„Bismarck heute – die Nachwirkungen der Reichsgründung“

11. Juni 2024

Am kommenden Sonnabend, 15. Juini, wird Professor Dr. Ulrich Lappenküper, Geschäftsführer der Otto-von-Bismarck Stiftung, im Schliemann-Museum Ankershagen den Vortrag „Bismarck heute – die Nachwirkungen der Reichsgründung“ halten. Diese Veranstaltung ergänzt die Wanderausstellung der Stiftung „Otto von Bismarck. Mensch – Macht – Mythos“, die noch bis zum 31. Juli im Obergeschoß des Schliemann-Museums zu sehen ist. Der Reichskanzler und preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck (1815 – 1898) war ein Zeitgenosse Heinrich Schliemanns. Bismarck zeigte großes Interesse an den Ausgrabungen Schliemanns und stand mit diesem in brieflichen Kontakt. Auch wenn Schliemann sich nicht in der Politik engagierte, so hatte er trotzdem aus unterschiedlichen Gründen ein politisches Interesse. Das Schliemann-Museum stellt mit dieser Sonderausstellung die durchaus umstrittene Person Bismarcks und sein Wirken vor.

Otto von Bismarck wird hier als einer der bedeutendsten europäischen Politiker seiner Zeit dargestellt, zu dessen Bilanz Leistungen und auch Fehlleistungen gehören.

Neben seiner Biografie werden zentrale Aspekte seiner Politik ausgeleuchtet. Aufgezeigt werden seine Herkunft, sein Werdegang vom Gutsherrn zum Diplomaten sowie zentrale politische Ereignisse und Entscheidungen. Dazu zählten der Verfassungskonflikt der 1860er-Jahre, die sogenannten Einigungskriege und die Reichsgründung, die Außen- und Kolonialpolitik sowie das innenpolitische Vorgehen gegen die Sozialdemokratie, den politischen Katholizismus und Minderheiten. Aufgezeigt werden aber auch die Sozialreformen, die bis heute das Fundament unserer Sozialpolitik bilden. Abgerundet wird das Bild mit einem Blick auf den Bismarck-Mythos.

Der begleitende Vortrag von Professor Dr. Ulrich Lappenküper thematisiert “Bismarck heute und die Nachwirkungen der Reichsgründung“ und diskutiert die Fragen: Wie können wir heute erinnerungspolitisch mit dem Erbe Otto von Bismarcks umgehen? Welche Lehren lassen sich aus dem Handeln des preußischen Ministerpräsidenten und ersten Reichskanzlers ziehen?

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr. Im Eintrittspreis von 5 Euro pro Person ist der Besuch der Sonderausstellung inklusive. Eine vorherige Anmeldung wird empfohlen.

Weitere Details und alle Informationen rund um das Museum auf www.schliemann-museum.de


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