicht mehr in der Größenordnung wie geplant. Das geht schon allein wegen der vielen „Ausschuss-Steine“ nicht. „Wir haben von jeder Farbe 2000 Steine. 1000 davon können wir jeweils nicht verwenden“, schildert der Warener das Dilemma. Geplant ist nunmehr, eine Pyramide mit 18 445 Steinen zu bauen. Das würde für einen Eintrag ins Guinness-Buch reichen. Ursprünglich sollten aber mehr als 43  000 Steine verbaut werden.

Inzwischen macht sich bei den Beiden zudem die nun bereits sechstägige Konzentrations-Arbeit bemerkbar. Die „Freaks“ starten morgens um 9 Uhr und ziehen bis mindestens 18 Uhr durch, an zwei Tagen haben sie wegen des Einsturzes auch länger gemacht. Kommen sie abends nach Hause, wird nur noch kurz gegessen und dann ab ins Bett. Ein mehr als anstrengender Urlaub für die Freunde.

Bild: So sah die Pyramide gestern Abend aus.

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