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Aussichten für 2021: Ein „goldenes“ Jahr?

28. Dezember 2020

Aus dem Nichts wurde die Welt im Jahr 2020 von einem harten Schlag getroffen, der unvorhersehbar alle Sicherheiten ins Wanken brachte und weiterhin nur schwer berechenbare Folgen nach sich zieht: Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf das menschliche Miteinander, auf Infrastruktur, Wirtschaft und den Finanzmarkt. Währenddessen schwingt sich der Gold- und Silbermarkt an der Börse zu erstaunlichen Höhen auf.

„Systemrelevanz“ dürfte eines der am meisten verwendeten Wörter des Jahres 2020 sein. Als systemrelevant gelten Bereiche, die unverzichtbar sind für den Alltag, die Gesundheit und das Leben in Zeiten der Pandemie. Alles, was nicht unbedingt notwendig erscheint, wird heruntergefahren. Der Verzicht auf Urlaubsreisen und Hotelübernachtungen, Restaurant- und Kinobesuche, Live-Konzerte und Events greift nicht nur in die Lebensqualität der Menschen ein, sondern auch in das finanzielle Fundament enorm großer Wirtschaftszweige.

Rücklagen sind gefährdet, der Aktienmarkt schwankt. Gold- und Silberanlagen scheinen jedoch der Sicherheitsanker zu sein, der für Halt sorgt. Mit Blick auf den Goldpreis von 1.833 US-Dollar per Unze verzeichnet das Material ein aktuelles Hoch, was Anleger erfreut. Stand der Kurs zu Jahresbeginn noch bei ca. 1.517 US-Dollar ist der Zuwachs trotz Krise ein deutliches Zeichen, das Anleger nach Beständigkeit und Sicherheit Ausschau halten und daher Gold kaufen.

Sicherheit ist Gold wert

Die allgemein vorherherrschende Verunsicherung und das von vielen gesehene Risiko einer Inflation wecken den Wunsch nach wertstabiler Investition. Der Gewinner dieses Trends ist der internationale Gold- und Silbermarkt. Vor allem Gold kaufen gilt als sicher. Gold dient seit jeher als Inflationsschutz, zudem wirft Gold keine Dividenden oder Zinsen ab. Ein klares Plus in Zeiten des geringen Zinsniveaus.

Im krisengeschüttelten Jahr 2020 stieg der Goldpreis über die Marke von 2.000 US-Dollar und sorgte im August mit 2.063 US-Dollar für einen Rekordwert nach dem letzten Hoch im Jahr 2011. Experten prognostizierten einen volatilen Goldpreis auch im kommenden Jahr 2021. Am 1. Dezember 2020 lag der Schlussstand bei 1.814 US-Dollar. Für das kommende Jahr wird mit einem Durchschnittspreis von 1.890 US-Dollar pro Unze gerechnet. Börsenexperten halten sogar einen durchschnittlichen Goldpreis von 1.965 US-Dollar im Jahr 2021 für möglich.

Allerdings ist nicht nur Gold derzeit sehr begehrt. Auch Silber ist auf dem Vormarsch: Mit 22,84 US-Dollar für eine Feinunze wurde jetzt im Dezember 2020 der höchste Silberpreis seit Oktober 2013 erreicht. Tendenz steigend: Als langfristig sichere Anlage werden Edelmetalle vor dem Hintergrund politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit auch 2021 eine fortlaufende Wert- und Preissteigerung erfahren.

Auf und ab: Corona hält Finanzmarkt auf Trab

Ohne Frage: Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage im Jahr 2020 sinkt. Einfluss darauf nehmen nicht nur die vorübergehenden und einschneidenden Schließungen von Gastronomie-, Reise- und Entertainmentbetrieben. Auch die coronabedingten Auswirkungen auf Produktionsstätte reißen sogar trotz der Unterstützung von Betrieben mit wirtschaftlichen Problemen eine erhebliche Lücke in den Finanzmarkt des Jahres 2020.

Der Aktienkurs hingegen scheint sich jedoch unerwarteterweise stabil zu halten mit rund 30 Prozent über dem Tief vom 19. März 2020. Jenem Tag, an dem der erste Lockdown der Pandemie verhängt wurde.

Wirtschaftszweige, die von Corona betroffen sind, erfahren eine harte Zeit am Aktienmarkt. Für Gold und Silber herrscht jedoch aktuell eine glänzende Zeit, die sich Anleger sichern sollten.

Fotos: pixabay


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