
Wenn der Hausarzt als erste Anlaufstelle den Krebsverdacht nicht entkräften könne, werde man an ein Brustzentrum oder eine vergleichbar spezialisierte Klinik überwiesen. Dort erfolgten mit Ultraschall, Mammographie und bei Bedarf einer Gewebeprobe dieselben Untersuchungen wie bei Frauen.
Grundsätzlich sei Brustkrebs bei beiden Geschlechtern möglich, da auch jeder Mann ein klein wenig Brustgewebe und Anlagen zu Milchgängen habe. Diese seien meist der Ursprung von Brustkrebs, so Marschall. Ein Risikofaktor sei ein erhöhter Östrogenspiegel, der aus bestimmten Hodenerkrankungen in der Kindheit oder sehr starkem Übergewicht resultieren könne. Zudem könnten genetische Faktoren, bestimmte Erkrankungen und der Lebensstil das Risiko beeinflussen.
Brustentfernung oftmals unvermeidbar
Da der Mann viel weniger Brustgewebe habe als die Frau, sei bei einem Tumor die Entfernung der ganzen Brust mitsamt der Papille meist nicht vermeidbar. Nur bei einem verhältnismäßig kleinen Tumor könne ein brusterhaltender Eingriff möglich sein. Im Anschluss könne eine Bestrahlung, Chemotherapie oder antihormonelle Behandlung erfolgen. „Je früher der Brustkrebs erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen“, sagt Marschall.












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