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Bistro-Räuber soll für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis

29. Mai 2014

Der junge Räuber, der kurz vor dem Jahreswechsel das Warener Hafenbistro überfallen hat, ist gestern vom Amtsgericht Waren zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Das erklärte Bistro-Inhaber Christian Däuble, der selbst beim Prozess anwesend war und als Zeuge gehört wurde.

Die Richterin verhängte gegen den 20-Jährigen aus Waren damit ein höheres Strafmaß als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Die plädierte nämlich auf zwei Jahre Jugendstrafe, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung. Dem wollte die Richterin aufgrund der Schwere des Falls allerdings nicht folgen.

Zur Erinnerung: Der junge Müritzer stürmte Ende vergangenen Jahres abends maskiert und mit einer vorgehaltenen Pistole in das Bistro, bedrohte eine vermeintliche Kundin und forderte vom Inhaber die Herausgabe des Geldes. Als Christian Däuble sich weigerte, schoss der Räuber in Richtung seines Gesichtes. Trotz Reizgas im Gesicht gelang es dem 41-jährigen Geschäftsmann, den Ganoven zu überwältigen und schließlich an die Polizei zu übergeben. Seitdem sitzt der Räuber in Untersuchungshaft.

Etwa eine Woche später erhielt Däuble einen Brief vom Täter, in dem er versuchte, seinen Überfall zu erklären. Unter anderem schrieb er von Drogen- und Alkoholproblemen sowie einer finanziellen Notlage. „Ich war so zugeballert an dem Abend, dass ich mich bloß an Puzzlestücke erinnere“, heißt es in dem Brief.

 

Im Gefängnis soll der 20-Jährige inzwischen eine Malerlehre begonnen haben. Sein Anwalt hat gestern bereits angekündigt, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen.

Für Christian Däuble geht das Urteil in Ordnung, auch wenn er selbst nicht mit so einer harten Bestrafung gerechnet hätte.


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