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Der WOGEWA-Chef greift zur Keule

21. Februar 2015

Mo15WOGEWA-Mieter: Vorsicht! Der Geschäftsführer des städtischen Wohnungsunternehmens, Martin Wiechers, ist seit kurzem im Besitz einer Keule. Aber, wir geben hier auch gleich Entwarnung. Er wird das Ding nicht einsetzen. Die Keule gehört zu den Insignien, die ein Morizanerfürst bekommt, und Martin Wiechers ist seit gestern Abend offiziell neuer Morizanerfürst und hat damit Daniel Bojahr abgelöst.

Der eine oder andere mag sich jetzt fragen, was das alles soll. Wir versuchen das mal zu erklären.

Mo3Vor vielen, vielen Jahren lebten hier bei uns an der Müritz die Morizaner. Und vor mehr als 20 Jahren kamen ein paar Leute auf die Idee, in Erinnerung an die alten Zeiten ein Morizanertreffen ins Leben zu rufen. Gesagt, getan.
Seither treffen sich einmal im Jahr, immer am Freitag nach Aschermittwoch, Spitzen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur, um miteinander deftig zu speisen und um ins Gespräch zu kommen. Jährlich wird ein neuer Fürst gekürt und der heißt 2015 Martin Wiechers, obwohl er, wie er selbst zugibt, nur ein „Beutemorzianer“ ist, sprich, nicht von hier kommt. Denn geboren und aufgewachsen ist der WOGEWA-Chef in Hagen.
Mo21Nach mehr als 15 Jahren an der Müritz fühlt er sich aber als Warener und berichtet stolz, was „sein“ Unternehmen so macht. In den vergangenen Jahren hat die Wohnungsbaugesellschaft Waren nämlich sage und schreibe 180 Millionen Euro (!!!) in der Müritzstadt investiert.
Davon profitierten nicht nur die Mieter, sondern auch jede Menge einheimische Firmen, denn mehr als 70 Prozent dieser Summe ist an Handwerker der Region gezahlt worden. Dafür gab’s beim gestrigen Morizanermahl richtig viel Applaus.
Mehr Beifall erntete der neue Fürst aber, als er erklärte, dass der Wegzug des Sozialamtes unsere Region schwächt. Schade nur, dass Landrat Heiko Kärger (CDU) das nicht gehört hat. Er ließ sich vertreten. Innenminister Lorenz Caffier (CDU), verantwortlich für die unsägliche Kreisgebietsreform – nicht mit Hubschrauber, aber mit viel Sicherheitspersonal angerückt – tat an dieser Stelle schnell mal so, als hätte er gerade nicht richtig zugehört.

Mo16Wie bei jedem dieser Morizaner-Treffen, haben die Gäste auch dieses Mal tief in die Tasche gegriffen. Richtig tief. Denn am Ende stand eine Spendensumme von 10 770 Euro. Das Geld geht, so will es der neue Fürst Martin, an die Kreismusikschule Müritz, die in diesem Jahr 60 Jahre alt wird. Und an die St. Marien Gemeinde, die neue Glocken braucht.

 

 

 


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