Anzeige
Anzeige

Ein Bürgermeister in der „Höhle des Löwen“

19. Februar 2015

Vier2Das war gewiss kein leichter Gang für Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD), aber er hat sich den Demonstranten, die heute zum vierten Mal gegen den Umzug des Sozialamtes nach Neubrandenburg protestierten, gestellt. Zwar kam das bei einigen Teilnehmern gut an, doch musste Möller heute Vormittag richtig viel verbale Prügel einstecken. Das Vertrauen der Betroffenen scheint futsch.

Vier4Nach dem Kreistagsbeschluss am Montag, bei dem Möller gegen die Anträge, die den Umzug verhindern wollten, stimmte, hat er noch einmal das Gespräch mit dem Geschäftsführer des Lebenshilfswerkes, Dieter Schröder gesucht. „Das hätte ich vordem machen sollen“, gibt der Warener Verwaltungschef zu und meint, dass ihm bis zu diesem Gespräch gar nicht klar gewesen sei, wie umfassend das Gebiet des Sozialgesetzbuches ist.
„Das scheinen nur drei Mitarbeiter vor Ort wirklich nicht alles leisten zu können“, so Norbert Möller. Deshalb hat er morgen noch einmal einen Termin mit Landrat Heiko Kärger (CDU) und will darauf drängen, dass sich für die Betroffenen vor Ort nichts verschlechtert und niemand wegen seiner Angelegenheiten nach Neubrandenburg fahren muss.

Vier6Allerdings schränkte Möller ein, dass er als Bürgermeister der Stadt Waren aber keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Landrates habe. Stimmt, aber als Kreistagsabgeordneter der SPD, hielten die Demonstranten dagegen. Doch da habe er gegen seine Einwohner agiert.

Walter Strübing, zu DDR-Zeiten acht Jahre Bürgermeister in Waren, ließ es sich nicht nehmen, heute bei der Demo dabei zu sein und teilte richtig aus. Zum einen erklärte er seinen Unmut über die Kreisgebietsreform und die jetzt sichtbaren Folgen, aber auch über den amtierenden Bürgermeister. Der bekam ordentlich etwas ab, in den Reihen der Demonstranten wurde daraufhin sogar mehrfach das Wort „Rücktritt“ gerufen.

Vier5Auch der Landtagsabgeordnete Jürgen Seidel (CDU) sowie Warens ehemaliger Bürgermeister Günter Rhein (SPD) wurden nicht verschont. Dagegen erntete ein Politiker richtig viel Applaus: Enrico Malow, Bürgermeister in Grabowhöfe und CDU-Kreistagsabgeordneter. Der war zwar heute nicht auf dem Markt, doch der Kreispolitiker Dr. Hartwig Kurth (Freie Wähler) erzählte, dass Malow als einziger seiner Fraktion für die Anträge gegen den Sozialamtsumzug gestimmt und dafür ordentlich Ärger mit anderen Partei-Kollegen bekommen habe.

Die Demos gehen weiter. Und es sieht so aus, als wenn immer mehr Menschen dabei sein wollen. Um noch mehr Müritzern die Gelegenheit zu geben, ihren Unmut über die augenblickliche Kommunalpolitik auszudrücken, soll in der kommenden Woche nicht nur Donnerstagvormittag, sondern auch Freitagabend demonstriert werden. „Damit auch die eine Chance haben, dabei zu sein, die arbeiten“, erklärte Initiatorin Brigitte Krüger.

Vier1


25 Antworten zu “Ein Bürgermeister in der „Höhle des Löwen“”

  1. K. sagt:

    Der Bürgermeister gehört abgewählt. Warum demonstriet man auf dem Markt. Wist ihr nicht wo der Bürgermeister wohnt. Demo direkt vor seinem Haus wäre angebracht!

  2. Gordon Kempf sagt:

    …nur kurz zu „K.“ hier oben drüber…
    Selbst anonym bleiben aber die Bürger dazu aufrufen, dass sie doch besser vor dem Wohnhaus von Herrn Möller demonstrieren sollten. Das ist feige!
    Herr Möller wird für sein Verhalten in seiner Funktion als Bürgermeister der Stadt Waren und SPD-Kreistagsabgeordneter kritisiert und nicht als Privatperson. Der Neue Markt als Zentrum der Stadt ist somit für unseren öffentlichen Protest der richtige Ort.

  3. Charly sagt:

    Die beschriebene Doppelzüngigkeit des Warener Bürgermeisters ist ebenso fatal, wie die Tatsache, daß er gar nicht gewusst haben will, wie umfassend das Gebiet des Sozialgesetzbuches“ ist. ….. schier unvorstellbar! Beides ist für jemanden, der zum 1. Bürger unserer Stadt gewählt wurde und zudem noch Abgeordneter dieser Bürger im Kreis-Parlament ist, der traurige Beweis erdrückender Unfähigkeit. Doppelzüngigkeit ist eine Charakterfrage, die jetzt eingeräumte signifikante Wissenslücke zeugt zudem von absoluter Unfähigkeit. Das kann nicht einfach toleriert werden. Man darf sich fragen, was nunmehr der – unter dem Druck der Öffentlichkeit- gestartete Beschwichtigungsversuch soll, morgen -wegen der jetzt!! ( erst) erkannten Probleme- noch einmal mit dem Landrat zu reden. Wenn das nicht alles so traurig wäre, müßte man beinahe lachen. Nein, die Warenerinnen und Warener kann das nicht beschwichtigen. Dieser Bürgermeister hat seine Glaubhaftigkeit verlohren. Die Menschen müssen und werden das Heft nunmehr selbst in die Hand nehmen und ihren absolut berechtigten Unmut auch durch ihre friedlich-demonstrative Teinahme an den beiden Demonstrationen am Donnerstag und Freitag deutlich machen.
    Ihr Charly

    mit dem Landrat zu sprechen.

  4. Titanico sagt:

    Macht mal ruhig so weiter mit euren Demonstrationen besonders auf Freitag Abend. Das ihr dadurch die NPD in Waren bestärkt ist euch doch wohl klar.Aber wenn ihr das so wollt. Mal sehen was die Urlauber so dazu sagen . Und das absolut lächerliche darin ist,die Abschaffung von Hartz 4 zu fordern. Was hat das eine mit dem anderen zu tun ? Ihr macht euch alle so lächerlich das ist unglaublich. Aber man gut das die Mehrheit der Warener auch so denken.

  5. Charly sagt:

    Die Untergangsstimmung von „Titanico“ ist nicht nachvollziehbar. Nur weil freie Bürgerinnen und Bürger ihren berechtigten Unmut bekunden, leisten sie der braunen NPD noch keinen Vorschub. Welche Logik sollte da wohl hinter stecken?
    Ihr Charly

  6. Gordon Kempf sagt:

    Titanico, lächerlich macht sich, wer aus Angst vor NPD-Sympathiesanten auf sein demokratisches Recht auf Demonstrationen und Meinungsfreiheit verzichtet.
    Hier geht es auch um mangelnden Sachverstand der Verantwortlichen in der Leitungsebene des Landkreises. Sie und die Abgeordneten der Fraktionen von SPD und CDU im Kreistag nehmen die betroffenen Bürger bei der Umsetzung der Kreisgebietsreform nicht mit und nicht ernst. Es gibt ausreichend Ideen und Vorschläge, wie das Sozialamt bürgernah und effektiv gestaltet werden kann. Das ist zunächst aber die Aufgabe und die Verantwortung des Landrates und seiner leitenden Angestellten. Was hindert diese denn daran, in einem Dialog auf Augenhöhe mit den hilfsbedürftigen Menschen an einer intelligenten Lösung zu arbeiten? Die öffentliche Verwaltung ist Dienstleister für die Bürger. Hier benehmen sich die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung allerdings sehr arrogant und lassen jedes Gespür für Menschlichkeit vermissen. Das zeugt nicht gerade von erforderlicher Charakterstärke, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein.

  7. Willi sagt:

    Leute haltet mal die Bälle flach. Man mag zur NPD stehen wie man will, sie wurde von Bürgerinnen und Bürgern aus Waren gewählt. Sie sitzt mit im Stadtparlament und hat das demokratische Recht auch offen ihre Meinung zu dem Thema kund zutun. Da ich ein Mensch bin , der kein Informationsmaterial entsorgt, das erst kurz vor der Wahl verteilt wurde, habe ich mir heute die Zeit genommen um mal zu sehen , was die NPD zur Kreisgebietsreform geschrieben hatte und siehe, sie haben sich gegen die Reform ausgesprochen. Man sollte die NPD auch nicht überbewerten, sie waren mit einer Handvoll Sympatisanten anwesend. Sie haben nicht provoziert, hatten nur ihr Transparent. Eines möchte ich trotzdem auch an Hr. Schröder kristisieren. Er spricht von Toleranz und das wir für eine Sache alle auf dem neuen Markt stehen und sagt gleich zu Beginn (sinngemäß, wir distanzieren uns von der NPD). Gar kein Kommentar wäre besser gewesen, meine ich.

    • Dieter Schröder sagt:

      Wie viel Geschichtsvergessenheit legt Willi an den Tag? Eine Partei, wie die NPD, die den Holocaust und die Ermordung hunderttausender behinderter und psychisch kranker Menschen durch die Nationalsozialisten leugnet, verdient keine Toleranz! Hat Willi vergessen, dass die Nazis 1933 erst durch das Wegschauen der Anständigen an die Macht gekommen sind? Die Anhänger der NPD predigen Hass gegen Ausländer, Juden, Liberale, Demokraten und alle Andersdenkenden. Die NPD ist die Partei der Intoleranz! Ja Willi, ich bin intolerant gegenüber der Intoleranz! Wie naiv muss man eigentlich sein, dass man denken, kann, dass die Mitglieder und die Anhänger der NPD geläuterte Demokraten sind? Was denkt Willi denn, was mit den Schwächsten der Gesellschaft passieren würde, wenn die NPD Macht bekäme? Es ist eine Schade für uns alle, dass Vertreter der NPD im Warener Stadtparlament sitzt! Ich schäme mich dafür. Und noch was Willi, ich habe kein Verständnis dafür, wenn man seine Meinung hier anonym kundtut.

  8. Schulz sagt:

    Erstmal zu den Herrn Willi, Titanico & Herrn k…
    Merken Sie noch was wie kann man solche Aussagen sich bilden ( die drei Herren sind dumm & dämlich) bzw. solche Sätze aneignen. Klar man hat seine eigne Meinung darüber was das mit dem Umzug des Sozialamtes zu tun hat.
    Aber eine politische Partei wie die NPD ( Nazi – Partei) mit in solche Sache reinzuziehen kann & möchte ich nicht verstehen
    & viele Bürger der Stadt Waren denken genauso..
    Eine Frau Zutt ( NPD) die nur auf Krawalle & andere Sachen aus sind haben bei uns nichts zu suchen, deswegen stehe wir Bürger ( die anderes denkenden Menschen) voll hinter dem Dieter Schröder..

  9. Micha sagt:

    Hallo,

    vor weg schon mal was Titanico da schreibt ist absoluter Schwachsinn…..!!!!! Da geht es jemandem wohl sehr gut ,der nicht auf die Hilfe von anderen angewiesen ist. Hier gehts um die Menschen im Land und in unserer Stadt ! Die braune Ecke ist so klein , dass ich kaum glaube das die Menschen sich mit dieser Randgruppe beschäftigen werden . Aber auch ihnen kann man nicht verbieten , anwesend zu sein. Aber ich traue den Warenern soviel Inteligenz zu dieses auch so zu behandeln , es sind ja keine dummen Leute die sich dort stark machen und ihre Zeit opfern . Also um braun geht es hier überhaupt nicht ,es wird auch bei diesen 5 Hanseln bleiben die eh so richtig keiner zur Kenntnis nimmt . Aber bei der ganzen Geschichte ,sollte man sich auch mal Gedanken machen wer diese Kreisgebietsreform überhaupt ins rollen gebracht hat….Und da sind wir schnell bei der Landesregierung und Herrn Sellering dem Oberhaupt der SPD und seinem Gefolge hier zu Lande. Andere Bundesländer haben diesen Schrott gar nicht erst gemacht und andere wieder
    haben ähnliches
    versucht und mussten feststellen oh dat is doch nicht so gut….Ersparnis ,wird da eh nicht kommen und wenn für wen
    überhaupt ……Ja es ist im Vorfeld immer schwer zu sagen , was passiert aber als BM sollte man schon wissen auf
    welcher Ebene man arbeiten möchte ,mit der Erfahrung die man hat um seiner Rolle auch gerecht zu werden. Ich
    denke es kostet einiges an dieser , sonst könnte es ja jeder …. Aller Anfang ist natürlich auch schwer , aber man sollte
    seinen Bonus nicht zu schnell verspielen…. Lügen tut jeder mal im Leben , aber manchmal ist die Wahrheit besser und
    vor allem sie auch zu erkennen und nicht für andere den A…. hin halten es sei denn es gibt was dafür ….ja es ist schon
    traurig ,wie dass alles so läuft besser wäre gewesen die Leute an einen Tisch zu holen und eine gerechte Lösung zu
    finden und nicht jetzt so und fünf Minuten später anders im Sinne der eingeschworenen Runde…!!! Als BM ,sollte man
    sein Geisicht immer im Sinne der hier lebenden Leute bewaren . Und wenn seine Meinung ,eh nichts an der von
    Landrad K… was ändern kann dann fragt man sich doch …warum erst die Versprechungen und dann die festgestellte
    Blauäugigkeit …die war dann wohl vorher schon da…. nur mit Scheuklappen. Ich denke der neue Markt, sollte reichen
    um seinem Unmut klar zu machen es gibt Grenzen für beide Seiten und das Wort ( Respekt ) sollte keiner vergessen auch wenn unser BM es wohl schon kurz mal aus den Augen verloren hatte. Es ist ein großes Problem ,was hier ansteht
    und es wird nicht dass letzte sein mit Sicherheit. Aber Unkompetens sollte Folgen haben andere müssen auch dafür
    gerade stehen und da helfen Worte manchmal auch nicht mehr. Nur ist auch eins klar, das die SPD bei der BM Wahl
    keinen bekannteren hatte als N.M. um die Wahl zu gewinnen um den Ausgang zu beguenstigen um einem
    Machtwechsel aus dem Weg zu gehen. Aber auch Respekt ,muss man sich erarbeiten es schenkt einem keiner ,auch
    kein Titel der zu einem Namen dazu kommt. Wir haben hier in ganz Deutschland ,ein Problem im Sozialbereich was
    aber schon seit Jahren klar ist und vor gewarnt wurde. Aber Armut und Mittellosigkeit wird durch falsche Politik klar begünstigt.

    Mfg……

  10. dr. hans-joachim radisch sagt:

    So richtig verstehe ich die hier geführte Debatte nicht mehr.

    Das wichtige – und richtige – Anliegen, das Sozialamt in Waren zu belassen, verlangt nicht nur, durch die Demos auf dem Markt den Unmut der Bürger über unsinnige Entscheidungen der Kreisverwaltung und des Kreistages deutlich zu machen. Schließlich soll doch der Verbleib des Sozialamtes in Waren erreicht werden. Das erfordert dann aber auch, die erlangte öffentliche Aufmerksamkeit nicht nur zur Beschimpfung der Protagonisten dieser Fehlentscheidungen zu nutzen, sondern sie zu umgehenden Korrekturentscheidungen zu veranlassen. Dazu muß man aber vor allem miteinander reden und akzeptieren, daß Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete nicht bösartig sind, sondern – bei aller Wortbrüchigkeit und Ignoranz ihres Handels – wie wir alle nur das aus ihrer Sicht Sinnvolle und Richtige tun wollen. Vernünftiges erreichen kann man immer nur, wenn man den jeweiligen Gegner in der Sache als Mensch respektiert und entsprechend behandelt. Deutliche Worte sind das eine, Diffamierung und Ausgrenzung aber haben im demokratischen Kampf um die Wahrung eigener Interessen und eine richtige, sachgerechte Lösung nichts zu suchen.

    Und wenn, sehr geehrter Herr Schröder, die NPD sich dazu entschließen würde, gegen häusliche Gewalt zu protestieren und Brötchen als leckere Backwaren zu propagieren, wäre es ein völlig blödsinniger Reflex, dieses als rechtsradikal zu bekämpfen und nur deshalb ab sofort Familienmitglieder zu verprügeln und auf Brötchen zu verzichten. Wenn also die NPD das Richtige fordert, wird ihre Forderung doch nicht dadurch falsch, weil ich die NPD nicht mag. Es soll NPD-Mitglieder geben, die darauf bestehen, daß 2 mal 2 vier ergibt. Ich würde nicht wollen, daß unsere Statiker deshalb ab sofort um den Preis einstürzender Brücken das Ergebnis drei für politisch korrekt und deshalb allein akzeptabel ansehen würden. Oder wollen wir etwa alle zukünftig auf Nahrungsaufnahme verzichten, wenn die NPD im rechtsradikalen Wahn auf die Irrsinnsforderung verfällt, ausreichendes Essen und Trinken als lebenswichtig zu propagieren… Es reicht, daß man in Berlin offensichtlich glaubt, die NPD fordere eine Fertigstellung des Flughafens.

    Wen immer man ausgrenzt, dusselige Politiker jeder Couleur oder NPD-Sympatisanten: Ausgrenzen und Ausschließen ist eine immer falsche, undemokratische, unmenschliche, ja eigentlich faschistoide Verhaltensweise, die niemandem weiterhilft und lediglich versucht, „den Deibel mit dem Beelzebub auszutreiben“.

    Wir brauchen keine gegenseitigen Beschimpfungen, wir brauchen die Sozialamtsmitarbeiter weiter in Waren!

  11. Charly sagt:

    So ist es!
    Ihr Charly

    • Dieter Schröder sagt:

      Bravo Herr Dr. Radisch! So ist die NPD. Die wollen doch auch nicht die Zentralisierung der Sozialämter und sind bestimmt auch gegen häusliche Gewalt und wir sind uns mit ihr doch auch einig, dass 2 mal 2 vier ergibt und dass Brötchen lecker schmecken. Was macht denn da schon das bisschen Fremdenhass? Wer sie ausgrenzt ist faschistoid! Das war Klasse Herr Doktor!

  12. Schulz sagt:

    In allen Ehren aber diese ganze gegenzeitige Beschimpfung bringt uns doch nicht weiter.
    Wir sollten uns lieber zusammen tun & gemeinsam Demonstrieren gegen den Landrat Herr Kärger & sein Mitläufern.
    Nun zu den Dr. Radisch:
    Es ist traurig das ein Arzt der Menschen helfen soll solche Meinung ( Hält viel von der NPD – Partei) hat.
    Zudem haben diese Fachärzte angeblich sind intiligenz.
    Glaube bei diesen Arzt Fehlanzeige.
    Zum Schluss eins gesagt die NPD nutzt es nur dazu aus bei der Demo eigene Stimmen zu holen / haben..

    • Dieter Schröder sagt:

      Das war doch keinen Beschimpfung, sondern nur mein Kommentar. Übrigens ist der Doktor kein Arzt, sondern Rechtsanwalt. Ja klar benutzt die NPD unseren Protest, um sich zu profilieren. Unser Protest soll die Politiker im Kreistag wach rütteln und das mit friedlichen und demokratischen Mitteln. Die NPD hat doch immer wieder bewiesen, dass sie nicht mit demokratischen und friedlichen Mittel kämpft. Wer das nicht sehen will, ist mit Blindheit geschlagen oder einer von ihnen. Wir Initiatoren der Proteste sind uns einig, dass wir uns von den ganz Rechten nicht vereinnahmen lassen.

      • Ines sagt:

        Ich bewundere Ihren Langmut, Herr Schröder, doch manchmal lassen Sie sich aus der Reserve locken . Dies ist dann aber wieder dem Zweck dienlich, da Sie deutlich machen, wofür Sie eintreten und worauf es bei diesem Protest tatsächlich ankommt. Mit Ihnen wären wir in unserer Stadtverordnentenversammlung und auch im Kreistag gut beraten. Warum fehlen Sie da wie dort? ?????!

        Die aktuelle Berichterstattung im heutigen Nordkurier lässt wieder viele Meinunungen zu. Da haben wir zum einen unseren Bürgermeister, dessen Abstimmungsverhalten erneut unter die Lupe genommen wird. Und, ich finde mit Recht, kritisch und sorgfältig analysiert, dieses Mal von Herrn Becker. Herr Becker zitiert aber auch den amtierenden Chef des Sozialausschusses. Der Name „Löffler“ ist ja in den letzten Tagen auch immer wieder durch die Presse gegangen… Ihm wird nachgesagt, dass er eines Tages einen Dezernentenposten beim Landkreis MSE bekleiden wird. Er wird dann auch Chef des Sozialamtes MSE sein! Wieviel Sozialkompetenz besitzt dieser Herr Löffler eigentlich? Was genau hat er für den Erhalt der Sozialämter an den bisherigen Regionalstandorten unternommen? Wie geläufig ist ihm der Interhalt der Sozialgesetzbücher? Wodurch zeichnet sich dieser Mann aus? …

        • Gordon Kempf sagt:

          Den Worten von Ines möchte ich ausdrücklich zustimmen!

          • Dieter Schröder sagt:

            Ines fragt, wer ist eigentlich Herr Löffler? Herr Löffler ist Kreistagsabgeordneter der SPD und Vorsitzender des Sozialausschusses. Ich habe ihn auf der Sondersitzung des Sozialausschusses erlebt, der Anlässlich des Protestes gegen die Zentralisierung von den Linken einberufen wurde. Frau Schmidt von den Linken und andere Vertreter der Opposition haben sehr qualifiziert die Pläne zur Zentralisierung kritisiert und die Sinnhaftigkeit in Frage gestellt. Herr Löffler hat aber alle Bedenken abgebügelt und sich für die Pläne des Landrates ausgesprochen. Die Haltung der Vertreter von SPD und CDU war für mich skandalös. Es war nicht erkennbar, dass sie sich überhaupt mit der Materie zuvor beschäftigt hatten. Noch skandalöser war das Verhalten der Sozialamtsleiterin, die offensichtlicher noch ahnungsloser war und ist, als die Abgeordneten. (Man sollte wissen, dass die bisherige Sozialamtsleiterin vom Landrat geschasst wurde, weil sie unbequem war.) Nun weiß ich nicht, ob Herr Löffler von seiner Partei den Auftrag hatte, Steigbügelhalter für den Landrat zu sein, oder ob er angesichts der Aussicht, einen lukrativen Posten als Dezernent zu erhaschen, seine Partei auf die Linie der CDU bringen wollte? Der für Soziales zuständige Ausschuss, der eine wichtige Rolle bei Entscheidungen spielt, hat durch die Inkompetenz oder durch den Opportunismus seines Vorsitzenden AUSSCHUSS geliefert. Da kann es kaum verwundern, dass die Abgeordneten, die nicht unmittelbar mit dem Thema vertraut sind, für die Zentralisierung gestimmt haben. Denn der Sozialausschuss ist ein empfehlender Ausschuss! Nun kriegt der Warener Bürgermeister dafür die meisten Prügel, Prügel die eigentlich andere verdient haben! Der Armutsbericht der in den letzten Tagen veröffentlicht wurde, hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Sozialämter in der Fläche bleiben müssen. Zunehmend werden Rentner, die keine durchgehende Arbeitsbiographie haben, zu Aufstockern. Die werden dann auf das Sozialamt angewiesen sind. Das ist die Generation, die nach der friedlichen Revolution und Wiedervereinigung den Preis für die marode Wirtschaft der ehemaligen DDR zahlen müssen, Das sind die einfachen Leute, die die Demut der Arbeitslosigkeit erlebt haben und nun an den Strukturen des Monsterkreises MSE verzagen werden .
            Nun zu der Frage von Ines, warum ich mich nicht für die politische Arbeit in einer Partei und damit vielleicht in den kommunalen Parlamenten entschieden habe? Das fällt mir nicht ganz leicht, zu beantworten, weil es nach Ausreden und Rechtfertigung klingen könnte. Ich hatte mich 1989 politisch engagiert, habe mich aber sehr schnell an den Strukturen von Parteien gerieben. Ich habe mich dann für die konkrete Sozialarbeit entschieden habe, weil ich für mich festgestellt habe, dass ich dort mehr bewirken kann. Und ich habe erfahren, dass eine engagierte Arbeit in der Politik nicht einfach so nebenbei geht, ohne Abstriche bei der Aufgabe zu machen, für die ich mich dann entschieden habe.

      • Silke Ibanez sagt:

        Es wäre sehr wünschenswert, dass noch viel mehr Menschen in MV Ihre Ansichten teilen. In Sachsen übrigens auch… Herzliche Grüße aus Chemnitz

  13. dr. hans-joachim radisch sagt:

    Meines Erachtens läuft niemand Gefahr, von irgendjemandem vereinnahmt zu werden, nur weil dieser irgendjemand die gleiche Meinung zu einer Angelegenheit hat.

    Nach Ihrer Aussage, sehr geehrter Herr Schröder, bin ich zwar offensichtlich von Blindheit geschlagen. Die von Ihnen als ausschließlich denkbare Alternative dazu genannte Kumpanei mit der NPD ziehen Sie für mich – ich bin seit über 40 Jahren FDP-Mitglied – für meine Person sicher nicht ernsthaft in Betracht.

    Wenn Ihnen gleichwohl unangenehm sein mag, daß auch ich für den Verbleib des Sozialamtes in Waren eintrete, bedeutet das doch nicht, daß ich Sie vereinnahme – oder Sie mich. Wir haben schlicht zumindest in diesem Punkt eine politisch übereinstimmende und uns gegenseitig unterstützende gleiche Ansicht. Und das ist gut so. Da sollte uns doch gleichgültig sein, was dazu die NPD sagt. Oder halten Sie deren Meinung zu dem, was Sie und ich wollen, etwa für wichtig….

    • Ines sagt:

      Ich wüde es begrüßen, wenn Herr Löffler selbst einmal Position beziehen möchte, und zwar hier auf diesem Podium oder ggf. für alle anwesenden hörbar – am kommenden Donnerstag oder Freitag, auf einer den geplanten Demo’s… Eventuell ist es nämlich erforderlich, von ihm zu erfahren, welche Beweggründe er tatsächlich hatte, dem Begehren vieler Menschen eine solche Abfuhr zu erteilen. Wird er den Mut haben?…

      PS: Ich halte es für sehr bedenklich, solche Posten an – na sagen wir mal – nicht ausreichend qualifizierte Zeitgenossen auszuloben… Würde man auch in der freien Wirtschaft so handeln? Lobbyismus mal außen vor…!

      Lieber Herr Schröder, ich kreide es Ihnen keineswegs an, dass Sie nicht in unseren Parlamenten vertreten sind. Jedoch bedauere ich es sehr!

      • Gordon Kempf sagt:

        Vielleicht sollte „Wir sind Müritzer“ Herrn Löffler um ein Interview zum Thema „Zentralisierung des Sozialamtes“ bitten? Dann kann er die zahlreichen betroffenen Bürger, vor allem auch in den vielen Dörfern unseres Monsterkreises MSE, gerne von seiner Fachkompetenz im SGB-Recht überzeugen. Zuvor empfehle ich Herrn Löffler aber ein Praktikum in einer sozialen Einrichtung zu absolvieren, inklusive der erforderlichen Behördengänge mit den betroffenen Menschen.

  14. Ines sagt:

    Ja, Herr Löffler sollte sich den Fragen der Bürger und Betroffenen stellen. Ob dabei aber die Personalpolitik des Landkreises durchleuchtet wird kann ich mir kaum vorstellen. Trotzdem würde ich gerne erfahren wollen, nach welchen Kriterien solche Posten vergeben werden und welche persönlichen Voraussetzungen zwingend nachzuweisen sind?!

    Wie dem auch sei, er wird es am kommenden Freitag wohl nicht einrichten können… Aber wir werden dort sein!!!!

  15. Schulz sagt:

    Erstmal zu den Herrn Dieter Schröder.
    Ich wusste nicht das der Dr. Radisch Rechtsanwalt ist. Dafür Entschuldigung, habe angenommen es wäre ein Arzt.
    Zum 2. Punkt des weiterinn möchte klar stellen; das schon gewusst habe das sie es als Kommentar gemeint war von Ihrer Seite aus.
    Aber wenn das man von bestimmten Leuten ließt dann ist es schon für mich indirekt eine gegenzeitige Beschimpfung.
    Wir machen uns gegenzeitig verrückt ( Freude für den Landrat K…).
    Schön zu wissen das wir uns einig sind Herr Schröder was es mit der NPD – Sache zu tun hat..

  16. chico sagt:

    Ich glaube mal nicht, dass Herr Löffler sich hier irgendwie in der Sache nachvollziehbar äußern wird. Er ist in der letzten Wahl gegen Herrn Kärger angetreten, kam nur leider nicht einmal in die Stichwahl. Vorher hatte Herr Löffler ein Dienstwechselersuchen getätigt, er war damals FInanzbeamter am Finanzamt Oranienburg, wurde dann an das Finanzamt Neubrandenburg „übergeben“, was durch landesfinanzzuständigkeiten schwierig ist, aber die Landtagspräsidentin und die MV-Finanzministerin haben das verhandelt mit Brandenburg und auch erreicht. Kurz nachdem Herr Löffler in Neubrandenburg beruflig angekommen war, war ihm der Wahlkampf wichtiger als Finanzbeamter zu sein und bevor er gefeuert wurde, reichte er seine zurückversetzung ein. Er war also wieder Finanzbeamter in Oranienburg.

    In der letzten Wahlperiode des Kreistages war Herr Löffler Fraktionsvorsitzender der SPD, klar, er wollte ja auch Landrat werden, jetzt ist er noch Vorsitzender des Sozialauschusses.

    Aber diese Aufgabe muss ihn ja gar nicht interessieren, weil er ja Dezernet werden möchte und solch ein auf sieben Jahre angelegter Job, dotiert mit ca. 90.000 € brutto im Jahr und späterer Altersversorgung von mindestens 35 % wiegt doch alles auf.

    Anders ausgedrückt, muss diesen Mann dieser Sozialmist echt interessieren????