Einbürgerungen 2022 in MV: Syrien häufigster Herkunftsstaat

15. Juni 2023

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Verlauf des Jahres 2022 insgesamt 1 680 Ausländer eingebürgert und erhielten damit die deutsche Staatsbürgerschaft. Das ist nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern ein Zuwachs von 95,3 Prozent bzw. 820 eingebürgerten Personen gegenüber dem Vorjahr. Mehr Neubürger wurden zuletzt im Jahr 1999 in Mecklenburg-Vorpommern begrüßt. Gut 84 Prozent bzw. 1 415 Personen der im Jahr 2022 Eingebürgerten behielten nach der Einbürgerung ihre frühere Staatsangehörigkeit.

Der Anteil der unter 15-Jährigen an den Einbürgerungen 2022 betrug rund 23,8 Prozent. Der Anteil der Männer an allen Einbürgerungen war mit 62 Prozent deutlich höher als der der Frauen mit einer Quote von 38 Prozent.

Für viele Syrer, die in den Jahren 2015 und 2016 als Schutzsuchende nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen sind, bestand im Jahr 2022 durch eine ausreichende Aufenthaltsdauer erstmals die Möglichkeit zur Einbürgerung. Die Zahl der eingebürgerten syrischen Staatsangehörigen stieg folglich von 70 im Jahr 2020 über 355 im Jahr 2021 auf 1 070 im Jahr 2022 deutlich an. Damit war Syrien der häufigste Herkunftsstaat, gefolgt von der Ukraine (75) und Polen (60).

Hintergrund: Nach § 10 des Staatsangehörigkeitsgesetzes können Ausländer nach acht Jahren sowie „bei Vorliegen besonderer Integrationsleistungen“ bereits nach sechs Jahren eingebürgert werden. Einbürgerungen mit verkürzter Mindestaufenthaltsdauer von sechs Jahren erfolgen auf Grundlage von § 10 Absatz 3 Satz 2 Staatsangehörigkeitsgesetz. 


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