Anzeige
Anzeige

Der neue „Schiffsfahrstuhl“ in Niederfinow ist nun doch fertig

26. September 2022

Mit ein paar Jahren Verspätung wird am 4. Oktober feierlich ein echter Jahrhundertbau eingeweiht, den manch Schiffs- und Technikbegeisterter aus der Müritz-Region auch kennen dürfte – das neue Schiffshebewerk Niederfinow nördlich von Berlin. In dem „Riesenpott“ können Schiffe mit bis zu 110 Metern Länge in die Höhe oder nach unten befördert werden. Der Höhenunterschied auf dem Havel-Oder-Kanal  zwischen Berlin und Stettin liegt in Niederfinow bei 36 Metern, da die Havelseite höher liegt, als die Oderseite.
Der Neubau war nötig, weil das alte 1934 in Betrieb genommene Hebewerk, das noch neben dem neuen Hebewerk steht und auch funktioniert,  zu klein für die moderne Schifffahrt wurde. Dort können Schiff bis etwa 80 Metern Länge wie in einem Fahrstuhl „abgefertigt“ werden.

Der Neubau hatte es in sich. Wie das Wasserstraßenneubauamt in Berlin gegenüber „Wir sind Müritzer“ mitteilte, begann der Neubau 2008 und sollte eigentlich nach sechs Jahren fertig sein. Das klappte nicht ganz, aber seit ein, zwei Jahre läuft nun schon der Probebetrieb. Von den ursprünglich anvisierten Kosten von rund 300 Millionen Euro sind die Baukosten nun auf etwa 520 Millionen Euro gestiegen.

Der Wasserweg ist für die Bundeshauptstadt eine der wichtigsten Verkehrsanbindungen überhaupt, wenn man an Baumaterial oder auch Heizmaterial wie Kohle denkt. Doch das alte Industriedenkmal mit den genieteten Konstruktionen soll ebenfalls noch in Betrieb bleiben – vorerst. Denn die Garantie für das neue Hebewerk soll fünf Jahre umfassen. Zu dem Schiffshebewerk, das etwa 120 Kilometer südöstlich von Waren über die B96 zu erreichen ist, bieten Busanbieter auch touristische Touren an.


6 Antworten zu “Der neue „Schiffsfahrstuhl“ in Niederfinow ist nun doch fertig”

  1. Peter Machotzek sagt:

    Wir besuchen das Schiffshebewerk seit Jahren.Haben den Neubau mit verfolgt.Auch wenn die Kosten sich fast verdoppelt haben es ist ein Meisterwerk der Technik.Nun sollte sich die Technik die nächsten 100,Jahre bewähren.Es wird eine tolle Eröffnung werden.

  2. Dieter Galle sagt:

    Meisterwerk der Technik – ohne Zweifel.
    Meisterwerk der Kalkulation – wie man es nimmt.
    Es gab schon schlimmere Kostenexplosionen.

  3. Balje, Jacqueline sagt:

    Das finde ich echt super…

  4. Balje, Jacqueline sagt:

    Das finde ich echt super und hoffe das es bald in Betrieb geht

  5. Wolfram Schulz sagt:

    Wie immer mit Fehlplanungen, der Trog ist für die polnischen Schubverbände einfach zu kurz. Da helfen auch keine Ausreden, immerhin machen diese Transportsysteme die Masse der aktuellen Schiffsbewegungen auf diesem Kanal aus. Wer hat da eigentlich geschlafen?

  6. Wolfang Eickmann sagt:

    Ich wünsche dem neuen Hebewerk das ebenso funktioniert wie die „alte Dame“ nebenan und auch erst nach 50 Jahren eine Generalreparatur bracht.