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Der Neue ist einfach goldig

25. April 2014

Hecht3Seine Anreise ist total unspektakulär: In einem Handwagen, verpackt in einem speziellen Beutel und einer Babybadewanne, kommt das neue Maskottchen des Müritzeums in seiner künftigen Heimat an: Der „Goldene Hecht“, etwa sieben Jahre alt und rund 70 Zentimeter lang, schwimmt seit gestern im gerade fertiggestellten Sonderbecken des Naturerlebniszentrums.

Noch braucht der Bursche allerdings ein bisschen Ruhe zur Eingewöhnung, erst ab Mittwoch kommender Woche können ihn auch die Besucher des Müritzeums bestaunen. Dann kommt sogar Landwirtschaftsminister Till Backhaus, um den besonderen Hecht zu begrüßen. Dabei lebt er schon seit fast zwei Jahren in Waren.

Damals verfing er Hecht1sich nämlich im Netz von Hartmut Kacan von der Seefischerei Dahmen und gelangte ob seiner besonderen Farbe schließlich ins Aquarium der Müritzstadt. Denn ein „Albino-Hecht“ in dieser Größe ist mehr als selten. „Normalerweise haben diese Fische kaum eine Überlebenschance, weil sie sich nicht tarnen und deshalb nur schwer Beute machen können. Dass dieser Hecht in der freien Natur so alt geworden ist, beweist, dass er zu den cleveren Burschen zählt“, sagte Marco Kastner als Chef-Aquarianer des Müritzeums. Er hat den „Goldenen“ gestern gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Schmieder mit einem speziellen Kescher aus dem bisherigen Becken unter der Herrenseebrücke gefischt und ihn dann per „Bollerwagen“ ins Naturerlebniszentrum gekarrt.

In seinem neuen Becken – auch das war zu merken – hat sich der außergewöhnliche Fisch nicht gleich heimisch und wohl gefühlt. Da geht’s ihm nach Auskunft von Marco Kastner nicht anders als den Menschen. „Die Eingewöhnung dauert ein bisschen.“ Wie gut er den Umzug in das rund 17 Grad warme Wasser überstanden hat, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen.

Für den „Goldenen Hecht“ ist im Müritzeum ein besonderes Becken gebaut worden – inklusive Pumpe um die 60 000 Euro teuer. Das meiste Geld kam über Spenden zusammen, den Rest hat Geschäftsführerin Andrea Nagel über Fördermittel „besorgt“. Denn sie weiß: „Dieser Hecht ist weit und breit einmalig und wird sicherlich wieder neue Besucher zu uns bringen.“

Foto unten: Kaum im neuen Becken, schon ein heiß begehrtes Fotomotiv: NK-Reporterin Petra Konermann will ein Super-Porträt vom „Goldenen“

Hecht4


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